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GP Malaysia 2015 (Ergebnis Rennen)

Vettel ringt Mercedes nieder

GP Malaysia - Sebastian Vettel - Ferrari - Rennen - Sonntag - 29.3.2015 Foto: xpb 75 Bilder

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Malaysia gewonnen. Der Ferrari-Pilot präsentierte sich am Rennsonntag in weltmeisterlicher Form und ließ den Mercedes-Piloten keine Chance.

29.03.2015 Andreas Haupt

Sebastian Vettel hat am heißen Rennsonntag von Malaysia kühlen Kopf bewahrt und sich seinen ersten Saisonsieg geschnappt. Für den Heppenheimer war es der 40. F1-Triumph seiner Karriere. Damit fehlt ihm nur noch ein Sieg auf den legendären Ayrton Senna. Für Ferrari war es der erste Sieg seit dem GP Barcelona 2013.

"Ich bin sprachlos. Das Team ist phänomenal, sie haben mich vom ersten Moment an super aufgenommen. Heute haben wir einen unglaublichen Job gemacht. Die Pace war super, die Strategie auch. Wir haben Mercedes fair und ohne Hilfe von außen auf der Strecke besiegt."

Vettel ohne Fehler zum ersten Ferrari-Sieg

Über die komplette Renndistanz von 56 Runden beging der viermalige Weltmeister keinen Fehler, überzeugte durch schnelle Zeiten und schonte dabei noch die Pirelli-Gummis. So kam er mit nur zwei Boxenstopps über die Distanz. Im Gegensatz zu seinen beiden Verfolgern Lewis Hamilton und Nico Rosberg, die dreimal zum Reifenwechsel abbiegen mussten.

Im Ziel hatte der Ferrari-Fahrer 8,5 respektive 12,3 Sekunden Vorsprung auf die Silberpfeile. Durch Vettels ersten Platz ist die acht Rennen andauernde Siegesserie von Mercedes gerissen. Seit dem GP Belgien 2014 mussten die Silberpfeile keine Niederlage mehr einstecken. "Glückwunsch an Sebastian. Ferrari war heute einfach zu schnell für uns", sagte Hamilton.

Die Zuschauer konnten sich am Sonntag nicht beklagen. Die Fahrer verwöhnten die Fans auf den Tribünen und vor dem Fernseher mit packenden Duellen, vielen Positionswechseln und einigen Zusammenstößen. Das Rennen begann turbulent. Pastor Maldonado musste nach einer Kollision mit einem Reifenschaden schon in der ersten Runde an die Box. Auch Kimi Räikkönen hatte wie schon in Australien Feindkontakt auf den ersten Metern. In der letzten Kurve der ersten Runde fuhr ihm Felipe Nasr mit dem Frontflügel ungestüm an den linken Hinterreifen. Danach ging dem Pirelli-Pneus die Luft aus. Und der Ferrari-Pilot musste einen Umlauf um die Strecke schleichen.

Zu Beginn der zweiten Runde rutschte Marcus Ericsson im Sauber bei einem missglückten Angriffsversuch gegen Nico Hülkenberg ins Kiesbett. Das Aus für den Schweden. Weil der Sauber unglücklich stand und geborgen werden musste, schickte die Rennleitung das Safety-Car raus.

Mercedes mit Strategiefehler

In der Top-Gruppe bogen fast alle zum Reifenwechsel ab. Darunter Pole-Mann Hamilton und der Drittplatzierte Rosberg. Ein Strategiefehler, der Mercedes-Crew, wie sich später herausstellt. Denn Vettel blieb draußen, was ihm die Führung einbrachte. In der sechsten Runde wurde das Rennen wieder gestartet. Die Reihenfolge: Vettel, Hülkenberg, Grosjean, Sainz, Perez, Hamilton, Ricciardo, Massa, Rosberg und Kvyat.

Der taktische Fehler von Mercedes ermöglichte Vettel die goldene Gelegenheit auf den Sieg. Bis Hamilton sich wieder auf den zweiten Platz vorgearbeitet hatte (Runde 10), war der viermalige Weltmeister schon um 9,9 Sekunden enteilt. Rosberg, der zurückgefallen war, nachdem er sich in der Box hinter Hamilton hatte anstellen müssen, kam erst in Runde 13 auf Platz 3. Sein Rückstand auf Vettel war zu diesem Zeitpunkt schon beträchtlich.

Nach seinem ersten Stopp in Runden 17 fiel Vettel kurz hinter die beiden Mercedes zurück. Doch auf den Medium-Reifen schnappte er sich innerhalb weniger Runden sowohl Rosberg als auch Hamilton und ging in Führung. Der Brite bog in Umlauf 25 unmittelbar nach dem Vettel-Manöver ab. In Runde 38 kam er ein drittes Mal zu seiner Crew, nachdem er für eine Runde die Führung übernommen hatte. Weil Vettel zuvor bei seinem zweiten Stopp die harten Gummis holte. In den folgenden 18 Runden ließ der Ferrari-Pilot nichts mehr anbrennen, und verwaltete seine Führung.

Das gute Ergebnis der Scuderia komplettierte Räikkönen. Nach dem Pech in der Anfangsphase half dem Finnen die einzige Safety-Car-Phase zurück ins Rennen. Mit einer beherzten Fahrt katapultierte sich der Weltmeister von 2007 auf die vierte Position.

McLaren-Honda erleidet Doppelausfall

Dahinter landeten die beiden Williams-Piloten. In einem sehenswerten Duell rang Valtteri Bottas zwei Runden vor dem Ende seinen Teamkollegen Felipe Massa nieder. Eine starke Vorstellungen lieferten auch die Toro Rosso ab. Max Verstappen belegte den siebten Platz, Carlos Sainz landete einen Rang dahinter. Die Top-10 komplettierten Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo, die beide mit hohem Reifenverschleiß zu kämpfen hatten.

Nico Hülkenberg, der wegen einer Kollision mit Kvyat eine Zehnsekundenstrafe aufgebrummt bekam, reihte sich im Force India auf Platz 14 ein. Teamkollege Sergio Perez wurde 13. Der Mexikaner wurde von den Stewards mit derselben Strafe belegt, nachdem er mit Romain Grosjean aneinander geraten war.

Fernando Alonso und Jenson Button mussten ihren McLaren-Honda wegen Problemen vorzeitig abstellen. Dennoch zeigte der Rennstall aufsteigende Form. Roberto Merhi packte im Manor die komplette Distanz. Im Ziel lag er 3 Runden hinter dem Sieger.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Sebastian VettelFerrari1:41.05,793 Std.
2. Lewis HamiltonMercedes+ 0:08.569 Min.
3. Nico RosbergMercedes+ 0:12.310
4. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:53.822
5. Valtteri BottasWilliams+ 1:10.409
6. Felipe MassaWilliams+ 1:13.586
7. Max VerstappenToro Rosso+ 1:39.085
8. Carlos SainzToro Rosso+ 1 Runde
9. Daniil KvyatRed Bull+ 1 Runde
10. Daniel RicciardoRed Bull+ 1 Runde
11. Romain GrosjeanLotus+ 1 Runde
12. Felipe NasrSauber+ 1 Runde
13. Sergio PerezForce India+ 1 Runde
14. Nico HülkenbergForce India+ 1 Runde
15. Roberto MerhiManor F1+ 3 Runden
16. Pastor MaldonadoLotusAusfall
17. Jenson ButtonMcLaren-HondaAusfall
18. Fernando AlonsoMcLaren-HondaAusfall
19. Marcus EricssonSauberAusfall
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