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GP Malaysia 2014 (Ergebnis Rennen)

Silberpfeil-Doppelsieg in Sepang

Start - GP Malaysia 2014 Foto: xpb 62 Bilder

Lewis Hamilton hat den GP Malaysia gewonnen und damit für den zweiten Mercedes-Saisonsieg gesorgt. Nico Rosberg machte auf Rang 2 die Silberpfeil-Party komplett. Weltmeister Sebastian Vettel komplettierte das Podium.

30.03.2014 Tobias Grüner

Malaysia ist Mercedes-Land. Beim Heimrennen von Hauptsponsor Petronas konnten die Silberpfeile einen dominanten Doppelsieg feiern. Nach seinem Ausfall in Australien ließ Lewis Hamilton in Sepang nichts anbrennen. Von der Pole Position aus kontrollierte der Brite das Rennen, führte jede Runde und rollte am Ende mit 17,3 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie.

"Das ist ein tolles Gefühl. Wir haben es heute perfekt hinbekommen. Das war ein unglaubliches Wochenende. Nach einem harten Winter danke ich meinem Team für das Auto, das sie mir heute zur Verfügung gestellt haben." Nach dem Rennen dachte Hamilton auch an die Tragödie um den Malaysia Airlines Flug MH370. "Ich möchte diesen Sieg den Opfern und ihren Familien widmen."

Hamilton ungefährdet zum ersten Malaysia-Sieg

Nur ein Regenschauer hätte den Hamilton-Erfolg verhindern können. Doch im Gegensatz zum Qualifying fielen nur ein paar vereinzelte Tropfen aus dem Tropenhimmel. Auf trockener Piste hatte Nico Rosberg keine Chance gegen seinen Teamkollegen. Schon im ersten Stint verlor der Deutsche so viel an Boden, dass nur die Absicherung des zweiten Platzes möglich war.

"Der erste Doppelsieg für Mercedes in der Neuzeit - das ist hoffentlich der Beginn von etwas ganz Großem", zeigte sich auch Rosberg nicht unglücklich. "Das war gigantisch heute. Was wir heute für ein Auto hatten, um alle wegzuputzen. Lewis war heute einfach zu schnell für mich."

Sebastian Vettel fuhr hinter den beiden Mercedes den dritten Platz nach Hause. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könne der Weltmeister wenigstens Rosberg etwas in Gefahr bringen. Doch für einen echten Angriff auf den Landsmann reichte es nicht. Die Mercedes-Pace zum Rennende konnte der Heppenheimer nicht mehr mitgehen. Nach dem Ausfall in Melbourne war der dritte Platz das bestmögliche Ergebnis.

"Mein Start war schon nicht so gut. Plötzlich war Nico an meiner rechten Seite. Da hab ich einen Platz verloren. Dann ging auch Daniel (Ricciardo) noch kurz vorbei", so Vettel über den Anfang des Rennens. "Ich habe später versucht, an Nico dranzubleiben. Es sah auch gar nicht schlecht aus. Dann hat er aber irgendwie noch ein paar Gang hochgeschaltet und ich hatte keine Chance mehr. Da war er viel zu schnell. Es war aber wichtig, wieder auf dem Podium zu sein. Ich hoffe, dass es dieses Mal nicht weggenommen wird. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Ich merke, dass es im Auto noch nicht rund läuft."

Wieder Frust für Ricciardo

Lange sah es so aus, als würde Daniel Ricciardo auf Platz 4 ins Ziel fahren. Doch dann erlebte der Australier nach der Disqualifikation beim Heimspiel schon die zweite Pleite des Jahres. Der Ärger fing bereits in den ersten Runden an, als sich der Benzinfluss-Sensor verabschiedete. Beim 3. Boxenstopp in Runde 40 ging es dann richtig schief. Ricciardo fuhr los, bevor das linke Vorderrad richtig befestigt war. Der Red Bull musste zurückgeschoben werden, wodurch viel Zeit verloren ging.
 
Nur eine Runde später brach auf der Zielgeraden auch noch der Frontflügel am Red Bull, was einen erneuten Besuch bei den Mechanikern zur Folge hatte. Um den Tag "perfekt" zu machen, hagelte es von der Rennleitung auch noch eine 10-Sekunden-Stop & Go-Strafe wegen des Verlassens der Box mit einem unsicheren Auto. Am Ende wurde Ricciardo 5 Runden vor Rennende zur Aufgabe in die Garage gebeten.
 
So erbte Fernando Alonso den vierten Platz. Der Spanier musste dafür allerdings mehr kämpfen als ihm lieb war. Nico Hülkenberg erwies sich als harter Gegner. Mit einer alternativen Zweistopp-Strategie lag der Force India-Pilot bis 3 Runden vor Schluss vor dem Ferrari. Doch mit älteren Reifen konnte sich "Hülk" im Geschlängel am Ende der Zielgeraden nicht mehr wehren. Aber auch Position 5 ist ein gutes Ergebnis für den Rheinländer.

Massa ignoriert Williams-Stallregie

Platz 6 ging an Jenson Button, der das ganze Rennen mit den beiden Williams kämpfte. In einem spannenden Kampf in den letzten Runden schaffte es der Weltmeister von 2009 die weißen Autos in Schach zu halten. Aber auch der teaminterne Zweikampf der beiden Williams-Piloten sorgte für Drama.
 
In der Schlussphase wurde Felipe Massa aufgefordert, für Valtteri Bottas Platz zu machen. Der Finne war auf frischeren Reifen unterwegs und sollte einen letzten Angriff auf Button starten. Doch Massa dachte nicht daran, wie in alten Ferrari-Zeiten freiwillig zu Bremsen und fuhr wenige Meter vor seinem Teamkollegen auf Rang 7 über die Ziellinie.

Magnussen zerstört Räikkönens Rennen

Rang 9 ging an Kevin Magnussen im zweiten McLaren. Der dänische Rookie fiel in der Startphase weit zurück, als er mit Kimi Räikkönen kollidierte und sich den Frontflügel beschädigte. Von der Rennleitung gab es obendrauf auch noch eine 5-Sekunden Stop & Go-Strafe. Mit Platz 9 betrieb Magnussen Schadensbegrenzung. Räikkönen landete nach einem Plattfuß auf Rang 12 außerhalb der Punkte.
 
Den letzten Zähler sammelte Daniil Kvyat auf Rang 10 ein. Romain Grosjean im Lotus sah die Zielflagge auf Rang 11. Teamkollege Pastor Maldonado musste sein Auto schon nach 7 Runden abstellen. Auch die beiden Sauber sahen die Zielflagge nicht. Für Adrian Sutil war nach 32 Runden Schluss. Esteban Gutierrez musste 3 Umläufe später ebenfalls aussteigen.

Mercedes führt WM-Wertungen an

In der Fahrerwertung konnte Nico Rosberg seine Führung mit dem zweiten Platz verteidigen. Der Mercedes-Pilot führt mit 43 Punkten vor Teamkollege Lewis Hamilton, der sich mit den 25 Zählern für den Sieg auf Rang 2 schob. Fernando Alonso liegt mit 24 Punkten auf Rang 3. Jenson Button liegt einen weiteren Zähler dahinter auf Rang 4.

Narürlich hat Mercedes auch im Konstrukteurspokal die Spitze übernommen. Mit 68 Punkten liegen die Silberpfeile nun deutlich vor McLaren (43) und Ferrari (30). Das nächste Rennen wird bereits in 7 Tagen gestartet. In Bahrain geht es um die nächsten WM-Punkte. Kann Mercedes die Siegesserie fortsetzen?

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