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GP Japan

Kimi siegt - Renault jetzt bei den Teams vorn

Foto: dpa

In einem spannenden, von häufigen Führungswechseln und harten Positionskämpfen geprägten Rennen sicherte sich McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen in der letzten Runde den Sieg vor den beiden Renault-Fahrern Giancarlo Fisichella und dem frischgebackenen Weltmeister Fernando Alonso. Renault ist nun aber in der Konstrukteurs-Wertung wieder vor den Silberpfeilen.

09.10.2005

Räikkönen stürmte vor 150.000 begeisterten Zuschauern in Suzuka nach einem Motorschaden am Freitag und Wetterpech im Zeittraining vom 17. Startplatz durch das komplette Teilnehmerfeld. Auf Platz drei kam Weltmeister Fernando Alonso, der ebenfalls vom schlechten 16. Startplatz ins Rennen gehen musste.

Besonders Räikkönen und Alonso zeigten beim Großen Preis von Japan fantastische Überholmanöver. Ex-Weltmeister Michael Schumacher wurde von beiden insgesamt drei Mal überholt - in allen drei Fällen außen herum! Besonders beeindruckend war das erste Überholmanöver von Alonso an Michael Schumacher, als der Spanier außen vor der ultraschnellen 130 R Kurve bei mehr als 300 km/h am Deutschen vorbeizog. "Das war ein gelungenes Manöver", feixte der Spanier, "Schumacher warf mir die Tür auf der Innenseite zu, aber ich hatte soviel Geschwindigkeitsüberschuss, dass ich es eben außen probierte."

Kimi Räikkönen: "Das beste Rennen meiner Karriere"

Sieger Kimi Räikkönen gab nach dem Rennen zu: "Das war wahrscheinlich der beste Grand Prix meiner Formel 1-Karriere, ich musste ihn hart erkämpfen. Ich musste Fisichella in der letzten Runde wegen eines zu kurz abgestuften siebten Gangs im Drehzahlbegrenzer überholen." Fisichella machte gute Miene zum bösen Spiel: "Ich hatte keine Möglichkeit, mich zu wehren - außer ich hätte einen Crash riskiert."

Der aus Reihe eins gestartete Toyota-Pilot Ralf Schumacher landete nur auf einem enttäuschenden achten Platz, da er seine gute Trainingsleistung mit wenig Sprit an Bord erkauft hatte. Der vom zweiten Startplatz ins Rennen gegangen Honda-Star Jenson Button fuhr immerhin noch auf Platz sechs, Williams-BMW-Pilot Mark Webber verbesserte sich mit einem kampfstarken Rennen von Startplatz sieben auf Schlussrang vier. Dahinter sicherte David Couthard dem Red Bull-Team mit Platz sechs wertvolle Punkte für die Konstrukteurswertung.

Ferrari-Pilot Michael Schumacher hatte vor allem gegen die Renault- und McLaren-Piloten keine Chancen und belegte letztlich Rang sieben. Weil McLaren-Mercedes-Pilot Juan-Pablo Montoya durch einen Unfall ausschied, konnte Renault mit den Plätzen zwei und drei ein Rennen vor Saisonschluss die Führung in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft von McLaren-Mercedes übernehmen.

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