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GP Korea - Erste Eindrücke von der Strecke

Landet jemand in der Mauer?

Formel 1 GP Korea 2010 Strecke Foto: Bianca Leppert 31 Bilder

Am Donnerstagvormittag des GP Korea haben die ersten Formel 1-Piloten die Strecke ausgekundschaftet. auto-motor-und-sport.de hat sich mit einige Piloten unterhalten. Die Mauer in der letzten Kurve könnten knifflig werden.

21.10.2010 Bianca Leppert

Noch sind die Formel 1-Piloten beim GP Korea zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Jarno Trulli, Sakon Yamamoto und Christian Klien joggten einmal rundherum und schlugen damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Erst morgen werden sie im Training das erste Mal mit dem Formel 1-Auto auf dem 5,621 Kilometer langen Kurs ihre Runden drehen und genau wissen, worauf es ankommt. Doch schon nach dem ersten Rundgang steht fest: Die Mauern in der letzten Kurve und die anschließende Boxeneinfahrt benötigen besonders viel Konzentration.

Schnelle Boxengassen-Einfahrt

"Die Boxeneinfahrt und die letzte Kurve mit den Mauern könnte schwierig werden", meint Virgin-Pilot Timo Glock. Denn die Piloten sind hier noch mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Erst unter der Brücke beginnt das Speed-Limit. "Es ist die Frage, ob es Sinn macht, das Stück davor so schnell zu machen."
 
Auch Renault-Pilot Vitaly Petrov macht sich ein wenig Sorgen. "Die Boxeneinfahrt ist gefährlich und in der letzten Kurve sind wir nah an der Mauer", meint der Russe. Im Allgemeinen verzeiht der Korean International Circuit an einigen Stellen keine Fehler. "Die ein oder andere Auslaufzone ist sehr eng", meint Glock.

Positiver Gesamteindruck

Ob sich wirklich jemand in der Mauer wiederfindet, werden wir am Freitag im Training sehen. Denn erst nach der "Jungfernfahrt" können die Formel 1-Piloten präzise Aussagen treffen. Der Gesamteindruck scheint bei den meisten aber positiv zu sein. "Die Strecke gefällt mir sehr gut", meint Adrian Sutil. "Es ist zwar immer noch eine Baustelle, aber die Strecke ist ja fertig. Am besten gefällt mir die Vollgas Links-Rechts-Links-Passage. Man kann fahrerisch viel herausholen, wenn man mit der Strecke gut zurecht kommt."
 
Davor muss sich allerdings erst einmal Grip bilden. Denn noch ist der Kurs völlig ohne Haftung. "Es ist noch sehr dreckig", berichtet Petrov. "Es wird eine Zeit dauern, bis es sauber wird. Aber das ist normal für eine neue Strecke." Vor allem die Entwicklung der Piste während des gesamten Wochenendes dürfte die Fahrer und Ingenieure vor eine Herausforderung stellen. Mit jeder Sitzung werden sich die Gripverhältnisse verändern. "Die Frage ist, wie lange es dauert, bis wir gute Streckenverhältnisse haben", sagt Glock. "Davor kann man in Sachen Set-up nicht viel machen."

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