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GP Malaysia 2011

Ferrari und McLaren erwarten Steigerung

GP Australien 2011 Foto: xpb 63 Bilder

In Melbourne konnten Ferrari und McLaren den Red Bull von Sebastian Vettel noch nicht in Gefahr bringen. Doch für Malaysia erwarten beide Teams eine Steigerung. Mit KERS an Bord, soll aber auch der Red Bull noch einmal zulegen.

29.03.2011 Tobias Grüner

Nach vier Testwochen mit unzähligen Kilometern hätte man eigentlich davon ausgehen können, dass die Topteams gut auf den Saisonauftakt vorbereitet sind. Doch in Australien gab es Probleme an allen Ecken und Enden.

Bei Red Bull sorgte KERS für Kopfzerbrechen, bei Ferrari waren die Reifen das große Thema. Mercedes kämpfte ebenfalls mit Hybrid-Problemen und mit den Tücken des Heckflügels. Bei McLaren musste man das runderneuerte Auto erst einmal verstehen. In absoluter Bestform präsentierte sich kaum ein Auto im Albert Park.

Alonso: Melbourne war kein Drama

Fernando Alonso versuchte die Probleme zwei Tage nach dem Rennen herunterzuspielen. Melbourne sei längst kein Drama gewesen: "Zwölf Punkte liegen nicht weit unter dem Durchschnitt des Weltmeisters des letzten Jahres. Und zwei Titelkandidaten habe ich hinter mir gelassen. Im Qualifying waren wir sicher weit von Vettels Red Bull und Hamiltons McLaren entfernt, aber im Rennen hat sich die Situation verbessert."

Den Grund für die Steigerung des Autos sieht Alonso nicht alleine in den gestiegenen Temperaturen. "Am Freitag waren die Bedingungen ähnlich wie im Qualifying und da lief das Auto ganz gut. Vom Beginn des nächsten Morgens an war das Auto nicht mehr so gut. Wir müssen nun verstehen, was passiert ist und die Daten analysieren." Alonso ist sicher, dass er um die beiden unteren Podiumsplätze gekämpft hätte, wenn er nicht als Neunter aus der ersten Runde gekommen wäre.

Melbourne besitzt als nichtpermanente Rennstrecke einem besonderen Asphalt. In Malaysia könnte die Sache schon wieder anders aussehen. Auch wegen den deutlich wärmeren Temperaturen und der größeren Reifenbelastung durch das Layout. Neben den Pirelli-Gummis gab es noch eine zwei Baustelle für Ferrari. "Ein großes Thema war der Abtriebslevel auf der Vorderachse", erklärte Teamchef Stefano Domenicali. "Wir müssen nun herausfinden, warum wir auf der Strecke nicht das gefunden haben, was die Daten vorhergesagt haben."

McLaren: Neuer Diffusor für Malaysia

Bei McLaren sah man in Melbourne nur strahlende Gesichter. Das Auto hatte deutlich mehr geliefert, als man sich erwartet hatte. Das große Update-Paket erfüllte seinen Zweck. "Es macht wieder richtig Spaß zu fahren", grinste Jenson Button zufrieden. In Bestform war aber auch McLaren noch längst nicht. "Das Auto ist noch sehr jung", erklärte Button. "Wir befinden uns damit in einer frühen Phase. Alleine die Fortschritte, die wir durch Setup-Änderungen machen, sind gewaltig."

Aber nicht nur durch ein besseres Verständnis soll das Auto in Malaysia noch schneller werden. Auch technisch wird sich noch einmal etwas tun. "Wir mussten unser Paket mit dem neuen Auspuff in kurzer Zeit entwickeln und produzieren", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh. "Daher mussten wir den Diffusor komplett aus Titan bauen, was uns natürlich Gewicht kostet." In Malaysia soll das Ende des Unterbodens mit dem Hitzeschild aus Pyrosic fertig sein, dass deutlich leichter ist als die Metall-Version.

Red Bull plant mit KERS in Malaysia

Dass die Konkurrenz in Sepang aber wirklich auch näher an den Red Bull heranrückt, ist nicht sicher. Denn auch der RB7 hätte sogar noch einen Tick schneller gekonnt. Wegen eines drohenden Defekts verzichteten die Ingenieure auf den Einsatz von KERS. Das System war zwar in Teilen an Bord, aber nicht aktiv. Wenn der Hybrid-Boost in Sepang wie geplant endlich funktioniert, sollte Vettel in der Theorie noch einmal drei bis vier Zehntel schneller sein. Um vorbeizuziehen sollte die Konkurrenz also lieber zwei Schritte zulegen als nur einen.

Ob Mercedes wenigstens einen kleinen Schritt nach vorne machen kann, ist derweil noch unklar. Die Silberpfeile planen bei den kommenden beiden Überseerennen "keine tiefgreifenden Änderungen". Das sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug am Dienstag (29.3.).

"Unser Ziel ist es, in den Trainingssitzungen in Malaysia und China so viel wie notwendig ohne technische Probleme zu fahren, um die Autos so besser auf die Strecke abstimmen zu können, als uns dies in Melbourne gelungen ist", erklärte Haug. Zudem würden im Formel-1-Werk in Brackley alle Informationen ausgewertet, um herauszufinden, was beim schwachen Auftakt-Auftritt in Australien "falsch gelaufen ist".

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