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GP Korea auf der Kippe?

Aktuelle Bilder der F1-Baustelle

GP Korea Baustelle Foto: ams 15 Bilder

Einige Formel 1-Teams haben Mitte August Abgesandte nach Korea geschickt. Was sie auf der Baustelle des Korean International Circuit sahen, erschreckte sie. Wenig sprach dafür, dass am 24. Oktober ein Grand Prix stattfindet. Bernie Ecclestone bleibt trotzdem optimistisch.

28.08.2010 Michael Schmidt

Ferrari betet dafür, dass der GP Korea stattfindet. Wer in der WM hinten liegt, braucht jedes Rennen. Am Wochenende des GP Belgien wurden die Gerüchte jedoch lauter, dass der drittletzte Grand Prix des Jahres abgesagt werden könnte.

Wo sind die Bauarbeiter?

Die Teams brachten Fotos von der Baustelle mit. Sie wurden am 13. August geschossen. Darauf sieht man kein einziges Stück Asphalt, dafür viel Sand und Baumaterial. Der Untergrund der Strecke war noch nicht einmal gewalzt. "Und was mich am meisten erschreckt", sagte Eddie Jordan beim Betrachten der Fotos: "Ich sehe kaum Leute auf der Baustelle."

Andererseits sagt Red Bull-Teamchef Christian Horner: "Wir haben für den kommenden Samstag auf der Rennstrecke eine Demonstrationsfahrt mit Karun Chandhok geplant. Wenn bis jetzt noch kein Asphalt liegt, können wir vielleicht nur ein kurzes Stück befahren."

Korea GP auf halbfertiger Anlage

Experten glauben, dass es immer noch möglich ist, bis zum 24. Oktober das 5.621 Meter lange Asphaltband zu verlegen. Auch wenn ein frischer Streckenbelag seine Risiken birgt. Der GP Belgien 1985 musste nach dem dritten Training am Samstag abgesagt werden, weil die eine Woche zuvor verlegte Asphaltdecke aufgebrochen war.

Selbst wenn die Koreaner noch rechtzeitig ihre Strecke fertig bringen, wird der Formel 1-Zirkus mit einem Provisorium leben müssen. Das Boxengebäude wird bis zum Rennen wahrscheinlich nicht mehr ganz fertig. Die Auslaufzonen werden wie Sandwüsten aussehen.

Ecclestone würde Geld auf Austragung setzen

Formel 1-Boss Bernie Ecclestone antwortet auf die Frage, ob der Grand Prix von Korea stattfinden wird, zunächst zweideutig. "Er steht immer noch im Kalender." Als wir ihn darauf festnageln, ob er Geld auf die Austragung des GP Korea wetten würde, meinte der 79-jährige Brite wild entschlossen: "Ja, das würde ich. Irgendwie werden sie das schon hinkriegen."

Ecclestone setzt offenbar auf die Ehre der Koreaner. Eine aufstrebende Industrienation kann sich kaum die Blamage leisten, trotz genügend Vorlauf die Baumaßnahmen auf der Rennstrecke nicht rechtzeitig abzuschließen. Sollte der schlimmste Fall eintreten, würde die Weltmeisterschaft wahrscheinlich auf 18 Rennen schrumpfen. Die Frage nach einem Ersatz-Grand Prix beantwortet Ecclestone mit einer Gegenfrage: "Sagen Sie mir bitte, wo der stattfinden und wer ihn bezahlen soll."

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