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GP Monaco 2010 - Ergebnis Rennen

Red Bull-Doppelsieg in Monte Carlo

Mark Webber Foto: Red Bull 30 Bilder

Update ++ Schumi bestraft ++ Mark Webber hat sich in Monaco den zweiten Sieg in sieben Tagen gesichert. Hinter dem Australier landeten Sebastian Vettel und Robert Kubica auf den weiteren Plätzen. Michael Schumacher wurde auf Platz zwölf zurückversetzt.

16.05.2010 Tobias Grüner

Mark Webber befindet sich in der Form seines Lebens. Auf Grand Prix-Sieg Nummer drei in Barcelona folgte nur sieben Tage später in den Gassen von Monte Carlo der vierte Erfolg in der Karriere des Australiers. Von der Pole Position aus dominierte der Red Bull-Pilot das Rennen von Beginn an und ließ seinem Teamkollegen Sebastian Vettel keine Chance.

Auch vier Safety-Car-Phasen konnten Webber an diesem Tag in Monaco nicht stoppen. "Das fühlt sich wirklich unglaublich an. Es ist ein ganz besonderer Tag für mich", freute sich Webber nach der Zieldurchfahrt. "Monaco ist wirklich ein harter Test und eine Herausforderung."

Vettel überholt Kubica am Start

Direkt nach der ersten Safety-Car-Phase zog Webber weit von seinen Verfolgern davon und gab die Führung auch nach seinem Pflichtboxenstopp nicht ab. Vettel musste sich früh mit Rang zwei zufrieden geben. Den Grundstein für den mittleren Podiumsplatz legte der Heppenheimer schon am Start, als er den Renault von Robert Kubica überrumpeln konnte. "Das war der Schlüssel heute für Rang zwei. Leider konnte ich nicht mit Mark mithalten. Da müssen wir mal schauen, warum. Aber für den zweiten Platz gibt es auch wertvolle Punkte."

Überraschungsmann Kubica blieb am Ende immerhin noch Rang drei. Nach seinem zweiten Platz in Melbourne landete der Krakauer damit schon das zweite Mal in diesem Jahr auf dem Podest. "Ich wusste, dass der Start auf der dreckigen Seite schwierig wird", berichtet der Renault-Pilot über die entscheidende Szene. "Ich habe etwas zu viel Gas gegeben, dann haben die Reifen durchgedreht. Sebastian ging vorbei. Felipe (Massa) konnte ich gerade noch hinter mir halten."

Der von Kubica angesprochene Ferrari-Pilot konnte sich am Ende über Rang vier freuen. Mit einer fehlerfreien Fahrt ließ der Brasilianer seinem Verfolger Lewis Hamilton nur den fünften Platz. Der Weltmeister von 2008 konnte damit aber wenigstens etwas Zählbares für McLaren retten. Teamkollege Jenson Button rollte bereits in der ersten Safety-Car-Phase in Runde drei aus. Eine defekte Ölleitung zwang den Weltmeister zum Stopp.

Schumacher überholt Alonso kurz vor der Ziellinie

Direkt hinter Hamilton kam mit Michael Schumacher der erste Mercedes über die Ziellinie. Allerings musste der Rekordchampion seinen sechsten Platz am Grünen Tisch wieder hergeben. Vier Runden vor dem Ende musste das Safety-Car noch einmal auf die Strecke, als Karun Chandhok (HRT F1) und Jarno Trulli (Lotus) in der Rascasse-Kurve heftig zusammengekracht waren.

