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GP Kanada 2013 (Rennen)

Vettel feiert Sieg-Premiere in Montreal

Start GP Kanada 2013 Foto: xpb 54 Bilder

Sebastian Vettel hat zum ersten Mal den GP Kanada gewonnen. In einem strategisch geprägten Rennen kontrollierte der Weltmeister das Feld vom Start bis zum Ziel. Fernando Alonso und Lewis Hamilton komplettierten das Montreal-Podium.

09.06.2013 Tobias Grüner

Im Qualifying zum GP Kanada hatte es Sebastian Vettel noch spannend gemacht. Im Rennen ließ der Weltmeister der Konkurrenz keine Chance. Wie zu besten Schumi-Zeiten dominierte der Red Bull das Rennen von der Spitze und rollte nach 70 fast fehlerfreien Runden - ein kleiner Ausrutscher in Kurve 2 - mit 14,4 Sekunden Vorsprung als erster über die Ziellinie.

Nach den verregneten Trainingssitzungen setzten an der Spitze alle Piloten auf eine konservative Zweistopp-Strategie. Da das Safety-Car in Kanada ausnahmsweise Mal in der Garage blieb, hatten die Taktiker an den Kommandoständen einen relativ ruhigen Nachmittag.

"Das hat heute perfekt geklappt. Der gute Start war wichtig. Danach konnte ich einen kleinen Vorsprung rausfahren und den Abstand nach hinten kontrollieren", erklärte der Heppenheimer später. "Red Bull konnte hier in Montreal noch nie gewinnen. Das können wir also von der Liste streichen. Vor zwei Jahren war ich hier ganz nah dran und habe in der letzten Runde einen Fehler gemacht. Das konnte ich also jetzt wieder ausbügeln."

Alonso mit Schadensbegrenzung

Hinter dem Weltmeister konnte sich Fernando Alonso von Startplatz 6 bis auf Rang zwei vorarbeiten. Kurz nach dem Start hatte er Quali-Überraschungsmann Valtteri Bottas überholt, der auf trockener Piste keine Chance hatte und am Ende nur auf Rang 14 landete. Dank eines guten Rennspeeds und verhältnismäßig wenig Reifenverschleiß schnappte sich der Spanier auch noch Nico Rosberg, Mark Webber und Lewis Hamilton.

Bei Mercedes hielten die Reifen überraschend lange durch. Erst in Runde 62 konnte Alonso seinen Verschleißvorteil ausspielen und den Silberpfeil dank DRS auf der Zielgeraden hinter sich lassen. "Nach diesem schwierigen Wochenende fühlt sich der zweite Platz mit vielen WM-Punkten wie ein Sieg an", freute sich der Spanier anschließend

Webber chancenlos gegen Alonso

Im Zweikampf mit Mark Webber in Runde 42 hatte Alonso leichtes Spiel. Webber hatte sich bei einem Überrundungsmanöver mit Giedo van der Garde den Frontflügel beschädigt, was Abtrieb auf der Vorderachse kostete. Für van der Garde gab es für die unnötige Kollision eine 10-Sekunden-Stopp & Go-Strafe. Für Webber gab es Rang 4. Als Trostpreis blieb dem Australier wenigstens noch die schnellste Rennrunde.

Nico Rosberg landete dahinter auf Platz 5. Wegen eines langsamen Mittelstints auf Supersoft-Reifen hatte der Deutsche aber nie eine realistische Chance auf das Podium. In den Runden 30 und 31 musste er erst Webber, dann Alonso vorbeilassen. Rosberg hatte deutlich mehr Probleme mit den Reifen als sein Teamkollege und legte nach einem heftigen Verbremser am Ende noch einen dritten Sicherheitsstopp ein.

"Ich denke, dass es im Nachhinein nicht die richtige Reifenstrategie war. Letztendlich war ich aber heute auch einfach nicht schnell genug, um die anderen vor mir zu schlagen. Insofern war das Resultat optimal", erklärte Rosberg später. "Wir haben immer noch Probleme mit den weichen Reifen, die haben zu schnell abgebaut. Das habe ich heute wieder gemerkt. Da haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns."

Platz 6 ging dahinter überraschend an Toro Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne, der seinen guten siebten Startplatz im Rennen sogar noch verbessern konnte. Ebenfalls unerwartet fuhr Paul di Resta auf Rang 7. Der Schotte schaffte es als einer von nur fünf Piloten mit einer Einstopp-Strategie über die Distanz. 57 Runden fuhr der Force India-Pilot auf dem ersten Satz Reifen, ohne dass die Zeiten zu stark einbrachen.
 
Dahinter konnte sich Felipe Massa in der vorletzten Runde mit einem Überholmanöver gegen Einstopper Kimi Räikkönen Platz 8 sichern. Der Lotus war im Rennen nicht so stark wie erwartet. Mit Bremsproblemen und Spritmangel kam der Iceman nie richtig auf Touren und verlor in der WM-Wertung gegen Vettel wertvolle Punkte.

Ereignisreiches Rennen für Sutil

Adrian Sutil war nach dem Rennen ebenfalls enttäuscht. Am Ende gab es auf Platz 10 nur ein Pünktchen für den Deutschen. In einem ereignisreichen Rennen musste der Force India-Pilot gleich mehrere Rückschläge verdauen. In Runde 5 drehte er sich im Zweikampf mit Valtteri Bottas und fiel von Rang 8 auf 13 zurück. Nur wenig später krachte ihm Pastor Maldonado ins Heck und beschädigte die Flügelendplatten.
 
Trotz des Schadens konnte sich Sutil zwischenzeitlich wieder gut in die Punkte nach vorne kämpfen. Doch kurz vor Schluss musste er wegen Ignorierens blauer Flaggen noch einmal zu einer Durchfahrtsstrafe antreten, wodurch er wieder hinter Massa und Räikkönen zurückfiel.

Für den vierten Deutschen, Nico Hülkenberg, war das Rennen schon nach 47 Runden beendet. Beim Versuch Van der Garde zu überrunden, kollidierte der Sauber eingangs der Zielschikane mit dem Holländer und beschädigte sich die linke Hinterradaufhängung. Sein Gegner verlor den Frontflügel und musste ebenfalls aufgeben.

Vettel setzt sich in der WM-Wertung ab

In der WM-Wertung konnte sich Sebastian Vettel mit seinem ersten Montreal-Sieg weiter an der Spitze absetzen. Mit 132 Punkten führt der Weltmeister komfortabel vor Fernando Alonso, der mit 96 Zählern Rang 2 übernahm. Kimi Räikkönen rutschte mit 88 Punkten auf Rang 3 ab. Das nächste Rennen findet in drei Wochen in Silverstone statt.

In unserer Bildergalerie haben wir die Fotos vom Rennsonntag in Montreal.

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