Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

McLaren-Mercedes

Hamilton verliert Rennen im Training

Formula 1 Grand Prix, Malaysia, Sunday Race Foto: xpb 24 Bilder

Lewis Hamilton hat den GP Malaysia möglicherweise im Training verloren. Der Engländer musste als Erster aus dem Spitzenpulk auf harte Reifen wechseln. Er hatte für das Rennen nur zwei Satz weiche Reifen übrig. Den dritten hatte der Engländer in der Qualifikation nach einem Bremsplatten zerstört.
 

10.04.2011 Michael Schmidt

Lewis Hamilton wird noch lange an die Qualifikation zurückdenken. Im Top Ten-Finale blieb beim Anbremsen der ersten Kurve das rechte Vorderrad stehen. Auf der Lauffläche war sofort eine tiefe Furche zu sehen. Damit war einer von sechs Reifensätzen ein Abschreibposten.

Nachteil im Rennen

Dummerweise auch noch einer der weichen Gummimischung. Dafür büßte Hamilton im dritten Turn. Während Sebastian Vettel, Jenson Button, Fernando Alonso und Mark Webber ihren dritten weichen Satz mit auf die Reise bekamen, musste Hamilton auf hart umsatteln. Und verlor im Duell mit Vettel prompt eine Sekunde pro Runde. Hat der Fehler im Training Hamilton den Sieg gekostet? Teamchef Martin Whitmarsh meint vorsichtig: "Es wäre jedenfalls enger geworden."

Hamilton hatte einen ereignisreichen Nachmittag. Von den sieben Boxenstopps von McLaren funktionierte genau einer nicht: Der dritte von Hamilton. "Alle unsere Stopps lagen zwischen 3,3 und 3,8 Sekunden", fluchte Teamchef Martin Whitmarsh. "Nur der eine ist uns aus dem Ruder gelaufen. Vorne links wollte das Rad nicht runter. Das hat Lewis hinter Jenson geworfen." Insgesamt gingen drei Sekunden verloren. Der vorletzte Reifensatz in Hamiltons Kontingent, ein angefahrener der harten Sorte, war eine Niete. Als der Ex-Weltmeister bis zu fünf Sekunden pro Runde verlor, erlöste ihn McLaren mit einem vierten Stopp.

Strafe für Hamilton

Schließlich bekam Hamilton noch eine 20 Sekunden-Strafe aufgebrummt. Das warf ihn von Platz sieben auf acht zurück. Kamui Kobayashi profitierte. Bei der Kollision mit Fernando Alonso sieht McLaren ganz klar Alonso in der Schuld. "Fernando hat sich verschätzt. Von unfairem Fahren kann bei Lewis keine Rede sein. Als es passierte, kamen beide gerade aus einer Kurve. Es ist Blödsinn, dass Lewis die Spur gewechselt hat." Der Reifen überlebte den Rammstoß. Das Auto bekam einen Streifschuss ab. Hamilton verlor hinten sieben Punkte Abtrieb.

Whitmarsh mochte sich über die Plätze zwei und sieben nicht so recht freuen. "Das war ein Déjà vue. Schon in Melbourne hätten beide Fahrer auf dem Podest landen können, und es klappte nicht. Diesmal das gleiche." Jenson Button fuhr ein starkes Rennen und festigte seinen Ruf als Reifenflüsterer. "Jenson wollte zum Schluss Vettel noch attackieren, aber wir haben ihn eingebremst", erzählt Whitmarsh. "Wir hatten Angst um seine Reifen. Hätten wir geahnt, dass er sie so gut in Schuss hält, hätten wir freie Fahrt gegeben." Button berichtete nach dem Rennen: "Der letzte Satz war der beste. Mein Auto war auf den harten Reifen besser ausblanciert als auf den weichen."

Besseres Auto bauen

Die größten Probleme machte der erste Turn. "Ich hatte zuviel Frontflügelanstellung aus Angst um die Vorderreifen gewählt. Als Folge davon hat das Auto zu stark übersteuert. Das haben wir bei den Boxenstopps korrigiert", rekapitulierte der Zweite des Rennens.

McLaren will in Shanghai erneut angreifen. Im Freitagstraining zum GP China wird ein zweites Mal das neue Aerodynamikpaket probiert. Wenn es dann mit etwas mehr Erfahrungswerten funktioniert, erwartet McLaren einen deutlichen Schritt nach vorne. Auf die Frage, wie man Superstar Sebastian Vettel stoppen könnte, wusste Whitmarsh nur eine Antwort: "Wir müssen ein besseres Auto bauen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden