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GP Malaysia 2011 - Die Vorschau

Vettel-Festspiele zweiter Teil?

GP Malaysia 2010 Foto: xpb 25 Bilder

Mit dem GP Malaysia geht die Formel 1-Saison 2011 in die zweite Runde. Der Favorit heißt dabei erneut Sebastian Vettel. Der nächste Red Bull-Sieg ist aber längst nicht sicher. Neben der erstarkten Konkurrenz von McLaren und Ferrari sollte auch das Wetter für Spannung sorgen.

06.04.2011 Tobias Grüner

Beim GP Malaysia will Sebastian Vettel seine beeindruckende Serie fortsetzen. Saisonübergreifend hat der Deutsche mittlerweile drei Rennen in Folge gewonnen. Von den letzten fünf Pole Positions sicherte sich Vettel vier. Zuletzt konnte Nico Hülkenberg den Weltmeister Anfang November in Sao Paulo schlagen.

Für Optimismus im Vettel-Camp sorgt auch der Blick auf das Rennen im Vorjahr. Nach Platz zwei im Chaosqualifying von Sepang 2010 sicherte sich der Champion im Rennen überlegen den Sieg. Alles spricht also für einen Erfolg für Vettel. Zu früh sollte der Youngster den Champagner allerdings nicht kaltstellen. Zu viele Unbekannte spielen in der Rechnung mit. Wie stark sind Ferrari und McLaren? Ist der Red Bull zuverlässig? Und vor allem: Wie wird das Wetter?

Die Strecke: Sepang International Circuit

Auf dem 5,543 Kilometer langen Kurs in Sepang wird in diesem Jahr zum 13. Mal seit 1999 ein Grand Prix-Rennen ausgetragen. Zum dritten Mal wird das Rennen in diesem Jahr am Nachmittag gestartet, damit die Fans in Europa ihren Fernseher nicht in der Nacht, sondern bequem nach dem Frühstück um 10 Uhr einschalten müssen. Vom Layout her bietet der Kurs von Streckenarchitekt Hermann Tilke einen abwechslungsreichen Mix aus schnellen und langsamen Kurven sowie zwei langen Geraden. Hier ist für jeden etwas dabei.

Zum Zeremonienmeister könnte mal wieder das Wetter im Tropenstaat werden. Malaysia liegt nur wenige Kilometer nördlich des Äquators. Um diese Jahreszeit zeigen sich dort täglich schwere Gewitterstürme. Meistens kommt der Regen am Nachmittag. Präzise lassen sich die Schauer aber nicht vorhersagen. Sie entstehen lokal und kommen aus dem Nichts. Für die Strategen an der Boxenmauer, die mit den neuen Pirelli-Reifen schon genug Sorgen haben, verschärft das den Stressfaktor noch. Immerhin ist die Unfallgefahr relativ gering. In den letzten zehn Jahren musste das Safety-Car in Sepang nur zwei Mal auf die Piste.

Das Setup:

Trotz der beiden langen Geraden müssen die Piloten die Flügel relativ steil stellen. Vor allem die schnellen Kurven im zweiten Sektor verlangen viel Abtrieb. Auch auf die Bremsen müssen die Ingenieure aufpassen. Die große Hitze von mehr als 30°C setzt den Karbonstoppern extrem zu. Spannend wird auch der Reifenfaktor. Pirelli erwartet nicht, dass ein Fahrer wie noch in Melbourne mit nur einem Stopp durch die Hitzeschlacht kommen. Bisher hat noch kein Team bei solch hohen Temperaturen mit den Reifen testen können.

Technische Updates:

Zwischen den beiden Überseerennen in Melbourne und Malaysia blieb nur wenig Zeit, um neue Teile zu entwickeln. Die meisten Updates sind erst für den Europa-Auftakt in Istanbul geplant. Die meisten Teams haben Kleinigkeiten dabei. Nur bei Williams steht mit dem neuen Auspuff ein größerer Umbau an. Ferrari hat ebenfalls neue Teile angekündigt. Der Frontflügel brachte zuletzt nicht die gewünschten Abtriebswerte. In den letzten Tagen hatten die Aerodynamiker in Maranello noch unter Hochdruck gearbeitet, um das Problem in den Griff zu bekommen und vor allem den Speed in der Qualifikation zu verbessern.

Auch bei McLaren kommt ein Paket aus England an die Strecke. Der Diffusor, der in Melbourne noch aus Titan bestand, soll nun endlich aus hitzebeständigem Verbundstoff gefertigt sein. Das neue Teil soll deutlich leichter sein. Bei Red Bull gibt es bekanntlich ebenfalls immer etwas Neues. Der Fokus der Ingenieure liegt auf dem Hybrid-System. In Melbourne sorgten Probleme mit der Batterie-Kühlung für einen Ausfall des KERS. In der Hitze von Sepang soll es nun endlich funktionieren.

Die Favoriten:

Wie bereits erwähnt ist Red Bull der große Favorit. Die Leistung in Melbourne war überzeugend. Die Konkurrenz hatte kaum eine Chance. Mit den Updates sind aber vor allem Ferrari und McLaren nicht zu unterschätzen. Mit etwas Wetter- oder Reifenglück sind Überraschungen nicht ausgeschlossen. Hinter den drei Spitzenteams wird es spannend. Können Renault und Sauber die gute Leistung aus Melbourne wiederholen? Und wie reagiert Mercedes nach der Schlappe vom Saisonauftakt? Einschalten lohnt sich am Sonntag auf jeden Fall.

Expertenanalyse: Pat Fry (Stellvertretender Technikchef Ferrari):

"Die wichtigste Voraussetzung für das Rennen in Malaysia ist eine vernünftige Kühlung wegen der hohen Temperaturen. Man will das aber nicht durch Öffnungen in der Verkleidung erreichen. Das wäre zwar in puncto Kühlung effektiv, würde aber mit einem Verlust von Abtrieb einhergehen. Man braucht also ein Auto, das gut kühlt aber gleichzeitig einen vernünftigen Abtriebslevel bietet - vor allem um mit den schnellen Kurvenkombinationen im zweiten Sektor zurechtzukommen. Wichtig ist auch, die Regenschauer im Auge zu behalten. Normalerweise kommen die am späten Nachmittag, genau rechtzeitig, um die Qualifikation und das Rennen noch aufregender zu gestalten."

Das Rennen im Vorjahr: GP Malaysia 2010

2010 kam der Regen in der Qualifikation. In Erwarten, dass die Niederschläge weniger werden, ließen Ferrari und McLaren ihre Autos im ersten Abschnitt lange an der Box. Zu lange, wie sich schnell herausstellte. Der Regen wurde stärker und Hamilton, Button, Alonso und Massa mussten sich mit Startplätzen zwischen 17 und 21 zufriedengeben. Mark Webber sicherte sich die Pole Position, musste sich aber schon am Start gegen Sebastian Vettel geschlagen geben. Am Ende fuhr der spätere Weltmeister ungefährdet seinen ersten Saisonsieg 2010 ein.

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