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GP Korea 2013 (Rennen)

Vettel-Sieg im Schatten von Hülk

GP Korea 2013 - Start Foto: xpb 66 Bilder

Sebastian Vettel hat den Grand Prix von Korea gewonnen. In einem spannenden Rennen mit einigen spektakulären Zwischenfällen ließ sich der Weltmeister auch von 2 Safety-Car-Phasen nicht aus der Ruhe bringen. Mann des Rennens war aber ein anderer deutscher Pilot.

06.10.2013 Tobias Grüner

Sebastian Vettel setzt seinen perfekten Lauf nach der Sommerpause fort. In Korea feierte der Heppenheimer seinen vierten Sieg in Folge. Von der Pole Position fuhr der Deutsche wieder einmal ein souveränes Rennen. Obwohl der Abstand nach hinten nicht so groß wie zuletzt in Singapur war, bot der Red Bull der Konkurrenz 55 Runden lang keine Angriffsfläche.

Viel Action hinter Vettel

Hinter dem Heppenheimer spielten sich in einem überraschend unterhaltsamen Rennen teilweise dramatische Szenen ab. Für den ersten Aufreger sorgte Sergio Perez in Runde 30. Beim Mexikaner platzte auf der Geraden der rechte Vorderreifen. Bis die großen Gummmistücke von der Bahn geräumt waren, musste das Safety-Car zum ersten Mal auf die Bahn.

Beim Restart 6 Runden später krachte Adrian Sutil mit seinem Force India in den Red Bull von Mark Webber. Mit beschädigter Motorabdeckung musste der Australier sein Auto abstellen, das sofort in der Auslaufzone Feuer fing. Ohne Kenntnis der Rennleitung kam ein Löschfahrzeug auf die Strecke. Deshalb musste das Safety-Car noch einmal auf die Bahn.

"Das war ein sehr interessantes Rennen. Der Start war sehr gut. Da war es wichtig, vorne zu bleiben. Ich konnte bis zum ersten Safety-Car den Abstand kontrollieren. Zum Glück kam es einigermaßen zum richtigen Zeitpunkt raus. Danach war es schwer, in einen guten Rhythmus zu kommen. Am Ende waren die beiden Lotus etwas schneller als ich. Aber ich konnte den Sieg ins Ziel bringen. Natürlich ist es ein fantastisches Ergebnis für mich", freute sich Vettel anschließend.

Kimi schnappt Grosjean zwischen den Safety-Cars

Die beiden Lotus-Piloten hatten sich schon vor der Safety-Car-Phase auf die Plätze 2 und 3 geschoben. In der Runde nach der ersten Neutralisation setzte Kimi Räikkönen zum entscheidenden Angriff gegen Romain Grosjean, der die Reihenfolge auf dem Podium zu Gunsten des Finnen entschied. Grosjean hatte zwar zum Ende des Rennens frischere Reifen, kam aber nicht mehr an seinem Teamkollegen vorbei.

"Wir haben uns entschieden, bei den ersten Stopps etwas früher reinzukommen. Das hat uns geholfen, ein paar Plätze zu gewinnen", erklärte der Finne, der direkt nach dem Start noch auf Rang 8 lag. Sein letztes Opfer war der eigene Teamkollege: "Romain hatte in der vorletzten Kurve einen kleinen Fehler. Da bin ich auf der Zielgeraden vorbeigekommen. Weil direkt danach auf der langen DRS-Gerade das Safety-Car rausfuhr, konnte er nicht mehr kontern."

Grosjean war trotz Rang 3 zufrieden. "Das hat heute viel Spaß gemacht. Aber es war harte Arbeit. Es fühlt sich gut an, wieder nah an Red Bull dran zu sein. Ich war auf einer guten Strategie. Leider kamen die Safety-Cars für mich nicht gerade zum perfekten Zeitpunkt."

Hülkenberg liefert große Verteidigungsschlacht

Knapp an seinem ersten Podiumsplatz vorbei schrammte Nico Hülkenberg. Der Rheinländer lieferte ein beherztes Rennen, in dem er sich ständig in der Verteidigungsrolle befand. Nach dem Restart der ersten Safety-Car-Phase hatte sich der Sauber-Pilot Lewis Hamilton geschnappt. Obwohl der Mercedes anschließend deutlich schneller war, konnte sich Hülk bis zur Ziellinie gegen die wütenden Angriffe seines britischen Gegners verteidigen.

