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GP Japan

Schumi auf Pole Position vor Ralf

Foto: dpa

Ferrari-Pilot Michael Schumacher sicherte sich im ersten Sonntags-Qualifying der Formel 1-Geschichte mit einer Rundenzeit von 1.33,542 Minuten die Pole Position für den Großen Preis von Japan in Suzuka. Es war die 63. Trainingsbestzeit in der Karriere des siebenfachen Weltmeisters. Mit einem Rückstand von fünf Zehntelsekunden kam sein Bruder Ralf im Williams-BMW auf Rang zwei.

10.10.2004

Jaguar-Pilot Mark Webber mischte mit Position drei das Formel 1-Establishment auf. Von den Positionen vier und fünf starten die BAR-Honda-Teamkollegen Takuma Sato und Jenson Button.

Das abschließende Zeittraining war ein reines Lotteriespiel, weil die Piste in Suzuka nach den starken Regenfällen am Freitag und Samstag erst allmählich wieder auftrocknete. Auf Grund einer Unwetterwarnung musste das für Samstag angesetzte Zeittraining auf Sonntagmorgen verschoben werden. Wie sich aberherausstellte, war die Verschiebung eigentlich unnötig, denn der Taifun Ma-on zog nordöstlich an der Provinz Mie, in der die Suzuka-Rennstrecke liegt, vorbei.

Die Verschiebung hatte naturgemäß starke Auswirkungen auf das Zeittraining, denn allen Teams fehlten Anhaltspunkte für die Setup-Arbeit. Im verregneten Freitagstraining konnten die Piloten maximal 10 bis 15 Runden zurücklegen. Drei Runden im ebenfalls noch nassen Vorqualifying am Sonntagmorgen mussten also für alle Teams reichen, um die Rennabstimmung auszuknobeln und das Auto für das abschließende Zeittraining vorzubereiten.

Barrichello startet abgeschlagen von Platz 15

Ferrari kam mit dieser schwierigen Aufgabenstellung offensichtlich am besten zurecht. Trotzdem war Pole-Sitter Michael Schumacher überrascht über seine Bestzeit: "Bei den auftrocknenden Bedingungen habe ich die Michelin-Piloten in der Favoritenrolle gesehen. Aber offensichtlich haben wir die Abstimmung gut hinbekommen, die Rillenreifen von Bridgestone haben auch auf den feuchten Flecken gut funktioniert. Natürlich hat es geholfen, dass ich meine Runde ganz zum Schluss fahren konnte, da es dann bereits deutlich trockener war als zu Beginn des Abschlusstrainings."

Teamkollege und China-Sieger Rubens Barrichello kämpfte dagegen mit Trockenreifen auf der teilweise noch nassen Piste mit stumpfen Waffen und muss das Rennen als 15. in Angriff nehmen.

Bruder Ralf war sichtlich zufrieden, nach dem China-Fiasko nun wieder in der ersten Reihe zu stehen: "Das schlechte Resultat in China hatte zur Folge, dass ich heute für das Qualifying eine gute Ausgangsposition hatte", so Ralf Schumacher. "Ich bin mir sicher, das wir im Rennen ein Wort um den Sieg mitreden können."

Mark Webber verblüffte die etablierte Konkurrenz bereits zum zweiten Mal in dieser Saison mit einem guten Qualifying: "Natürlich habe ich Platz drei den ziemlich unbeständigen Witterungsverhältnissen zu verdanken. Ich werde es meinen Konkurrenten im Rennen aber so schwer wie möglich machen, mich zu überholen", so die Kampfansage des Jaguar-Piloten.

Die anderen deutschsprachigen Piloten hatten nach dem Qualifying nicht sehr viel zu lachen: Die Jordan-Fahrer Nick Heidfeld und Timo Glock mussten zu Beginn der Trainingssitzung noch mit Regenreifen ausrücken, damit landeten sie letztlich nur auf den Rängen 16 und 17. Jaguar-Pilot Christian Klien kam nicht über Platz 14 hinaus. Auch der deutsche Hersteller Mercedes musste einen herben Rückschlag verdauen: Nur die Plätze acht und zwölf für die McLaren-Piloten David Coulthard und Kimi Räikkönen.

Das BAR-Honda-Team hatte dafür viel Freude an der Vorstellung seiner Piloten Takuma Sato und Jenson Button beim Heimspiel in Suzuka: Mit den Plätzen vier und fünf könnte das Duo noch für Aufregung an der Spitze des Feldes sorgen, denn wie immer in Suzuka hat Honda bei der Motorleistung noch einmal zugelegt: Die V10-Triebwerke leisten nun 960 PS. "Ich hoffe, dass es im Rennen trocken bleibt", so Takumo Sato. "Dann können wir unsere überlegene Motorleistung besser ausspielen. Das wäre dann auch eine schöne Entschädigung für die vielen Honda-Fans, die hier gestern nach der Absage des Qualifyings leer ausgegangen sind."

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