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Formel 1: Grand Prix Malaysia 2010 - Ergebnis Rennen

Vettel-Sieg im dritten Anlauf - Schumi raus

Sebastian Vettel Foto: dpa 63 Bilder

Im dritten Versuch hat Sebastian Vettel endlich den ersten Saisonsieg gelandet. In Malaysia verwies der Red Bull-Pilot seinen Teamkollegen Mark Webber auf Rang zwei. Nico Rosberg fuhr dahinter das erste Mercedes-Podium nach Hause. Michael Schumacher musste vorzeitig aufgeben.

04.04.2010 Tobias Grüner

Nach zwei Pleiten in Bahrain und Australien ist das Glück zu Sebastian Vettel zurückgekehrt. Von Startplatz drei aus schnappte sich der junge Red Bull-Pilot schon in der ersten Kurve die Führung. Polesetter Mark Webber konnte das Tempo seines Teamkollegen zwar das ganze Rennen mitgehen, einen echten Angriff startete der Australier allerdings nicht.

"Ich bin sehr glücklich. Alle guten Dinge sind drei", strahlte Vettel nach der Siegerehrung. "Ich hatte einen sehr guten Start und konnte mich in den Windschatten von Mark (Webber) setzen. Er hat sich da auch sehr fair verhalten. Nach den ersten zwei Rennen wurde jetzt auch endlich Zeit, dass es geklappt hat. Ich bin froh, dass wir den Ofen hier jetzt verlassen können."

Teamkollege Webber war nicht ganz so froh: "Der Start ist heutzutage immer der entscheidende Teil. Ich habe bis Kurve vier gekämpft. Es hätte auch andersrum ausgehen können. Ich wäre natürlich lieber einen Platz weiter vorne angekommen, aber die Chemie im Team stimmt."

Erstes Podium für Mercedes

Auf Rang drei kam mit Nico Rosberg ein weiterer deutscher Pilot auf das Treppchen. Der Wiesbadener sorgte damit im dritten Rennen für den ersten Podiumsplatz für das neue Mercedes-Werksteam. "Das ist ein tolles Ergebnis", freute sich Rosberg. "Mein Start war leider nicht so gut, was meine eigene Schuld war. Da wollte ich zuviel und die Räder drehten durch. Auf den weichen Reifen lief es zu Beginn aber auch nicht optimal. Aber nach dem Wechsel war es besser und ich konnte das Ergebnis ins Ziel bringen."

Für seinen Teamkollegen Michael Schumacher lief der Grand Prix in Sepang dagegen nicht wie geplant. Die Schumi-Fans vor den heimischen TV-Geräten mussten schon in Runde zehn den Ausfall des Rekordchampions bedauern.

Technischer Defekt bei Schumacher

Ohne ersichtlichen Grund rollte der Silberpfeil des Deutschen in Kurve neun plötzlich aus. Erst eine genaue Untersuchung durch den Rekordchampion brachte die Ausfallursache ans Tageslicht: "Ich war die letzten paar Meter ohne Radmutter unterwegs", erklärte der Mercedes-Pilot nach der Begutachtung seines Gefährts. "Ich dachte zuerst, die Aufhängung wäre kaputt, aber das war es doch nicht."

Hinter den Podiumsplätzen konnte Robert Kubica wie schon in Australien für eine Überraschung sorgen. Auf Rang vier fuhr der Pole weitere wichtige Punkte für die Gesamtwertung ein. Wie Vettel legte der Renault-Pilot den Grundstein für das gute Ergebnis bereits am Start, als er Adrian Sutil und Nico Hülkenberg hinter sich ließ.

Sutil hält Hamilton hinter sich

Sutil konnte sich nach einem harten Kampf mit Lewis Hamilton wenigstens über Rang fünf freuen. "Es war ein gutes Rennen, am Ende war es ein wenig langweilig hinter Robert (Kubica) herzufahren. Ich freue mich aber sehr den fünften Platz heute nach hause gefahren zu haben." Die Zähler in der zweiten Hälfte der Top Ten gingen hauptsächlich an die weit hinten gestarteten Piloten der beiden Top-Teams McLaren und Ferrari. Lewis Hamilton pflügte sich schon schnell durchs Feld und musste erst hinter Sutil auf Rang sechs zurückstecken.
 
Felipe Massa beendete ein beherztes Rennen mit einer guten Taktik auf Rang sieben. Dabei konnte er kurz vor Schluss sogar den McLaren von Weltmeister Jenson Button auf der Strecke überholen und seinem Teamkollegen Fernando Alonso die WM-Führung entreißen. Der Spanier verlor kurz vor Schluss zwei sicher geglaubte Punkte, als der Motor seines Ferrari plötzlich explodierte.

Erste WM-Punkte für Alguersuari und Hülkenberg

Von dem Pech des Ferrari-Piloten profitierten zwei Formel 1-Youngster: Toro Rosso-Pilot Jaime Alguersuari (Platz 9) gewann ebenso wie Nico Hülkenberg (Platz 10) in Malaysia seine ersten WM-Zähler. Dabei entschied der Spanier das Duell der beiden Punkte-Debüttanten mit einem spektakulären Manöver für sich, als er Hülkenbergs Williams in einer schnellen Kurve außen überholte. "Die Hinterreifen haben von Anfang an stark abgebaut, ich hatte das ganze Rennen viel zu kämpfen", analysierte Hülkenberg anschließend.
 
Für Timo Glock ging das Rennen wieder einmal nicht über die geplante Distanz. Schon in Runde drei musste er sein Auto neben der Strecke abstellen. "Ich wollte Trulli zur Kurve neun überholen, dann haben die Hinterreifen blockiert", berichtet der Virgin-Pilot. "Ich habe mich gedreht und wir haben uns berührt. Dann war leider auch schon der Motor aus. Das war ein Fehler von meiner Seite. Das ist doppelt ärgerlich."

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