"Es war mit Sicherheit eines meiner besten Rennen, ein kleines Meisterstück", strahlte Hülk später. "Ich hatte schon oft Autos im Rückspiegel, aber heute hat Lewis mächtig gedrückt. Ich musste hauptsächlich schauen, dass ich immer gut aus Kurve 1 rauskomme. Das war nicht das erste Mal, dass ich im Rennen unter Druck stand. Das lernt man in den Serien unter der Formel 1, man muss einfach seinen Stiefel durchfahren."

In der Anfangsphase hatte sich auch Fernando Alonso schon die Zähne an Hülkenberg ausgebissen. Der Ferrari-Pilot musste sich am Ende mit Rang 6 zufrieden geben, was ihn in der WM fast aussichtslos hinter Vettel zurückwarf. "Wir haben schon im Training gesehen, dass wir im Dauerlauf nicht so stark sind. Das hat sich leider heute bestätigt. Dass ich lange hinter Hülkenberg hing, hat den Reifen auch nicht geholfen. Ich hoffe, dass wir in Suzuka wieder um das Podium kämpfen können", erklärte Alonso ernüchtert.

Rosberg lässt die Funken sprühen

Nico Rosberg landete auf Rang 7. Der Deutsche war zwischenzeitlich sehr gut unterwegs und bereits an seinem Teamkollegen Hamilton vorbei. Doch in der 27. Runde knickte plötzlich ohne sichtbare Fremdeinwirkung der Frontflügel am Silberpfeil ab. Funkensprühend raste der Silberpfeil zum Reparaturstopp. Der Wechsel kostete 22 Sekunden. Durch die Safety-Car-Phasen kam Rosberg wieder heran. Am Ende fehlte eine halbe Sekunde auf Alonso.

"Wieder mal eine super Leistung von Nico Hülkenberg", gratulierte Rosberg seinem Landsmann. "Für mich war es wieder sehr enttäuschend heute. Ich war schon so gut wie auf dem Podium und dann knickt der Frontflügel ab. Das hat sich auch nicht angekündigt, es machte zack und dann war das Ding unten. Das Auto fühlte sich nach dem Wechsel wieder ganz normal und gut an. Jetzt müssen auch mal wieder ein paar Resultate her."

Platz 8 ging an Jenson Button vor Felipe Massa im zweiten Ferrari. Der Brasilianer fiel schon in der Startphase weit zurück, konnte sich aber mit einigen beherzten Überholmanövern noch in die Punkte kämpfen. Perez landete trotz seines Reifenschadens noch auf Rang 10. Nach dem Rennen musste er noch zu den Stewards, weil er sich gleich zwei Mal mit Massa angelegt hat.

Sauber holt Toro Rosso ein

Zum Ärger von Esteban Gutierrez verzichteten die FIA-Kommissare aber auf eine Strafe für seinen Landsmann. Dem Rookie fehlten im Ziel 0,8 Sekunden auf den ersten Punkteplatz seiner Karriere. Aber auch alleine durch den 4. Platz von Hülkenberg konnte sich Sauber im Konstrukteurspokal auf Position 7 nach vorne schieben. Die Schweizer haben genau wie Toro Rosso 31 Punkte, aber durch das Korea-Ergebnis die bessere Einzelplatzierung. "Das ein oder andere Bier wird mit dem Team mit Sicherheit getrunken", grinste Hülkenberg.
 
In der Fahrer-WM machte Sebastian Vettel mit seinem vierten Sieg in Folge den nächsten großen Schritt in Richtung WM-Titel. Mit 272 Punkten hat sich der Deutsche nun deutlich von Fernando Alonso (195) abgesetzt. Dritter ist Kimi Räikkönen mit 167 Zählern. Lewis Hamilton fiel mit 161 Punkten hinter den Iceman zurück. Das nächste Rennen ist bereits in 7 Tagen im japanischen Suzuka.

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