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GP Kanada

Schumi ohne Siegchance?

Foto: dpa

Im Qualifying war Ferrari nur Mitläufer. Während Renault vor dem Start vor Optimismus strotzt, wiegt sich der Rest des Feldes nicht in Sicherheit. Der Weltmeister versucht, sich mit viel Sprit an Bord an der Konkurrenz vorbei zu mogeln.

13.06.2004

Flavio Briatore jubelte, obwohl seine Fahrer die erste Startreihe verpasst haben. Zum einen sind Alsonso und Trulli ohnehin die besten Starter im Feld, zum anderen glaubt der Teamchef, noch einen Trumpf im Ärmel zu haben: "Alle, die vor uns stehen, fahren mit weniger Sprit." Alonso verpasste nach Meinung seiner Mannschaft die Bestzeit ohnehin nur deshalb, weil er beim Überfahren von Takuma Satos Trümmern (Highspeed-Dreher bei Start und Ziel) den Unterboden beschädigte.

Bei Williams-BMW ist der Jubel trotz der Startplätze eins und vier etwas verhaltener. Die Weißblauen erkauften ihr Qualifikations-Tempo höchstwahrscheinlich mit einer bescheidenen Sprit-Ladung. Ebenso sollen die BAR-Honda, der Jaguar von Christian Klien und beide McLaren-Mercedes auf eine Dreistopp-Strategie gepolt sein. "Ich gehe davon aus, dass einige länger fahren als wir", gesteht David Coulthard.

Ferrari: Auf einer Runde chancenlos

"Ich hoffe, dass der Sprit den Unterschied ausmacht", sagt Michael Schumacher. Ferrari will mit zwei Boxenstopps auskommen. Da die Roten erkannten, dass ihre Bridgestone-Pneus auf einer schnellen Runde chancenlos gegen die Michelin-Gegner sind, änderte das Team die Strategie und versucht nun, die Konkurrenz mit der Ausdauer der japanischen Gummis durchzureichen, was aber nur funktioniert, wenn Schumacher nicht im Verkehr stecken bleibt.

Bei Williams und BAR wiegt man sich nach der Qualifikation keineswegs in Sicherheit: "Eine Sekunde Vorsprung auf Michael Schumacher ist eigentlich nicht möglich", orakelt BMW-Sportchef Mario Theissen. BAR-Star Jenson Button tutet ins gleiche Horn: "Eine Sekunde auf Michael ist ungewöhnlich."

Wer ist der Schwerste im ganzen Land?

"Die müssen eine andere Strategie fahren", vermutet Jarno Trulli, dann aber wäre die Theorie von Teamchef Briatore falsch. Der irrt ohnehin, was den Füllgrad der Benzinreservoirs angeht. Seine Autos sind mit 55 Kilogramm Sprit betankt, Nick Heidfeld reibt sich schon freudig die Hände. Er hat 70 Kilogramm an Bord, ohne dass seine Rundenzeiten darunter sehr leiden würden. Am schwersten wähnt sich aber Giancarlo Fisichella: "Ich glaube nicht, dass einer mehr Sprit dabei hat als ich." So herrscht auch bei Sauber freudige Erwartung, in Montreal noch besser auszusehen als am Nürburgring.

Doch das Thema Boxenstrategie ist auf der Stop and Go-Strecke auf der Ile de Notre Dame nur ein Baustein zum Erfolg. In Kanada gewinnt der, der die Ausdauer der Bremsen am besten einteilt. Im Vorjahr gestand man bei Williams, die Scheiben wären explodiert, wenn das Rennen noch eine Runde länger gedauert hätte. Prompt kühlte das Team die Bremsen am ersten Trainingstag 2004 so stark, dass sie kaum auf Betriebstemperatur kamen.

Michael Schumacher bekam 2003 schon früh das Kommando, die Bremsen zu schonen. "Du musst die Abstimmung so hinkriegen, dass du bis zum Ende attackieren kannst", sagt Ross Brawn. Womit wir wieder bei Flavio Briatore wären. Der Renault-Häuptling hält seine Autos auch beim Bremsen für unschlagbar. Antworten auf alle ungeklärten Fragen gibt es um 18.30 Uhr (MEZ), wenn die roten Lichter der Startampel verlöschen.

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