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GP Kanada 2011 - Qualifikation

Sechste Pole-Position für Vettel

Sebastian Vettel Foto: xpb 62 Bilder

Auch im Montreal-Qualifying konnte keiner Sebastian Vettel schlagen. Zum sechsten Mal startet der Red Bull-Pilot von Pole. Vettel  muss sich am Sonntag die erste Startreihe mit Fernando Alonso teilen.

11.06.2011 Tobias Grüner

Neue Strecke, altes Spiel. Sebastian Vettel ist in der Qualifikation weiter nur schwer zu schlagen. Am Samstag wurde es in Montreal allerdings ganz eng für den Weltmeister. Das Ferrari-Duo Fernando Alonso und Felipe Massa blieb auf den Plätzen zwei und drei nur zwei Zehntel hinter der Vorgabe des Quali-Spezialisten aus Heppenheim. Vettel sorgte damit für die 100. Pole Position eines deutschen Piloten in der Formel 1.

Vettel erwartet harten Kampf im Rennen

Dabei hatte das Wochenende für den Red Bull-Mann gar nicht gut begonnen. Im ersten Training hatte der Youngster seinen Dienstwagen noch in die Mauer gestopft. "Ich möchte mich noch einmal dafür entschuldigen und für die gute Arbeit bedanken", krächzte Vettel seinem Team nach dem Qualifying über Funk aus dem Auto entgegen.

Ob der sechsten Pole Position auch der sechste Sieg folgt, ist allerdings nicht klar. In den letzten Rennen hatte der Red Bull Schwächen im Rennen gezeigt. Im Duell gegen Ferrari kommt es am Sonntag auch darauf an, welches Auto über die Distanz besser mit den Reifen haushalten kann. "Ich erwarte viel Druck am Sonntag. Das ist nicht unsere stärkste Strecke. Es wird nicht einfach. Wir sind bereit für den Kampf. Heute hatten wir das stärkste Paket. Deshalb bleiben wir zuversichtlich."

Webber nur auf Rang vier

Mark Webber wird seinen Teamkollegen von Platz vier aus wohl kaum unterstützen können. Nachdem der Australier das dritte Training mit einem KERS-Problem aussetzen musste, blieb er in der Qualifikation vier Zehntel hinter der Bestzeit.

Auch bei McLaren wird man mit den Plätzen fünf für Lewis Hamilton und sieben für Jenson Button nicht besonders glücklich sein. Vor dem Rennwochenende galten die chromglänzenden Autos noch als Geheimfavoriten. Die Stunde der Engländer könnte allerdings am Sonntag schlagen. McLaren setzte auf mehr Abtrieb als die Konkurrenz, was bei einem Regenrennen zum Joker werden könnte.

Den beiden Piloten des Mercedes-Werksteams steht ebenfalls ein interessantes Rennen bevor. Nico Rosberg steht mitten im McLaren-Sandwich auf Rang sechs. Eine Reihe dahinter startet Michael Schumacher von Position acht. Mit Sprit im Tank hat der Silberpfeil zuletzt allerdings keinen guten Eindruck gemacht. Der überdurchschnittliche Reifenverschleiß sorgte für große Probleme. Man darf gespannt sein, von welcher Seite sich das Auto in Montreal zeigt.

Heidfeld gewinnt Quali-Duell gegen Petrov

Die ersten Anwärter auf einen Fehler der Konkurrenz kommen von Renault. Nick Heidfeld und Vitaly Petrov belegten die letzte Startreihe in den Top Ten. Nach der Kritik von Teamchef Eric Boullier an Heidfelds Qualifikationsschwäche konnte der Mönchengladbacher das Teamduell zum zweiten Mal in dieser Saison für sich entscheiden.

Adrian Sutil verpasste dagegen den erhofften Sprung in die Top Ten. Der Force India-Pilot muss von Rang 14 wie schon in Monaco eine Aufholjagd im Rennen starten. Im siebten Rennen steht der Deutsche bereits zum sechsten Mal hinter seinem schottischen Teamkollegen Paul di Resta (Platz elf). Eine halbe Sekunde trennte die beiden am Samstag.

Glock setzt auf Regen

Für Timo Glock war das Qualifikationstraining wieder einmal bereits nach den ersten 20 Minuten beendet. Mit Platz 22 setzt der Deutsche den Negativ-Trend des Virgin-Teams fort. Sogar Hispania-Pilot Tonio Liuzzi war am Samstag schneller als Glock. Vom ehemaligen Rivalen Lotus ist der Odenwälder bereits zwei Sekunden entfernt.

"Es war schwierig, weil wir gedacht hatten, dass es regnet", versuchte der Deutsche die Schlappe zu begründen. "Wir hatten uns deshalb auf unser Paket für mehr Abtrieb konzentriert und nicht mit den Teilen gearbeitet, die wir eigentlich mitgebracht hatten. Doch die dunklen Wolken haben sich dann leider wieder verzogen."

Glocks Teamkollege Jerome D'Ambrosio hat Glück, dass er am Sonntag überhaupt starten darf. Obwohl der Belgier die 107 Prozent-Hürde im Q1 verpasste, muss er nicht aussetzen. Virgin bat bei der Rennleitung erfolgreich um eine Ausnahme. D'Ambrosio hatte nach einem Crash im Freien Training das Chassis wechseln müssen, was die FIA-Kommissare als Entschuldigung gelten ließ.

Action-Garantie am Sonntag

Für den Sonntag ist viel Spannung im Rennen garantiert. Keiner weiß, wie die weichen Reifen auf die Distanz funktionieren. Auch der Wetterbericht verheißt nichts Gutes. Es haben sich Schauer über Montreal angesagt. Auf der gefährlichen Highspeed-Strecke könnte es also wieder viel Action geben. "Wir haben Regenreifen im Gepäck. Ich habe eine Jacke und einen Schirm dabei. Wir sind also gut auf alles vorbereitet", grinste Vettel.

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