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GP Korea 2012 (Rennen)

Vettel rast mit Sieg an die WM-Spitze

Start GP Korea 2012 Foto: xpb 63 Bilder

Mit dem Sieg beim Grand Prix von Korea hat sich Sebastian Vettel an die Spitze der Formel 1-WM geschoben. Mark Webber sorgte auf Rang zwei für einen Red Bull-Doppelsieg. Fernando Alonso musste sich hinter der blauen Wand mit Rang drei zufrieden geben.

14.10.2012 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist aktuell nicht zu stoppen. Nach Singapur und Suzuka feierte der Heppenheimer in Korea den dritten Sieg in Folge. In einem ereignisarmen Rennen fiel die Entscheidung schon gleich am Start. Auf dem Weg zur ersten Kurve zog Vettel an Polesitter Mark Webber vorbei und gab die Führung anschließend nicht mehr her. Nach 55 Runden rollte der Weltmeister mit 8,2 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie.

"Das war ein tolles Rennen", freute sich Vettel anschließend. "Die Grundlage war ein guter Start. Ich war mir vorher nicht sicher, weil meine Seite dreckiger war. Aber dann bin ich gut von der Linie weg gekommen und konnte vorbeigehen. Auf der langen Geraden danach war es ganz eng, aber ich konnte mich vor Mark halten. Er hat im ersten Stint viel Druck gemacht."

Am Ende musste Vettel das Auto nur noch ins Ziel bringen. "Das war gar nicht so einfach. Der rechte Vorderreifen hat uns etwas Sorgen bereitet. Einmal habe ich mich heftig verbremst." Mark Webber zeigte sich mit Rang zwei etwas enttäuscht. "Mein Start war leider nicht sensationell. Ich kam danach leider nicht vorbei. Es war ein gutes Rennen von Sebastian und ein toller Tag für das Team."

Zwei Ferrari hinter zwei Red Bulls

Als Belohnung für ein taktisch fehlerfreies Rennen gab es im Ziel die WM-Führung. Fernando Alonso konnte zwar mit Rang drei Schadensbegrenzung betreiben, in der Fahrerwertung liegt der Spanier nun aber sechs Zähler hinter seinem deutschen Konkurrenten zurück. Zuletzt hatte Vettel nach dem Rennen in Barcelona im Mai die Spitze übernommen.

Trotz seines Sieg-Hattricks wollte der Red Bull-Pilot aber noch nicht von einer Vorentscheidung sprechen. "Die Saison hat gezeigt, dass noch viel passieren kann. Wir konnten uns hier noch einmal verbessern. Ich hoffe, wir können diesen Schwung in die nächsten Rennen mitnehmen." Alonso zeigte sich ebenfalls nicht unzufrieden. "Wir müssen damit glücklich sein. Red Bull ist aktuell schwer zu schlagen. Wir brauchen noch einen guten Schritt nach vorne, um den Kampf in den letzten vier Rennen spannend zu halten."

Felipe Massa sorgte auf Rang vier direkt hinter Alonso für eine gelungene Teamleistung von Ferrari. Der Brasilianer fuhr zwischenzeitlich sogar schneller als Alonso, durfte aber natürlich nicht angreifen. Als Entschädigung dürfte es für Massa aber bald die Vertragsverlängerung bei Ferrari geben.

Hülkenberg mit starker Leistung auf Rang sechs

Hinter den beiden Red Bull und den beiden Ferrari fuhr Kimi Räikkönen auf Rang fünf ein relativ einsames Rennen. Spannender wurde es im Kampf um die sechste Position. Lewis Hamilton hatte zu Beginn die besten Chancen. Doch der Brite klagte schon nach wenigen Runden über Probleme mit dem Reifenverschleiß. Während die meisten Piloten auf zwei Stopps setzten, musste Hamilton drei Mal bei seinen Mechanikern vorbeikommen.

Damit lautete das Duell um Platz sechs Nico Hülkenberg gegen Romain Grosjean. In der 33. Runde, direkt nach den zweiten Boxenstopps, ging zunächst der Franzose vorbei am Deutschen. Acht Runden später revanchierte sich Hülk mit einem spektakulären Manöver. Innerhalb von zwei Kurven kämpfte er sich sowohl an Grosjean als auch an Hamilton vorbei.

"Es kam spontan aus der Situation heraus", analysierte der Rheinländer später das starke Manöver. "Romain und Lewis hatten sich vor mir in der Wolle und haben relativ früh gebremst. Lewis hat noch versucht mich rauszudrücken, aber ich habe mir gedacht, wenn ich schon in dieser Situation bin, dann muss ich auch dagegenhalten. Es hat geklappt. Je mehr Kilometer man in der Formel 1 hat, desto leichter wird es."

Auf den Plätzen acht und neun liefen überraschend die beiden Toro Rosso ein. Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne zeigten eine starke Rennpace und konnten auf den letzten Metern sogar Lewis Hamilton hinter sich halten, der nach seinem dritten Stopp nur auf Platz zehn ins Ziel kam.

Keine WM-Punkte für Mercedes und Sauber

Michael Schumacher landete wie schon in Suzuka außerhalb der Punkte. Der Rekordchampion landete hinter Paul Di Resta (Force India) und Sergio Perez (Sauber) abgeschlagen auf Rang 13. Die Rennpace des Mercedes war im Vergleich mit den Toro Rosso einfach nicht gut genug.
 
Auch für den zweiten Mercedes-Piloten gab es nichts Zählbares. Für Nico Rosberg war das Rennen wie schon in Suzuka nach wenigen Metern beendet. Beim Anbremsen der dritten Kurve krachte Kamui Kobayashi von hinten in den Silberpfeil. Den McLaren von Jenson Button räumte der Sauber-Pilot, der beim Heimspiel in Japan noch auf dem Podium landete, gleich mit ab. Alle drei Piloten mussten das Rennen vorzeitig aufgeben.

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