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GP Korea 2010 Rennanalyse

Red Bull und McLaren stellen sich ein Bein

Formel 1 GP Korea 2010 Petrov Crash Foto: xpb 29 Bilder

In der Rennanalyse beantworten wir die offenen Fragen des GP Korea: Wieso flog Mark Webber ab? Und warum war McLaren so schlecht? Und wie kam Vitantonio Liuzzi eigentlich auf Platz sechs? Und ist Vitaly Petrov bei Renault nun endgültig unten durch?

24.10.2010 Bianca Leppert

Warum flog Mark Webber ab?

Der bis dahin WM-Führende Mark Webber verabschiedete sich bereits in der zweiten Runde nach dem Restart aus dem Rennen. Plötzlich bog er in die Mauer ab und kreiselte dann einmal quer über die Fahrbahn. Dabei erwischte ihn auch noch Nico Rosberg, der nicht mehr ausweichen konnte und selbst ausschied.

Webber nimmt den Fehler komplett auf seine eigene Kappe. "Ich bin auf den Kerb am Ausgang der Kurve 12 gekommen. Es war wie in Zeitlupe, als ich wieder runter fuhr - es war mein Fehler und es war nicht mein Tag", entschuldigt sich der Australier. "Ich dachte ich würde es einfangen, aber ich habe das Auto verloren und die Mauer berührt. Nicht sehr stark, aber es war genug, um das Auto wieder auf die andere Seite der Strecke zu schleudern. Dann hat mich Nico Rosberg getroffen, was sein Rennen ebenfalls zerstörte." Webber musste nach diesem Vorfall die WM-Führung an Fernando Alonso abtreten und liegt nun auf Rang zwei.

Hat sich Vitaly Petrov nun endgültig bei Renault disqualifiziert?

Vitaly Petrov gab im Rennen zunächst ein gutes Bild ab. Von Startplatz 20 losgefahren, fand er sich nach der ersten Boxenstopp-Phase bereits auf Platz sieben wieder. Im Gegensatz zu Teamkollege Robert Kubica wechselte er bereits in Runde 20 auf Intermediates. Kubica kam erst in Runde 31 rein und brauchte für seinen Stopp rund sieben Sekunden länger. Damit reihte er sich zunächst zwei Plätze hinter Petrov ein.
 
Doch der Vorteil für den Russen sollte nicht lange anhalten. In Runde 40 zerstörte er sein bis dahin gutes Rennen mit einem Unfall. "Ich habe Druck gemacht, um vor den Jungs hinter mir zu bleiben. Dann habe ich mein Auto in der vorletzten Kurve verloren und einen heftigen Crash gehabt – aber ich bin ok." Ganz im Gegensatz zum Auto. Denn der Renault ist ein Totalschaden. Nicht unbedingt die beste Empfehlung, wenn der Stuhl wackelt und im Hintergrund Heidfeld und Sutil um sein Cockpit buhlen. Wenn Petrov in Brasilien und Abu Dhabi kein Highlight zeigt, könnte es eng werden.

Was war mit McLaren los?

McLaren kam mit Lewis Hamilton zwar auf den zweiten Platz, doch so richtig erkämpft hat sich der Brite diese Position nicht. Er profitierte nicht nur von Sebastian Vettels Ausfall, sondern auch vom Crash zwischen Mark Webber und Nico Rosberg. Denn Rosberg steckte den McLaren-Pilot bereits nach dem Restart locker in die Tasche.
 
"Wir haben nicht das schnellste Auto", erkennt auch Hamilton. "Ich habe viel Zeit auf Fernando verloren, vor allem im letzten Sektor." In dem engen und winkligen dritten Streckenabschnitt gingen Hamilton rund drei Zehntel verloren. Im schnellen ersten Sektor war er dagegen Schnellster.
 
Hamilton wie auch Jenson Button klagten über Reifenprobleme. Beiden gelang es nicht, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Button fuhr vor jeder Kurve geradeaus, weil seine Vorderräder blockierten. Später blieb er im Verkehr stecken und schlug sich unter anderem mit Adrian Sutil herum, der ihn von der Strecke drängte.

Wie kam Vitantonio Liuzzi auf Platz sechs?

Der Name Liuzzi fand sich in letzter Zeit eher selten in den Top-Ten wieder. In Korea gelang dem Italiener aber seine beste Platzierung der Saison. Bei Force India feierte Teamchef Vijay Mallya das wie einen kleinen Sieg. "Es war eine tolle Leistung von Tonio, weil er einen kühlen Kopf bewahrt hat und bis zum Ende hart gekämpft hat."
 
So richtig hart musste der Force India-Pilot aber gar nicht kämpfen. Er profitierte als Topspeed-König davon, dass er auf der Geraden alle Angriffe abwehren konnte. Auch die Probleme bei Williams machten ihm leichtes Spiel. Nico Hülkenberg bog in Runde zehn wegen eines Plattfuß zu einem zweiten Stopp in die Box ab. "Das Auto war komplett unfahrbar, deshalb konnte ich das Rennen so nicht zu Ende fahren. Wir mussten stoppen und das hat uns heute ein gutes Resultat gekostet." Auch bei Rubens Barrichello versagten die Intermediates in Runde 52 endgültig ihren Dienst und der Brasilianer verlor zwei Plätze. "In den letzten fünf Runden gingen mir die Reifen aus, was uns am Ende zwei Plätze gekostet hat."

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