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GP Japan

Schumi siegt vor Bruder Ralf

Foto: dpa

Brüderlich geeilt: Beim außergewöhnlichen Formel-1-Marathon im japanischen Suzuka haben die Schumacher-Brüder in souveräner Manier ihren fünften Doppel-Erfolg eingefahren.

10.10.2004

Nach den Taifun-Ängsten der vergangenen Tage gewann Michael Schumacher den ersten Grand Prix der Motorsport-Geschichte mit Qualifikation und Rennen an einem Sonntag mit großem Vorsprung vor seinem Bruder Ralf sowie den beiden BAR Honda-Piloten Jenson Button (Großbritannien) und Takuma Sato (Japan).

Der Rekordweltmeister sicherte sich nach seinen beiden zuletzt erfolglosen Ausfahrten seit dem Gewinn des siebten WM-Titels am 29. August in Spa-Franchorchamps den ersehnten 83. Karrieresieg. Er gewann den Großen Preis von Japan bereits zum sechsten Mal und verbesserte seinen eigenen Punkterekord aus dem Jahr 2002 von 144 auf 146 Zähler. Der beste Rennfahrer der Welt stand zum 13. Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Podium und strahlte mit der Sonne und seinem Bruder um die Wette, der erstmals in diesem Jahr bei der Siegerehrung dabei war.

Barrichello und Coulthard nach Kollision ausgeschieden

„Das war ein perfektes Rennen“, kommentierte Ferrari-Superhirn Ross Brawn den Erfolg Schumis. Markenkollege Rubens Barrichello (Brasilien) schied dagegen nach einer Kollision mit David Coulthard (McLaren-Mercedes/Großbritannien) aus.

Der zuletzt so gescholtene Ralf Schumacher sicherte in seinem vorletzten Grand Prix für Williams-BMW seinem Team wichtige Punkte in der Konstrukteurs-WM. Vor dem Saisonfinale in Brasilien am 24. Oktober führt der bayerisch-britische Rennstall im Kampf um Platz vier mit 13 Punkten vor dem deutschen Rivalen McLaren-Mercedes.

Dank Button und Sato ist BAR-Honda (116 Punkte) nach den 53 Runden über die Gesamtdistanz von 307,573 Kilometern in Suzuka Platz zwei hinter Ferrari und vor Renault (100) kaum noch zu nehmen. Die Jordan-Piloten Nick Heidfeld und Timo Glock belegten in Japan die Plätze 13 und 15.

Michael Schumacher war nach seinem schlechtesten Karriere-Resultat mit Platz zwölf vor zwei Wochen beim Premieren-Rennen in China nicht zu stoppen. Gut vier Stunden vor dem Start war der 35-Jährige zum 63. Mal in seiner Karriere und zum achten Mal in Suzuka scheinbar mühelos auf die Pole-Position gefahren. Schon im Training am Freitag war der Deutsche stets der Schnellste gewesen. Und da sich auch Ralf Schumacher steigerte und in der Qualifikation überraschend auf Platz zwei raste, standen die beiden Brüder erstmals seit dem San-Marino-Grand-Prix im April 2003 und zum achten Mal in ihrer gemeinsamen Zet in der Formel 1 in der ersten Reihe.

Die Schumacher-Brüder verteidigten beim Start ihre gute Ausgangsposition, und auch nach den Boxenstopps änderte sich an der Reihenfolge nichts. Vorne drehte der Weltmeister einsam seine Runden und sein Bruder hielt die beiden BAR-Hondas in Schach.

Nachdem das komplette Samstagsprogramm wegen des Taifuns Ma-on aus Sicherheitsgründen gestrichen worden war, rückte die Formel 1 in der Krisensituation eng zusammen. Während der Wirbelsturm an Suzuka vorbeizog und in einigen Teilen Verwüstungen anrichtete, schoben die Piloten in ihrem Hotel nahe der Rennstrecke beim Bowling eine ruhige Kugel. „Erstmals zu meiner Zeit“, meinte Schumacher, seien die Rennfahrer so intensiv miteinander beschäftigt gewesen. Der Kerpener fährt seit 1991 in der Formel 1.

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