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GP Malaysia 2013 (Ergebnis Qualifying)

Vettel gewinnt Quali-Krimi deutlich

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Malaysia Foto: xpb 52 Bilder

Sebastian Vettel hat sich in Malaysia die zweite Pole Position der Saison gesichert. In einem spannenden Qualifying mit kleinen Regenschauern in der Mitte verwies der Weltmeister die beiden Ferrari auf die weiteren Plätze.

23.03.2013 Tobias Grüner

Sebastian Vettel beginnt nach Melbourne auch den Grand Prix von Malaysia vom ersten Startplatz. Im verregneten Top Ten-Finale des Qualifyings fuhr der Champion wieder einmal in einer eigenen Liga. Seine Pole Position-Zeit von 1:49.674 Min. war am Ende fast eine Sekunde besser als die zweitschnellste Zeit von Felipe Massa.

Vettel will ersten Saisonsieg

"Wir wussten, dass Regen kommt, aber nicht wann. Ich bin natürlich sehr glücklich mit dem Ergebnis. Der Vorsprung überrascht mich aber auch ein wenig", freute sich der Champion anschließend. Auch dem Sonntag blickt der Red Bull-Pilot zuversichtlich entgegen: "Das war insgesamt eine gute Session für uns. Wir konnten Reifen für das Rennen sparen. Und wenn man vorne losfährt, will man natürlich auch vorne ankommen."

Auch sein erster Verfolger konnte trotz der verpassten Pole Position mit Rang zwei zufrieden sein. Schon zum vierten Mal in Folge steht Massa nun am Start vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso. Anderthalb Zehntel lagen zwischen den beiden Ferraris. Alle drei Piloten an der Spitze entschieden sich übrigens dafür, im Q3 kurz an die Box zu gehen und den letzten Run auf frischen Intermediates zu starten. Das stellte sich am Ende als die richtige Taktik heraus.

"Wir konnten am Ende eine gute Runde zusammenbringen", freute sich Massa. "Der Regen hat uns wohl geholfen. Ich weiß nicht, ob wir bei trockenen Bedingungen Rang zwei und drei geschafft hätten." Alonso hat seinen Blick bereits auf das Rennen gerichtet. "Wir wissen noch nicht ganz, wie sich das Auto am Sonntag verhalten wird. Die Longruns waren etwas inkonstant. In Melbourne war der Speed aber okay. Es gibt also keinen Grund, nicht optimistisch ins Rennen zu gehen."

Mercedes mit falscher Taktik im Regen

Den Platz neben Alonso in der zweiten Startreihe nimmt Lewis Hamilton ein. Der Mercedes-Neuzugang steht damit auch im zweiten Rennen in der Aufstellung vor Nico Rosberg. Der Deutsche im zweiten Silberpfeil musste sich nach der schnellsten Zeit im Q2 am Ende mit Platz sechs zufrieden geben. Im Gegensatz zu den Top 3 entschieden sich die Mercedes-Piloten dafür, im Q3-Finale mit einem Satz Intermediates durchzufahren.

"Das war echt schade, es lief so gut, bis zum Regen", zeigte sich Rosberg enttäuscht. "Am Ende war es schwierig, weil manche Kurven trocken waren und manche nass. Da war es nicht die richtige Strategie draußen zu bleiben. Wir hätten besser noch einmal neue Reifen aufziehen sollen."
 
Den Platz mitten im Mercedes-Sandwich auf Rang fünf nimmt Mark Webber im zweiten Red Bull ein. Die siebtschnellste Zeit im Q3 fuhr Kimi Räikkönen. Der fliegende Finne wurde dabei vom Regen eingebremst. Eigentlich war ein Platz in den ersten beiden Reihen angepeilt. Nach dem Qualifying kam dann auch noch eine unerfreuliche Nachricht von den FIA-Kommissaren. Wegen der Behinderung von Nico Rosberg wurde Räikkönen von Platz sieben auf die Zehn zurückgestuft.

Großer Profiteur der Kimi-Strafe ist McLaren. Jenson Button rutschte von der Acht auf die Sieben nach vorne. Sergio Perez startet am Sonntag auf Platz neun statt auf Rang zehn. Trotzdem war man im Regen nicht ganz glücklich: "Die Balance hat leider nicht ganz gepasst", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh. "Wir konnten aber vorher schon zeigen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben."

Sutil vom Regen eingebremst

Auch für Adrian Sutil kam der Regen äußerst ungelegen. Auf trockener Piste sah der Force India-Pilot nach einem Kandidat für die ersten drei Startreihen aus. Im Nassen kam der Deutsche wie schon in Melbourne nicht so gut zurecht. Am Ende war Platz neun eine kleine Enttäuschung. Durch die Kimi-Strafe ging es immerhin noch auf die Acht nach vorne.

"Im Trockenen ging es für uns besser, im Regen hatte ich nicht so ein gutes Gefühl im Auto. Ein neunter Platz ist okay, aber im Trockenen wäre mehr drin gewesen", gab Sutil anschließend zu Protokoll. "Wenn es morgen regnet, wäre natürlich jeder Platz weiter vorne von Vorteil. Aber vielleicht geht es ja trotzdem noch etwas nach vorne."

Nico Hülkenberg zog in der Regenlotterie schon in der zweiten Runde eine Niete: "Am Ende des Q2 war unser Radar ausgefallen, daher hatten wir die Info über den kommenden Regen nicht", klagte der Sauber-Pilot. Ob es bei trockenen Bedingungen für das Top Ten-Finale gereicht hätte, ist allerdings zweifelhaft: "Das ganze Wochenende waren wir bisher noch nicht auf Höhe der Konkurrenz, aber für morgen ist noch nichts verloren."

Das Rennen startet am Sonntag um 9.00 Uhr deutscher Zeit. Bei trockenen Bedingungen erwarten alle Teams eine spannende Reifenschlacht. In Malaysia muss man aber natürlich auch immer mit Regen rechnen. Es sollte sich also lohnen, den Wecker zu stellen und den Fernseher anzuschalten.

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