Das Safety-Car bog erst wenige Meter vor der Ziellinie in der letzten Kurve in die Box. Schumi nutzte die kurze Zeit, um sich den Ferrari von Fernando Alonso in der Rascasse-Kurve zu schnappen. Doch der Deutsche hatte sich zu früh gefreut. In der letzten Runde gilt eine Sonderregel, dass bis zur Ziellinie nicht mehr überholt werden darf. Nach langen Diskussionen wurde Schumacher mit einer 20 Sekunden-Strafe belegt, die ihn auf Rang zwölf zurückwarf. Mercedes GP hat bereits angekündigt, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Fernando Alonso erhielt den verlorenen Platz zurück und wurde Sechster. Dabei lieferte der aus der Boxengasse gestartete Spanier eine taktische Meisterleistung ab. Schon in der ersten Safety-Car-Phase in Runde eins rief Ferrari seinen zweifachen Weltmeister zum obligatorischen Stopp, um auf harte Reifen zu wechseln. Nachdem der Rest des Feldes nachgezogen hatte, lag Alonso plötzlich auf Platz sechs. Die Strategie ging nur auf, weil der Spanier auf der überholfeindlichen Strecke zu Beginn des Rennens einen Gegner nach dem anderen passieren konnte.

Michael Schumacher hatte das teaminterne Duell bei Mercedes bis zu dem Vorfall in der letzten Kurve für sich entschieden. Der Rekordweltmeister kam am Start besser von der Linie weg und ging schon vor der ersten Kurve an Nico Rosberg vorbei. "Ich hatte sehr viel durchdrehende Reifen am Start", entschuldigt sich Rosberg. "Da ist der Michael auch schon vorbeigeflogen. Ich weiß auch nicht, wo der Baricchello auf einmal hergekommen ist und dann hatte ich auch schon zwei Plätze verloren." Wegen der Strafe für Schumacher landete Rosberg am Ende doch noch vor seinem Teamgefährten auf Rang sieben.

Beide Force India in den Punkten

Mit Adrian Sutil und Tonio Liuzzi auf den Plätzen acht und neun brachte auch Force India beide Autos in die Punkte. Sutil erwischte einen sehr guten Start und wurde für ein fehlerfreies Rennen mit Rang acht belohnt. Den letzten Punkteplatz sicherte sich dank der Schumi-Strafe der Schweizer Sebastien Buemi. Für den Toro Rosso-Piloten gab es am Grünen Tisch den ersten Zähler in diesem Jahr.

Für Timo Glock war das Rennen bereits nach einem Drittel der Gesamtdistanz beendet. Sein Virgin hielt den Belastungen des welligen Straßenkurses nicht stand. "Mir ist hinten die rechte Spurstange gebrochen, ohne irgendwo angeschlagen zu sein", klagte der Deutsche. "Am Anfang hat es richtig Spaß gemacht. Ich hatte keinen guten Start, konnte aber anschließend in einer Kurve gleich zwei Autos überholen."

Beide Williams krachen in die Leitplanken

Für Nico Hülkenberg war die Hafenrundfahrt sogar noch schneller beendet. Das Unheil begann für den Rheinländer bereits, da waren die Lichter der Startampel noch gar nicht ausgegangen. "Auf der Einführungsrunde konnte ich den ersten Gang nicht reinlegen und bin dann als Letzter weggekommen." Beim Versuch, dem Feld hinterherzuhecheln, krachte der Williams-Pilot im Tunnel bei hoher Geschwindigkeit in die Bande. "Bis zu dem Ausfall hat sich das Auto ganz normal angefühlt", zuckte der Deutsche mit den Schultern.

Auch Hülkenbergs Teamkollege Rubens Barrichello verabschiedete sich vorzeitig. Der Brasilianer, der am Start schon auf Rang sechs nach vorne geprescht war, verlor bei der Auffahrt zum Casino die Kontrolle über seinen Boliden. Um den zerstörten Williams zu bergen, schickte die Rennleitung in der 31. Runde zum zweiten Mal das Safety-Car auf die Strecke. In der 43. Runde gab es wieder Arbeit für Safety-Car-Pilot Bernd Mayländer. Ein Kanaldeckel hatte sich auf der Strecke gelöst und musste von den Marshalls wieder befestigt werden.

Beide Red Bull in der WM-Wertung vorne

Dank des Red Bull-Doppelsiegs führen Webber und Vettel nun mit jeweils 78 Punkten auch gemeinsam die WM-Wertung. Da Webber nun einen Grand Prix-Sieg mehr vorweisen kann, wird der Australier vor dem Deutschen geführt.

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