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GP Korea vor der FIA-Inspektion

Asphalt in Korea immer noch nicht fertig

Korea International Circuit Foto: KIC 26 Bilder

Am Dienstag (28.9.) wird FIA-Rennleiter Charlie Whiting die Strecke des GP Korea inspizieren. Danach fällt die Entscheidung über eine mögliche Absage. Größtes Fragezeichen ist der Asphalt. Die Koreaner beginnen erst kommende Woche damit, den endgültigen Belag aufzutragen.

23.09.2010 Michael Schmidt

Vier Wochen vor dem GP Korea steht noch immer nicht hundertprozentig fest, ob der 17. Lauf zur Formel 1-Weltmeisterschaft stattfinden kann. Letztes Hindernis ist die FIA-Inspektion am 28. September. Dann wird FIA-Rennleiter Charlie Whiting bei einem Ortstermin in Augenschein nehmen, ob bei Sicherheitseinrichtungen wie Auslaufzonen, Zäunen, Mauern und Reifenstapeln alles gemäß den Konstruktionsplänen umgesetzt wurde.

Der FIA-Mann muss dann abschätzen, ob die Koreaner in der Lage sind, noch nicht erledigte Arbeiten innerhalb von vier Wochen fertigzustellen. Es ist allerdings nicht unbedingt damit zu rechnen, dass die FIA ihre Entscheidung über eine Absage des GP Korea sofort bekannt gibt. Denn der Korean Valley-Kurs wird am kommenden Dienstag auf keinen Fall betriebsbereit sein.

GP Korea: Oberste Asphalt-Schicht fehlt noch

Die Bauarbeiten werden auf jeden Fall zur Last-Minute-Aktion. Das größte Hindernis ist offenbar der Streckenbelag. Spione aus Korea berichten, dass bis jetzt nur das Fundament für die 5,621 Kilometer lange Strecke liegt. Auf diesem Unterbau drehte Karun Chandhok in einem Red Bull vor drei Wochen einige Showrunden. Mit dem Auftragen der endgültigen Asphaltschicht wollen die Koreaner erst kommende Woche beginnen.

Experten rechnen damit, dass das Asphaltieren rund fünf Tage in Anspruch nimmt. Wenn das Wetter mitspielt. Unter ungünstigsten Bedingungen könnte der Asphalt aber auch erst eine Woche vor dem GP Korea über die komplette Länge des halb permanenten, halb aus öffentlichen Straßen bestehenden Kurses verlegt sein. Dann wird es eng.

Kein Nachholtermin möglich

Wir erinnern uns an Spa 1985. Da hatte der Veranstalter ebenfalls kurz vor dem Grand Prix einen neuen Asphalt auftragen lassen. Nach dem dritten Training streikten die Fahrer. Die Formel 1-Autos hatten tiefe Furchen in den frisch verlegten Asphalt gegraben. Die Bilder erinnerten eher an eine Rallye als ein Autorennen. Der Grand Prix wurde abgesagt und fünf Monate später neu angesetzt. Das ist im Fall Korea nicht mehr möglich.

Der Weltverband wird alles tun, um dem Veranstalter eine Chance zu geben. Es gibt zwar eine Regel, wonach eine neue Rennstrecke 60 Tage vor dem Rennen betriebsbereit sein muss, doch die wurde zuletzt schon in vielen Fällen unterschritten. Weder Shanghai noch Istanbul, Abu Dhabi oder Bahrain waren zum 60-Tage-Termin fertig. In Bahrain wurden die letzten Arbeiten in der Woche vor dem Grand Prix vorgenommen. Der Veranstalter war in Zeitnot geraten, weil Bernie Ecclestone den Grand Prix kurzfristig von Oktober auf April vorverlegt hatte.

WM-Jäger hoffen auf Austragunng des GP Korea

Im Fall GP Korea gibt es handfeste Interessen, dass der Grand Prix stattfindet. Für die Teams, die in der Weltmeisterschaft einen Rückstand aufholen müssen und fest mit 19 Läufen gerechnet haben, wäre eine Absage ein echtes Problem. Auch Korea kann sich die Blamage einer Absage der GP-Premiere nicht leisten. Das asiatische Land sonnt sich gerne im Licht einer Hightech-Nation.

Formel 1-Generalsponsor LG hat sein Hauptquartier in Seoul. LG hat für das Heimspiel eine groß angelegte Werbekampagne geplant. Nur Bernie Ecclestone kann der Entscheidung der FIA gelassen entgegensehen. Wie man hört, ist das Antrittsgeld für seine 24-Wagen Roadshow in Korea bereits auf seinem Konto eingetroffen.

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