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GP Malaysia, Rennnalyse

Pleite für Rot, Triumph für Rot-Weiß

Foto: dpa 24 Bilder

Ferrari hat wieder einmal ein Reifenproblem. Sah der F2004 in Australien noch ganz gut aus, rutschte er in Sepang ins Mittelfeld. Von dort stürmte das Toyota-Team innerhalb eines Wochenendes an die Spitze.

21.03.2005

Der 1. FC Köln verpasste am Wochenende wieder mal den Sprung an die Tabellenspitze der zweiten Liga, aber neuerdings gibt es in Köln ja noch eine andere rotweiße Truppe, die Aufmerksamkeit verdient. Jarno Trullis zweiter Platz in Sepang war Toyotas bestes Formel 1-Ergebnis in rund drei Jahren.

Dabei kann sich die Konkurrenz - insbesondere Nick Heidfeld - noch bedanken, dass Toyota nicht auch noch Rang drei belegte. Nur ein garstiges Untersteuern nach der Kollisison mit Mark Webber bremste Ralf Schumacher, der schließlich fünfter wurde. Der Deutsche war der einzige Spitzenpilot, der zwischen den Rennen in Melbourne und Sepang nach Europa zum Testen reiste - offensichtlich mit Erfolg.

"Die Entwicklungsarbeit, die da in den letzten Wochen gelaufen ist, ist unglaublich", sagte Schumacher. In Sepang kamen ein neuer Frontflügel und neue Auslasskamine zum Einsatz. Vom Reifenfresser entwickelte sich der TF105 zum Reifenstreichler. Während sich einige Teams fragten, ob ihre Gummis wohl hart genug für die Distanz wären, verrät Toyota-Technik-Chef Mike Gascoyne: "Wir bräuchten in der Tendenz noch weichere Reifen." In Köln-Marsdorf darf man sich schon mal vorfreuen. Die Bedingungen (vor allem die Hitze) beim kommenden Rennen in Bahrain (3.4.) ähneln Sepang.

Schumi: "Bridgestone ist ein wichtiger Partner"

"Malasyia hat uns aufgeweckt", sagte Teamchef Jean Todt knapp. Ferrari kam das ganze Wochenende nicht auf Tempo. "Am Freitag haben wir uns in die Irre führen lassen", verrät Michael Schumacher angesichts der noch verhaltenen Rundenzeiten der Konkurrenz. Spätestens nach dem ersten Qualifying kamen die Weltmeister in der Wirklichkeit an.

Auch wenn sich alle Roten wieder einmal schützend in den Kugelhagel werfen, der Schwachpunkt heißt Bridgestone. "Wir gewinnen als Team und wir verlieren als Team", sagt der Schuminator trotzig und fügt an: "Bridgestone ist ein wichtiger Partner." Wie schon vor zwei Jahren haben die Japaner ein Problem bei extrem heißen Temperaturen.

Entscheidung über F2005 am Montag

Dass Michael Schumacher sich für die härtere Mischung entschied und das Rennen nach eigener Aussage anfangs zu verhalten anging, ändert nichts an der momentanen Chancenlosigkeit. Rubens Barrichello startete auf den weicheren Pneus und war kein bisschen besser dran. Er musste sogar das Rennen aufgeben.

Schon am Montagabend (21.3.) will man in Maranello die Entscheidung treffen, ob das neue Auto nun doch schon in Bahrain debütiert. Am Dienstag soll Rubens Barrichello erstmals im neuen F2005 sitzen, am Tag darauf Michael Schumacher.

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