Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Japan

Tops und Flops

Foto: dpa 15 Bilder

Wir klären auf, wer nach der Wasserschlacht von Fuji jubeln darf, und wer im Dauerregen einfach zu langsam war. Warum die Silberpfeile sowohl Top- als auch im Flop-Ranking vertreten sind und warum Sebastian Vettel unser Mann des Rennens ist.

01.10.2007 Michael Schmidt

Der Mann des Rennens in Fuji - sowohl in positiver wie negativer Hinsicht - war Sebastian Vettel: Der beste Startplatz für Toro Rosso, Platz drei bis Runde 46, drei Führungsrunden: Vettel zeigte Qualitäten, die ihm viele nicht zugetraut haben.

Eine kleine Unkonzentriertheit kostete den Toro Rosso-Youngster allerding einen Podiums-Platz. Die mögliche Sternstunde hat er sich selbst verbaut. Der Crash in der Safety-Car-Phase ist ein typischer Fehler eines Mannes, der erst sein sechstes Formel 1-Rennen fuhr. Jetzt muss er zur Strafe in Shanghai auch noch um zehn Startplätze zurück.

Top Ten:

1. McLaren-Mercedes
Hamilton sei Dank: McLaren-Mercedes markierte nach einer Meisterleistung von Lewis Hamilton den achten Saisonsieg im 15. Rennen. Damit ist der Fahrertitel für einen McLaren-Fahrer so gut wie sicher. Kimi Räikkönen liegt 17 Punkte zurück. Auch in der virtuellen Konstrukteurs-WM führt McLaren mit 187:170 gegen Ferrari. Im 15. Grand Prix gab es aber auch den ersten Ausfall für die Silberpfeile. Fernando Alonso aquaplante von der Strecke.

2. Renault
Trotz eines Trocken-Setups bei Dauerregen erzielte Renault mit den Plätzen zwei und fünf für Kovalainen und Fisichella das beste Saisonresultat. Heikki Kovalainen feierte seinen ersten Podestplatz in der Formel 1. Er verteidigte Platz zwei meisterhaft gegen Räikkönen

3. Ferrari
Die Roten haben den Titel nicht verdient. Wieder leisteten sich die Strategen peinliche Pannen. Man pokerte mit einem Trocken-Setup, zog Intermediates auf, obwohl die Rennleitung Regenreifen vorschrieb und timte die Tankstopps zum falschen Zeitpunkt. Intermediates wäre so oder so die falsche Reifenwahl gewesen. Felipe Massa war der Walzerkönig des Grand Prix, aber auch Räikkönen fuhr zu oft neben der Strecke.

4. Red Bull
Es hätte ein ganz großer Tag für Red Bull werden können. Mark Webber fuhr trotz Fischvergiftung einem sicheren zweiten Platz mit einer kleinen Siegchance entgegen. David Coulthard bestätigte als Vierter wieder mal seinen Ruf als Ankommer unter schwierigen Bedingungen. Der Kampf um Platz fünf im Konstrukteurspokal wird noch einmal spannend. Der Vorsprung von Williams schrumpfte auf fünf Punkte.

5. Toro Rosso
Sebastian vettel hätte zum besten Nebendarsteller des Tages werden können. Drei Runden geführt, bis Runde 46 auf Platz drei, dann der dumme Crash mit Webber in der Safety-Car-Phase. Da fehlt dem 20-Jährigen noch Erfahrung. "Er hat heute eine wichtige Lektion gelernt", urteilte Unfallgegner Webber. Teamchef Franz Tost nahm Vettel in Schutz: "Das kann passieren. Aber die Supershow am Anfang zeigt, dass wir den richtigen Fahrer haben." Es gab nicht mal einen Trostpreis für das Team: Vitantonio Liuzzi wurde der achte Platz und Toro Rosso der erste Saisonpunkt gestrichen, weil Liuzzi unter gelber Flagge überholt hatte. Toro Rosso will dagegen Berufung einlegen.

6. BMW
Wieder ein Rennen, in dem BMW hoch hätte punkten können, aber farblos blieb. Nick Heidfeld verlor einen sechsten Platz durch einen defekten Auspuff. Robert Kubica sammelte noch zwei Zahler. Der Pole lieferte sich mit Felipe Massa den Zweikampf des Tages.

7. Spyker
Adrian Sutil lag zeitweise in den Punkterängen, beendete das Rennen als Neunter und bekam dann am grünen Tisch doch noch einen WM-Zähler, weil Vitantonio Liuzzi wegen Überholens unter gelber Flagge 25 Sekunden Strafe bekam. Auch im Regen gab der umgebaute Spyker eine gute Figur ab. Das Team pokerte mit viel Abtrieb richtig.

8. Williams
Ein Motorwechsel verbannte Nico Rosberg auf Startplatz 16. Das Wetterchaos hätte den Deutschen wieder ins Spiel zurückbringen können, doch Rosberg blieb blass. Regen ist nicht sein Terrain. Das hat schon der Nürburgring gezeigt. Wasser in der Elektrik beendete Rosbergs Arbeitstag. Alexander Wurz hat mit einem Crash wohl sein Formel 1-Cockpit endgültig verspielt.

9. Honda
Jenson Button warf Punkte mit einer Kollision mit Nick Heidfeld weg, und ein taktischer Fehler kostete Rubens Barrichello den ersten Saisonpunkt. Der Brasilianer musste sieben Runden vor Schluss noch einmal nachtanken. Wenigstens lag Honda vor Hausherr Toyota. Balsam auf die japanische Seele.

10. Toyota
Toyota kam auf seiner Hausstrecke trotz einer ausgiebigen Aerodynamik-Evolution nie in Fahrt. Jarno Trulli wurde als 13. abgewinkt, Ralf Schumacher stoppte, weil die Elektronik verrückt spielte und ihm ein defekter Sensor einen Reifenschaden vorgaukelte, den es gar nicht gab.

11. SuperAguri
Je länger die Saison dauert, umso weiter rutscht das Honda B-Team ab. Beide Fahrer crashten. Anthony Davidson mit überhitzten Bremsen, Takuma Sato im Infight mit Button.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden