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GP Malaysia 2016 (Ergebnis Qualifying)

Hamilton schnappt sich die Pole

Hamilton - Rosberg - Verstappen - Formel 1 - GP Malaysia - Qualifying - 1. Oktober 2016 Foto: sutton-images.com 40 Bilder

Er ging als Favorit ins Qualifying und wurde seiner Rolle gerecht. Lewis Hamilton nimmt den GP Malaysia vom ersten Startplatz aus in Angriff. Neben ihm lauert Nico Rosberg. Max Verstappen wurde Dritter. Beide Ferrari fuhren in die dritte Reihe.

01.10.2016 Andreas Haupt 1 Kommentar

Lewis Hamilton ist seit dem zweiten Freien Training in Sepang eine Macht. Im Qualifying unterstrich der Titelverteidiger seine gute Form und raste zur achten Pole-Position in diesem Jahr. Es war die insgesamt 57. in seiner bisherigen Laufbahn.

Hamilton locker vorn, Rosberg mit Fehler

Bei 23 Grad geringeren Streckentemperaturen (30 Grad Lufttemperatur) als noch am Freitag – über der Strecke hing ein dichtes Wolkenband – zirkelte Hamilton seinen Mercedes in 1:32.850 Minuten um den Kurs. Damit brummte er Nico Rosberg über 4 Zehntel Rückstand auf. „Das Auto war fantastisch. So gut wie noch nie hier“, lobte Hamilton. Für den Rundenrekord reichte es aber trotz des neuen Asphaltbands und weicheren Reifen nicht. Der steht bei 1:32.582 von Fernando Alonso aus dem Jahr 2005.

Hamilton dürfte es egal sein. Am Sonntag strebt er seinen 7. Saisonsieg an. Nico Rosberg wird etwas dagegen haben. „Ich war im zweiten Run zeitweise an der Zeit von Lewis dran. Dann habe ich leider in der letzten Kurve einen Fehler gemacht und ein paar Zehntel verloren. Ich hatte Übersteuern“, beklagte Rosberg, der am Start zurückschlagen will. Mit einem Doppelsieg würde sich Mercedes locker den Titel in der Team-WM vorzeitig sichern. Doch aufgepasst: Auch Red Bull könnte im Kampf um den Sieg ein Wörtchen mitreden. Im Longrun machte Max Verstappen einen starken Eindruck im Training.

Auf eine Runde reichte die Geschwindigkeit des RB12 nicht. „Mercedes packt im Qualifying immer noch 3 Zehntel drauf“, winkte Helmut Marko schon vor dem Quali ab. Deshalb war die zweite Reihe angepeilt. Und beide Piloten schafften die Zielvorgabe. Verstappen bezwang seinen australischen Teamkollegen, der nach schwierigen Trainingssitzungen das Setup des Niederländers übernahm, um 47 Tausendstel.

Beide Red Bull vor beiden Ferrari

Ferrari musste sich mit der dritten Reihe begnügen. Sebastian Vettel hatte das bessere Ende gegen Kimi Räikkönen für sich. Die Enttäuschung dürfte bei den Roten groß sein, nicht wenigstens einen der Red Bull geschlagen zu haben. Auf die Pole von Hamilton büßte Vettel bereits über 7 Zehntel ein. „Wir wussten, dass es sehr eng wird. Nach dem ersten Segment haben wir gemerkt, dass wir etwas hintendran sind. Am Ende hat nicht viel auf Red Bull gefehlt. Man hat natürlich immer das Gefühl, dass die anderthalb Zehntel Rückstand noch irgendwo drin waren. Mal sehen, wie es im Rennen läuft. Mit der Strategie und den härteren Reifen könnte morgen noch etwas Bewegung reinkommen.“

Hinter Ferrari folgt der nächste Doppelpack. Sergio Perez reihte in seinem Force India vor Stallrivale Nico Hülkenberg ein. „Das ist okay gelaufen. Die Top 6 waren für uns sowieso außer Reichweite. Am Ende des Qualifyings habe ich mich nicht mehr ganz so wohl gefühlt. Die Strecke ist da etwas abgekühlt, als die Wolken kamen“, erklärte Hülk. Jenson Button, der am Sonntag seinen 300. GP fährt, brachte seinen McLaren auf die neunte Position. Felipe Massa hielt als 10. die Williams-Fahne hoch.

Bottas scheitert in Q2

Valtteri Bottas verpasste den finalen Qualifying-Durchgang um 39 Tausendstel gegenüber Hülkenberg. Besonders im letzten Sektor büßte er entscheidende Zeit ein. Der Finne hat als erste Pilot die freie Reifenwahl am Start für das Rennen, das über 56 Runden ausgetragen wird. Für Bottas war es eine der ganz seltenen Niederlagen gegen Massa in diesem Jahr. Ansonsten hatte er seinen Garagennachbar im Zeittraining im Griff.

