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GP Korea weiter von Absage bedroht

FIA-Inspektion erst nach Suzuka

Korea International Circuit Foto: Red Bull 26 Bilder

Die FIA hat die Inspektion der neuen Rennstrecke von Korea um zwei Wochen verschoben. Rennleiter Charlie Whiting wird die Piste in Yeongam erst nach dem GP Japan in Suzuka abnehmen. Bei größeren Mängeln bliebe dann keine Zeit mehr zur Korrektur.

29.09.2010 Tobias Grüner

Der GP Korea steht weiter auf der Kippe. Eigentlich sollte die neue Rennstrecke in dieser Woche von der FIA besichtigt werden. Doch der eigentliche Termin am Dienstag (28.9.) wurde kurzfristig abgesagt. Als offizieller Grund wurde ein koreanischer Feiertag vorgeschoben.

FIA-Inspektion entscheidet über Austragung

Anstatt die Inspektion einen Tag später durchzuführen wurde nun ein neuer Termin in zwei Wochen festgelegt. Die FIA-Delegation will nun direkt nach dem Grand Prix von Japan nach Korea fliegen, um sich über die Baufortschritte zu informieren. Dann werden hoffentlich auch die Asphaltarbeiten beendet sein. Mit dem Auftragen des obersten Fahrbahnbelag wurde erst in dieser Woche begonnen.

Auf der Baustelle beginnt nun ein Rennen gegen die Zeit. Große Fehler dürfen sich die Koreaner dabei nicht erlauben. Wenn Whiting bei seinem Inspektionstermin am 12. Oktober Mängel entdeckt, bleiben bis zum ersten Freien Training nur noch zehn Tage. Größere Umbauten sind dann nicht mehr möglich, weshalb eine kurzfristige Absage der gesamten Veranstaltung immer noch im Raum steht.

Ecclestone hofft auf  GP Korea-Premiere

Zuletzt äußerte selbst F1-Boss Bernie Ecclestone Zweifel an der fristgerechten Fertigstellung. "Sie sagen, alles sei okay. Wir müssen hoffen, dass sie recht haben.", sagte der Brite der BBC. Auch bei den Teams schwindet das Vertrauen in die Veranstalter des GP Korea. Hinter vorgehaltener Hand äußerten einige Teamchefs Kritik über die anhaltende Ungewissheit einen Monat vor dem Grand Prix.

Der Asphalt könnte für den GP Korea zum größten Problem werden. Es wäre nicht das erste Mal in der Formel 1-Geschichte, dass eine kurzfristig verlegte Fahrbahndecke zur Absage eines Grand Prix führt. In Spa wurde 1985 ebenfalls erst wenige Wochen vor dem Rennen neu asphaltiert. Nachdem die mächtigen Turbo-Autos schon im Training tiefe Furchen in den Belag gerissen hatten, musste das Rennen vom Mai in den September verlegt werden. Eine Verschiebung kommt im Falle Koreas jedoch nicht in Frage. Drei Wochen nach dem Grand Prix-Termin findet bereits das Saisonfinale in Abu Dhabi statt.

Asphalt-Probleme auch in Zolder, Dallas und Montreal

Auch in Zolder 1973 sorgte der Asphalt für Probleme. Die Veranstalter hatten die Piste nach der kurzfristigen Grand Prix-Zusage nur notdürftig asphaltiert. Beim Rennen glich der Belag einer Steinwüste. In der Saison 1984 verhinderten notdürftige Ausbesserungen auf dem Stadtkurs von Dallas gerade noch eine Absage. Die Fahrer hatten sich bereits darauf verständig, nicht anzutreten.

Probleme mit der Fahrbahn gab es auch in der jüngeren Vergangenheit. 2008 brach die Asphaltdecke in der Spitzkehre von Montreal auf. Auch hier mussten die Bauarbeiter zwischen den Sessions notdürftig Löcher stopfen, um das Rennen sicher über die Bühne zu bekommen.

Webber einziger Gewinner der GP Korea-Absage

Die Absage des einzigen neuen Rennens in der Formel 1 wäre für die Fans und viele Fahrer eine große Enttäuschung. Im spannendste Saisonfinale aller Zeiten, mit gleich fünf Piloten an der Spitze des Klassements, war zuletzt jedes Rennen ein Hit. Nur einer würde sich über eine Absage des GP Korea freuen: Mark Webber. Bei elf Punkten Vorsprung auf Fernando Alonso, und 20 Zählern Abstand zu Lewis Hamilton, käme dem Australier jede Rennabsage gelegen.

McLaren muss dagegen aufholen. Teamchef Martin Whitmarsh hofft verständlicherweise, dass die Probleme in Korea gelöst werden. "Ich hätte es natürlich lieber im Kalender", grinst der Engländer. "Dann wären insgesamt noch 100 Punkte zu vergeben. Wir können heutzutage auf jeder Art von Asphalt fahren. Ich hoffe, sie bekommen es hin. Ich habe auch zuletzt viele Gerüchte gehört, aber wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf Japan."

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