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Mercedes GP beim GP Malaysia

Bei Mercedes GP ist Geduld gefragt

Formula 1 Grand Prix, Malaysia, Sunday Race Foto: xpb 22 Bilder

Zwar heimste Mercedes GP in Malaysia zwei Punkte ein, Begeisterung sieht aber anders aus. Mit den Plätzen neun und zwölf von Michael Schumacher und Nico Rosberg blieb man hinter den eigenen Erwartungen.

10.04.2011 Bianca Leppert

Nach dem Grand Prix von Malaysia gab es bei Mercedes GP keinen Grund zum Freudentaumel, aber auch keinen Grund den Kopf hängen zu lassen. Die Stimmung war irgendwo dazwischen. "Platz neun und zwölf war nicht das, was wir uns erhofft hatten", bestätigt Mercedes-Sportchef Nobert Haug. Dieses Mal war kein Fehlerteufel im Spiel. Sowohl Kers als auch der Heckflügel funktionierten wie geplant.

Mit der Strategie verzockt

Warum kamen Michael Schumacher und Nico Rosberg trotzdem nicht weiter nach vorne? Schumacher legte den Grundstein für die Punkte mit einem guten Start. Er verbesserte sich in der ersten Runde von Platz elf auf acht. "Gegen Rennende wurde es etwas spannend, davor ging es jedoch viel auf und ab", sagt Schumacher. Rosberg erwischte hingegen schon einen schlechten Einstieg ins Rennen. "Mein Start war schwach und ich verlor Positionen, wodurch es sehr fordernd war, eine Punkteplatzierung einzufahren", meint Rosberg selbstkritisch.
 
Nach dem Start verspekulierte sich Mercedes GP mit der Strategie. "Einige unserer Stints erwiesen sich als einen Tick zu lang, weil wir abwarten wollten, ob das Wetter uns eine Chance eröffnen würde", sagt Teamchef Ross Brawn. "Das war unsere Entscheidung, aber als es nicht - wie vorhergesagt - anfing zu regnen, bezahlten wir den Preis dafür und verloren ein oder zwei Positionen." Eine weitere Erklärung von Haug ist die Reifensituation. "Nico ist mit gebrauchten weichen Reifen von Platz neun ins Rennen gegangen. Wenn hinter dir aber welche mit neuen Reifen starten können, ist Startplatz elf manchmal besser als Platz neun."

Rennpace muss besser werden

Lamentieren hilft für die Zukunft aber nichts. Selbst wenn Haug die Punkte als kleine Belohnung empfindet, ist eine Lösung gefragt. "Wir konnten heute nicht mehr erwarten, als diese beiden WM-Punkte und wir müssen gewiss noch unsere Rennpace verbessern, die noch nicht da ist, wo wir sie gerne hätten", mahnt Schumacher.

Während die Gesichter nach dem GP Australien noch ratlos wirkten, habe man sich laut Haug nun stabilisiert und müsse darauf weiter aufbauen. Er sieht auch schon einen Ansatzpunkt: "Es fehlt noch an Abtrieb und Traktion. Für China legen wir ein paar Kleinigkeiten nach", sagt er. Dass die keine Wunder bewirken werden, weiß er auch. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt. "Ich will nichts versprechen, aber McLaren war bei den Tests auch weit weg und dann plötzlich da."

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