Wie erwartet war für beide HaasF1-Rennwagen ebenfalls nach Q2 Schluss. Romain Grosjean zeigte sich nach seinem schwächeren Wochenende in Singapur erholt und brachte sein Auto vor Esteban Gutierrez. Eine kuriose Szene gab es zu Beginn, als am US-Rennwagen der rechte Rückspiegel während der Fahrt durch die Zielkurve abbrach. Die weiteren Ränge belegten Kevin Magnussen im Renault, der die 14.-schnellste Runde drehte vor Daniil Kvyat und Carlos Sainz (beide Toro Rosso).

Wehrlein unterliegt erstmals Ocon

Für Sauber war bereits nach den ersten 18 Minuten Feierabend. Sowohl Marcus Ericsson als auch Felipe Nasr scheiterten an der Hürde zu Q2. Der Schwede hatte im Teamduell immerhin das bessere Ende für sich und distanzierte den Brasilianer um eineinhalb Zehntelsekunden.

Im Gegensatz zu Magnussen verpasste Jolyon Palmer im Renault den Aufstieg in den zweiten Qualifikationsteil. Er büßte im direkten Zweikampf über 4 Zehntel ein. Somit wird Palmer nur vom 19. Rang aus starten. Renault hatte sich vor der Qualifikation gewünscht, mit beiden Autos eine Runde weiter zu kommen. Denn im Longrun sind die gelben Autos schneller und rechnen sich im Rennen deshalb ein besseres Resultat aus.

Für Pascal Wehrlein hagelte es im vierten Aufeinandertreffen mit Esteban Ocon die erste Niederlage. Trotzdem gab es über den Boxenfunk Lob für den jungen Deutschen, der im dritten Training noch mit Motorpoblemen an seinem Manor zu kämpfen hatte und sich deshalb nicht optimal auf das Quali vorbereiten und einschießen konnte. „In meinem zweiten Run sind mir zwei Autos aus der Box direkt vor die Nase gefahren und ich konnte mich deshalb nicht so gut verbessern wie mein Teamkollege“, entschuldigte sich Wehrlein.

Vom letzten Platz aus nimmt Fernando Alonso seinen 268. Grand Prix in Angriff. Der Spanier spulte 5 Umläufe auf den Medium-Gummis ab und kletterte dann aus seinem McLaren. Die letzte Position war schon vorher besiegelt. McLaren verbaute einen neuen Honda-Motor, für den man 2 Token opferte, und tauschte weitere Komponenten der Antriebseinheit. Bedeutet unterm Strich plus 45 Strafplätze.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Lewis HamiltonMercedes1:34.4441:33.0461:32.850
2. Nico RosbergMercedes1:34.4601:33.6091:33.264
3. Max VerstappenRed Bull1:35.4431:33.7751:33.420
4. Daniel RicciardoRed Bull1:35.0791:33.8881:33.467
5. Sebastian VettelFerrari1:34.5571:33.9721:33.584
6. Kimi RäikkönenFerrari1:34.5561:33.9031:33.632
7. Sergio PerezForce India1:35.0681:34.5381:34.319
8. Nico HülkenbergForce India1:34.8271:34.4411:34.489
9. Jenson ButtonMcLaren-Honda1:35.2671:34.4311:34.518
10. Felipe MassaWilliams1:35.2671:34.4221:34.671
11. Valtteri BottasWilliams1:35.1661:34.577
12. Romain GrosjeanHaas1:35:4001:35.001
13. Esteban GutierrezHaas1:35.6581:35.097
14. Kevin MagnussenRenault1:35.5931:35.277
15. Daniil KvyatToro Rosso1:35.6951:35.369
16. Carlos SainzToro Rosso1:35.6051:35.374
17. Marcus EricssonSauber1:35.816
18. Felipe NasrSauber1:35.949
19. Jolyon PalmerRenault1:35.999
20. Esteban OconManor1:36.451
21. Pascal WehrleinManor1:36.587
22. Fernando Alonso*McLaren-Honda1:37.155
* 45 Plätze Strafe
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Die Piloten scheinen immer unwichtiger zu werden, 2 Mercedes vor 2 Red Bull, vor 2 Ferrari usw.
Zumindestens im Qualifying scheint es keine Rolle mehr zu spielen wer am Steuer sitzt, die Unterschiede zwischen den Teamkollegen sind nur noch Bruchteile von Sekunden.
Fürs Rennen gehe ich wie alle anderen auch von einem Sieg von Mercedes vor Red Bull aus. Die Überraschungen wird es höchstens bei den kleineren Teams geben. Ich hoffe im nächsten Jahr wird es spannender.

ovale 1. Oktober 2016, 16:38 Uhr
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