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GP Malaysia 2010 - Ergebnis Qualifying

Webber vor vier deutschen Piloten auf Pole

Malaysia 2010 Foto: xpb 66 Bilder

Update ++ Neue Fotos ++ Mark Webber heißt der Sieger in der Regenlotterie von Malaysia. Hinter dem Red Bull-Australier belegen gleich vier Deutsche Piloten die Plätze zwei bis fünf. Michael Schumacher landete auf Rang acht. Ferrari und McLaren starten am Sonntag von ganz hinten.

03.04.2010 Tobias Grüner

Malaysia ist seinem Ruf mal wieder gerecht geworden. Bei chaotischen Wetterbedingungen wurde das Qualifying von Sepang am Samstag zur großen Lotterie. Der große Sieger heißt Mark Webber, der sich dank einer taktischen Meisterleistung auf die Pole Position setzte. Die WM-Favoriten von McLaren und Ferrari stehen dagegen in den hinteren Reihen.

Der Schlüssel zu Webbers Erfolg lag in der Reifenwahl in den letzten Runden des dritten Abschnitts. Als einziger Pilot setzte der Australier auf Intermediate-Reifen. Die komplette Konkurrenz war hier auf Extrem-Wetter-Pneus unterwegs. Über eine Sekunde Vorsprung vor Mercedes-Pilot Nico Rosberg zeigen deutlich, dass der Routinier als einziger die richtige Entscheidung traf. "Das war einfach sehr tückisch heute", erklärte Webber anschließend. "Mein Ingenieur traf am Ende die Entscheidung. Neun Piloten sind in die eine Richtung gegangen. Ich in die andere. Es war die richtige Wahl."
 
Hinter Rosberg folgten mit Sebastian Vettel (Red Bull), Adrian Sutil (Force India) und Nico Hülkenberg (Williams) noch drei weitere deutsche Piloten auf den begehrten Plätzen in den ersten Startreihen. "Es ging wirklich hoch und runter", erklärte Rosberg. "Das erste Mal in der ersten Startreihe ist natürlich schön für mich. Ausgerechnet beim Heimrennen von Petronas. Ich bin sehr zufrieden."

Auch Vettel war nicht unglücklich. "Das ist doch ein gutes Resultat für das Team. Es hatte wohl keiner gedacht, dass es so schnell abtrocknet. Glückwunsch an Mark. Er war heute ein richtiges Pokerface." Für Rekordweltmeister Michael Schumacher blieb dagegen nur der achte Startplatz. "Es hätte sicher etwas mehr drin sein können", klagte der Mercedes-Pilot anschließend. "Ich habe etwas verhalten angefangen, um nicht rauszurutschen, aber in der zweiten Runde waren die Reifen schon wieder hinüber."

Ferrari und McLaren starten ganz hinten
 
Für die beiden selbsternannten Top-Teams Ferrari und McLaren lief es noch viel schlimmer. Sie stellten sich schon in der ersten Qualifying-Runde ein Bein. Als es zu Beginn der Session leicht tröpfelte verharrten die roten und silbernen Autos am längsten in der Box. Als der Regen zunahm, war es schon zu spät für eine gute Runde. Fernando Alonso (Platz 19) und Felipe Massa (Platz 21) schafften die Vorgabe von Lotus-Pilot Heikki Kovalainen ebenso wenig wie Lewis Hamilton (Platz 20) im McLaren.
 
Weltmeister Jenson Button qualifizierte sich zwar von der Zeit her für den zweiten Abschnitt, rutschte mit seinem McLaren jedoch kurz darauf ins Kiesbett und steckte fest. Auf Position 17 musste er für den Rest des Zeittrainings aus der Box zuschauen. "Immerhin steht mein Teamkollege hinter mir", übte sich der McLaren-Pilot in Galgenhumor. "Wir hatten die Vorhersage, dass es nicht so lange regnen würde. Deshalb sind wir in der Box geblieben. Das war definitiv ein Fehler", erklärte Leidensgenosse Massa anschließend.

Glock schafft es in Q2

Sogar Timo Glock schaffte als 16. den Sprung in die zweite Runde des Qualifyings. Auf diesem Platz geht der deutsche Virgin-Pilot am Sonntag auch ins Rennen. Damit war Glock aber nicht der beste Neuling: Auch Lotus feierte ausgerechnet beim Heimspiel in Malaysia den ersten Einzug in den zweiten Abschnitt. Heikki Kovalainen blieb im Q2 zweieinhalb Zehntel vor Glock und startet somit auf Rang 15. Der Deutsche war allerdings nicht unzufrieden mit dem Ergebnis: "Es war optimal, dass wir ins Q2 gekommen sind. Dort haben wir uns allerdings mit dem Reifendruck total vertan, sonst hätten wir den Kovalainen auch noch bekommen."

Im letzten Qualifikationsabschnitt nahm der Regen noch einmal an Intensität zu. Die Session musste nach 2:43 Minuten zwischenzeitlich sogar komplett abgebrochen werden. Der Regen wurde so stark, dass eine Weiterfahrt unmöglich wurde. Immerhin schafften es alle Piloten, ihre 750 PS Motorboote nach der kurzen Einführungsrunde wieder heil an die Box zurück zu navigieren.

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Lesen Sie zu diesem Thema auch den aktuellen Blog von F1-Experte Michael Schmidt:

>> Malysia-Qualifying: Strafe für die Arroganz

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