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GP Monaco 2011 - Ergebnis Qualifikation

Vettel auf Pole - Perez mit heftigem Crash

Sergio Perez Crash GP Monaco 2011 Foto: dpa 66 Bilder

Update ++ Red Bull-Pilot Sebastian Vettel startet beim Grand Prix von Monaco von der Pole Position. Überschattet wurde das Qualifikationstraining am Samstag (28.5.) jedoch von einem schweren Unfall des Sauber-Piloten Sergio Perez.

28.05.2011 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist offenbar auch in Monaco nicht zu schlagen. Mit einer Zeit von 1:13.556 Min. sicherte sich der Red Bull-Pilot nicht nur zum fünften Mal in dieser Saison den ersten Startplatz sondern markierte auch noch die schnellste Pole Position-Runde, die jemals in Monaco gefahren wurde.

Überschattet wurde die Glanzleistung des Weltmeisters allerdings von einem schweren Unfall von Sergio Perez. Der Sauber-Pilot aus Mexiko verlor im letzten Quali-Abschnitt in der Bremszone vor der Hafenschikane die Kontrolle über sein Auto. Zweieinhalb Minuten vor Ende der Sitzung schlug der Rookie mit geschätzten 150 km/h seitlich in die Tecpro-Barrieren ein.

Perez darf nicht im Rennen starten

An der gleichen Stelle war im dritten Training schon Nico Rosberg abgeflogen. Der Mercedes-Pilot hatte allerdings etwas mehr Glück. Er streifte die Trennbarriere zwischen Strecke und Auslaufzone nur leicht. Perez erwischte die Wand dagegen mit voller Breitseite.

Nach den ersten Untersuchungen im Krankenhaus konnten die Ärzte allerdings Entwarnung geben. Außer einer Gehirnerschütterung und einer Oberschenkelprellung sei Perez in guter Verfassung. Der Pilot war während der Bergung bei Bewusstsein und hatte außer Kopfschmerzen keine Beschwerden. Am Rennen darf er trotzdem nicht teilnehmen, entschied das Team am Abend.

Button hinter Vettel auf Rang zwei

Die Sitzung musste nach dem Crash für 38 Minuten unterbrochen werden. Im Schatten des schweren Unfalls spielte das sportliche Geschehen auf der Strecke natürlich nur eine Nebenrolle. Pole-Setter Vettel muss sich am Sonntag die erste Startreihe mit Jenson Button teilen. Der Engländer wurde mit vier Zehnteln dabei deutlich distanziert.

"Es hat einfach alles gepasst. Wir haben das auf den Punkt hinbekommen. Die Pole ist hier besonders wichtig", freute sich Vettel über seine Leistung. Die ersten Gedanken galten aber Crashpilot Perez: "Ich habe gehört das Sergio bei Bewusstsein ist. Das ist gut zu hören. Ich hoffe, dass es ihm gut geht und er bald wieder im Auto sitzt."

Vettels Red Bull-Teamkollege Mark Webber muss das Rennen von der dritten Position angehen. Der Vorjahressieger steht dabei neben Fernando Alonso im Ferrari. Nach einer guten Vorstellung in den Trainings konnten die roten Autos die Leistung in der Qualifikation nicht mehr ganz bestätigen. Felipe Massa wurde sogar nur Sechster.

Schumacher schnell unterwegs

Im roten Ferrari-Sandwich sicherte sich Michael Schumacher den fünften Platz. Der fünffache Monaco-Sieger konnte damit die beste Quali-Platzierung des Jahres feiern. Außerdem konnte er erstmals das teaminterne Duell gegen Nico Rosberg gewinnen. Nach dessen Crash vom Vormittag war der Mercedes gerade noch rechtzeitig repariert worden. Mehr als Platz sieben hinter Massa war für den Wahlmonegassen beim Heimspiel aber nicht drin.

"Dort ist ein riesiger Hügel auf der Piste. Man springt dann auf der Bremse in die Stelle rein", berichtet der Silberpfeil-Pilot von den Tücken der Hafenschikane. "Es war schon stark vom Team das Auto wieder rechtzeitig zusammen zu bauen. Das Quali lief auch gut für mich, bis zur roten Flagge."

Für Lewis Hamilton kam der Unfall von Perez ebenfalls zur falschen Zeit. Der McLaren-Pilot hatte lange gepokert und ging erst zum Schluss der Sitzung auf seinen ersten Run. Dabei kam ihm der Rennabbruch in die Quere. Bei seinem Versuch in den letzten Sekunden kürzte Hamilton auch noch die Schikane ab. Die Zeit, die für Platz sieben gereicht hätte, wurde gestrichen. So rutschte der Engländer noch hinter Pastor Maldonado (Williams) auf Rang neun.

Niederlagen für Sutil und Heidfeld

Adrian Sutil (Force India) und Nick Heidfeld (Renault) gelang es ebenfalls nicht, sich wie gewünscht in Szene zu setzen. Auf den Plätzen 15 und 16 teilen sich die beiden Deutschen nur die achte Startreihe. Beide wird es zudem ärgern, dass sie im Teamduell eine Niederlage kassierten. Sutil blieb dabei nur drei knappe Tausendstel hinter Paul di Resta. Heidfeld verpasste die Vorgabe von Vitaly Petrov (Platz elf) deutlich um vier Zehntel.

Timo Glock war wieder einmal der einzige deutsche Pilot, der schon im ersten Trainingsabschnitt die Segel streichen musste. Immerhin konnte der Virgin-Pilot das Teamduell gegen Jerome D’Ambrosio gewinnen. Die 107-Prozent-Zeit unterbot der Odenwälder ebenfalls locker.

Hispania ohne Quali-Einsatz

Die beiden Hispania-Autos Narain Karthikeyan und Vitantonio Liuzzi starten am Sonntag aus der letzten Startreihe. Das HRT-Duo verzichtete komplett auf einen Einsatz in der Qualifikation. Da beide im Freien Training unter der 107-Prozent-Zeit blieben, dürfen sie wohl mit einer Ausnahmegenehmigung starten.

Neben den beiden Lotus, den beiden Virgin und den beiden Hispania war auch für Toro Rosso-Pilot Jaime Alguersuari schon nach der ersten K.O.-Runde Schluss. Der Spanier wurde in seiner schnellen Runde von einem Sauber aufgehalten. In der Rascasse-Kurve beschädigte er sich beim Drängeln auch noch den Frontflügel.

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