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Wetter sorgt für Spannung

Wird die Reifenwahl zur Lotterie?

Reifen - GP Malaysia 2011 Foto: xpb 75 Bilder

In Malaysia soll es während des Qualifyings und des Rennens regnen. Doch die Teams konnten bisher kaum Erfahrungen mit den Regenreifen sammeln. Selbst Reifenhersteller Pirelli mangelt es an zuverlässigen Daten.

08.04.2011 Bianca Leppert

Regen, Sonnenschein, Regen - im April macht das Wetter nicht nur in Deutschland was es will. In Malaysia sind plötzliche Gewitter an der Tagesordnung. Nur wann sie kommen, weiß niemand so genau. So unverhofft der Himmel seine Schleusen öffnet, so schnell sind die Gewitter auch wieder verzogen.

Mischbedingungen schwierig

Eigentlich sind die Formel 1-Teams an diese wechselhaften Bedingungen in Malaysia gewöhnt. In dieser Saison wartet mit den neuen Reifen aber eine neue Unbekannte. Bei den Testfahrten vor der Saison regnete es kaum. Wertvolle Erfahrungswerte und Daten zu den Regenreifen fehlen. "Das wird sicher interessant", prophezeit selbst ein erfahrener Pilot wie Michael Schumacher.
 
Die größte Herausforderung sieht Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery bei Mischbedingungen. Zur richtigen Zeit auf dem richtigen Reifen zu sein, wird der Schlüssel zum Erfolg. "Es wird schwierig werden, den richtigen Zeitpunkt für den Wechsel zu finden. Damit hat keiner Erfahrung. Vor allem wenn es abtrocknet, stellt sich die Frage, wie lange man die Intermediates noch aufgezogen lässt."

Tesfahrten mit Intermediates in Istanbul

Bei dieser Entscheidung ist das strategische Geschick der Teams gefragt. Pirelli gibt zwar Empfehlungen, ein großer Erfahrungsschatz sieht aber anders aus. Zwischen dem Grand Prix von Australien und Malaysia testete die Pirelli-Mannschaft die Intermediates mit Pedro de la Rosa in Istanbul. "Das Feedback war gut", fasst Hembery zusammen. "Ich denke, wir haben genug getestet, aber die Praxis sieht oft anders aus." Während Pirelli bei den Tests nur mit einem Auto auf der Strecke war, können sich die Bedingungen an einem Rennwochenende mit 24 Formel 1-Autos schnell ändern.

Sollte es trocken bleiben, erwartet Hembery andere Strategien als in Melbourne. Aufgrund der höheren Streckentemperatur und des aggressiven Asphalts, werden die Reifen stärker abbauen. Der Engländer rechnet mit drei Boxenstopps im Rennen. Die schnellen Kurven fordern den Reifen zusätzlich. Reifenschäden aufgrund der Extrembelastung schließt Pirelli aber aus. "Ich denke, dem harten Reifen kommt hier eine größere Bedeutung zu als in Melbourne", sagt Hembery. Der Experte könnte sich sogar vorstellen, dass manche Teams auch im dritten Qualifying-Abschnitt den harten Pneu nutzen.

Neue Kennzeichnung der Reifen

Für die Fans zuhause am Fernseher soll es indes leichter werden, harte und weiche Reifenmischungen zu unterscheiden. Der harte Reifen trägt wie bisher den silbernen Pirelli-Schriftzug. Der weiche, gelb gekennzeichnete Reifen erhält in Malaysia und China ein zusätzliches goldenes Band. Das ist allerdings nur eine Übergangslösung. In der Türkei sollen die Zuschauer die weichen Reifen an zusätzlichen Streifen an den Außenflanken erkennen.

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