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GP Kanada

Pole für Button - Schumi Zweiter

Foto: dpa

In der Hitze von Montreal hat Formel-1- Weltmeister Michael Schumacher kühlen Kopf bewahrt und in der Qualifikation zum Großen Preis von Kanada Platz zwei hinter Jenson Button herausgefahren.

11.06.2005

Der in der WM abgehängte Ferrari-Pilot musste sich am Samstag (11.6.) bei Temperaturen um 35 Grad nur BAR-Honda-Pilot geschlagen geben, der überraschend zum zweiten Mal in seiner Karriere eine Pole Position eroberte.

Für die anderen beiden deutschen Fahrer lief es auf dem Circuit Gilles Villeneuve enttäuschend: Ralf Schumacher wurde im Toyota Zehnter. BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld, der noch vor zwei Wochen auf dem Nürburgring die erste Pole seiner Karriere geholt hatte, musste sich mit dem 13. Platz begnügen.

"Es ist ein bisschen das, was wir uns erhofft haben. Nach dem, was wir in den vergangenen Monaten durchgemacht haben, war dies wichtig für die Motivation im gesamten Team", sagte Michael Schumacher. "Ich bin jetzt zuversichtlicher. Wenn ich mir die Zeiten vom Freitag anschaue, ist das Ergebnis eine Überraschung, wenn ich die Zeiten vom Samstag ansehe nicht.“

Überraschung des Tages: Jenson Button

Nur in Bahrain stand der 36-Jährige in diesem Jahr schon mal soweit vorn in der Startaufstellung. Ansonsten hatte er immer aus dem Mittefeld oder ganz hinten die Rennen angehen müssen: "Jetzt können wir mit einer anderen Strategie fahren."

Die Überraschung des Tages war die Vorstellung von Button, der mit sehr wenig Benzin in seinem BAR-Honda unterwegs war. Das Team war wegen der Tankaffäre im April in Imola für die Rennen in Barcelona und Monaco gesperrt worden. Auch sonst war die Saison enttäuschend verlaufen für den Rennstall, der noch im Vorjahr Zweiter in der Konstrukteurs-Wertung hinter Ferrari war. In diesem Jahr haben Button und sein Teamkollege Takuma Sato noch keinen Punkt eingefahren. Button: "Wir wussten, dass wir schnell sind. Aber es ist überraschend, dass wir Renault und McLaren herausfordern können."

Schumacher fuhr auf dem 4,361 Kilometer langen Kurs in 1:15,475 Minuten eine beinahe fehlerfreie Runde. Doch Buttons Zeit verfehlte er um 0,258 Sekunden. Doch ganz ohne Probleme lief der Tag für ihn und die Scuderia nicht ab: Im Training am Vormittag hatte Schumacher an seinem Ferrari Getriebeprobleme, Teamkollege Rubens Barrichello musste in der Qualifikation wegen des gleichen Problems schon nach der Aufwärmrunde wieder an die Box fahren und startet am Sonntag vom Ende des Feldes.

Enttäuschung bei Toyota und Williams-BMW

Hinter Schumacher kam WM-Spitzenreiter Fernando Alonso im Renault auf Rang drei. "Eigentlich dachte ich, ich fahre mit den McLaren-Mercedes um die Pole Position. Im Vergleich zum Nürburgring ist meine Ausgangsposition besser, aber ich muss beim Start trotzdem auf die McLaren hinter mir achten.“ Alonsos schärfster Rivale Kimi Räikkönen im McLaren- Mercedes wurde Siebter, sein Teamkollege Juan Pablo Montoya Fünfter. Vor dem achten von 19 WM-Läufen am Sonntag (19:00 Uhr / RTL und Premiere) rangiert Rekord-Champion Schumacher in der Fahrerwertung abgeschlagen mit 16 Punkten an achter Stelle. Der Spanier Alonso (59 Punkte) hat bereits 32 Zähler Vorsprung auf den zweitplatzierten Räikkönen und den Dritten Jarno Trulli im Toyota. Bester Deutscher ist Heidfeld (25) als Vierter, Ralf Schumacher (17) ist Siebter. "So lange rechnerisch etwas möglich ist, gibt es keinen Grund aufzugeben", meinte Michael Schumacher.

Lange Gesichter machten indes Ralf Schumacher und Nick Heidfeld. Der Toyota-Pilot hatte nach seinem Ausfall im Rennen auf dem Nürburgring schon als Dritter auf die Strecke auf der Ile Notre Dame fahren müssen und kam auch deshalb in 1:16,362 Minuten nur auf Rang zehn. Beide Toyota waren mit viel Sprit an Bord unterwegs, schafften es jedoch nicht die Reifen auf Temperatur zu bringen.

Als 13. erhielt Heidfeld (1:17,081) der 28-Jährige einen Dämpfer nach seinen zwei zweiten Plätzen in Monaco und auf dem Nürburgring. "Nach den guten Ergebnissen in den jüngsten Rennen war dies ein enttäuschendes Qualifying", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Für das Rennen am Sonntag werden Ferrari, McLaren-Mercedes, Sauber und Red Bull auf weiche Reifenmischungen setzen. Renault und BAR werden eine harte Gummi-Mischung einsetzen.

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