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GP Monaco 2012 (Ergebnis Qualifikation)

Schumi mit Bestzeit, Webber auf Pole

Michael Schumacher GP Monaco 2012 Foto: dpa 72 Bilder

Sensation in Monaco: Michael Schumacher ist im Qualifying zum Grand Prix-Klassiker am Samstag (26.5.) die schnellste Zeit gefahren. Durch die Strafe aus Barcelona startet der Rekordchampion aber nur von Platz sechs. Die Pole Position erbt Mark Webber im Red Bull.

26.05.2012 Tobias Grüner

Michael Schumacher hatte wohl schon eine Vorahnung. Als er schon vor einer Woche bei einem Besuch bei der Moto GP nach seinem Kommentar zu der Strafversetzung um fünf Plätze gefragt wurde, antwortete der Altmeister trotzig: "Dann starte ich eben von Platz sechs." Schumis Optimismus in allen Ehren, aber manchmal werden auch die verrücktesten Prognosen wahr.

Webber erbt Pole Position von Schumacher

Im Qualifying zum GP Monaco sahen die Fans endlich wieder den alten Schumi. In 1:14.301 Minuten fuhr der fünffache Monaco-Sieger die schnellste Runde des Wochenendes. "Ich bin mehr als begeistert, dass es ausgerechnet hier geklappt hat", freute sich Schumi. Und nach dem, was ich in den letzten zweieinhalb Jahren durchgemacht habe, ist das wirklich toll. So etwas habe ich lange nicht gefühlt. Es hat etwas länger gedauert, als ich selbst gewollt hatte. Ich möchte mich bei meinem Team bedanken, die mich immer unterstützt haben. Ich hoffe, dass wir dem morgen noch etwas folgen lassen können."

Die Strafe nach dem Crash mit Bruno Senna beim GP Spanien wirft den Mercedes-Piloten von der Pole Position auf Rang sechs zurück. Mark Webber ist der Nachrücker auf den besten Startplatz. "Michael hat eine gute Runde hinbekommen. Respekt und Glückwunsch an ihn", gratulierte der Australier. Eigentlich hatte der Red Bull-Pilot die Pole Position zuvor noch ausgeschlossen. "Am Donnerstag waren wir auch noch nicht so gut", so Webber. "Die Jungs haben wirklich gut gearbeitet."

Rosberg rückt in die erste Startreihe

Von der Rückversetzung Schumachers profitiert auch Teamkollege Nico Rosberg. Der Wahlmonegasse nimmt den zweiten Platz in der ersten Startreihe ein. "Das war ein gutes Qualifying von uns. Ich hatte etwas viel Untersteuern. Aber die erste Startreihe ist super für das Rennen", freute sich Rosberg, dem anderthalb Zehntel auf Schumacher fehlten." Vom Rennspeed sehe ich auch gute Chancen für uns. Es ist schön, dass wir als Team immer mehr Fortschritte machen."

In der zweiten Reihe der bunt gemischten Startaufstellung stehen Lewis Hamilton im McLaren und Romain Grosjean im Lotus. Mit drei Zehnteln Rückstand konnten beide nicht in den Kampf um die Pole Position eingreifen. Auch die beiden Ferrari konnten im Qualifying nicht ganz die guten Leistungen aus dem Freien Training bestätigen. Fernando Alonso rückt durch die Versetzung von Schumacher auf Rang fünf nach vorne. Felipe Massa startet hinter dem Mercedes auf der Sieben. Der Brasilianer teilt sich den Platz in der vierten Reihe mit Kimi Räikkönen.

Maldonado zehn Plätze zurück

Die neuntschnellste Zeit im Qualifying fuhr Pastor Maldonado. Allerdings muss der Williams-Pilot genau wie Schumacher in der Startaufstellung zurück. Nach einer unnötigen Kollision mit Sergio Perez im dritten Training gab es von den FIA-Stewards eine Strafversetzung um zehn Plätze. Später musste auch noch unplanmäßig das Getriebe gewechselt werden, was weitere fünf Plätze kostetet. Damit startet der Barcelona-Sieger von ganz hinten.

Erster Profiteur der Strafen gegen Maldonado war Sebastian Vettel. Der Vorjahressieger kam im Qualifying aber nie richtig in Schwung. Der Red Bull-Pilot hatte schon vor dem letzten Abschnitt alle weichen Reifen verbraucht und verzichtete im Q3 darauf eine Zeit zu setzen. Auf Rang neun hat Vettel immerhin als erster Pilot im Feld die Wahl, mit welcher Reifenmischung er ins Rennen gehen will. Auf der überholfeindlichen Strecke in Monaco sind die Aussichten auf einen Podiumsplatz aber gering.

Vettel mit Hülkenberg in Startreihe fünf

Vettel teilt sich den Platz in Reihe fünf mit Landsmann Nico Hülkenberg. Der Rheinländer scheiterte dabei nur ganz knapp an der Q3-Hürde. Ein Zehntel fehlte dem Force India-Piloten zum Einzug in das Finale der schnellsten Zehn. Immerhin konnte der Force India-Pilot das Teamduell gegen Paul di Resta mit drei Zehnteln Vorsprung deutlich für sich entscheiden. Der Schotte startet vier Plätze hinter dem Deutschen.

Das prominenteste Opfer im zweiten Durchgang hieß aber Jenson Button. Der Monaco-Sieger von 2009 landete hinter dem Sauber von Kamui Kobayashi nur auf Platz 13 - neun Plätze hinter Teamkollege Hamilton. Durch die Versetzung von Maldonado muss Button im Rennen von Rang zwölf aus Schadensbegrenzung betreiben.

Trainingsabbruch nach Perez-Crash

Für Sergio Perez war das Monaco-Qualifying wie schon im Vorjahr vorzeitig beendet. Dieses Mal verlor der Sauber-Pilot nicht in der Hafen-Schikane sondern in der Schwimmbad-Schikane die Kontrolle über sein Auto. Nach dem Training war nicht ganz klar, ob die Aufhängung defekt oder der Pilot einfach zu schnell war. "Es hat sich komisch angefühlt", erklärte der Pilot. Die Teile sollen nun in der Sauber-Fabrik genauer untersucht werden.

Der seitliche Einschlag in die Leitplanke ging für den Piloten glimpflich aus. Das Auto überstand den Kontakt mit der Bande nicht unbeschadet. Auf der linken Seite knickten die Aufhängungen komplett ein. Beim Versuch sich in die Box zurückzuschleppen, verlor Perez auch noch ein Rad. In der Rascasse musste er sein Auto schließlich abstellen. Um den havarierten Sauber zur Seite zu räumen, unterbrach die Rennleitung die erste Sitzung für sechs Minuten.

Neben Perez, der das Rennen am Sonntag vom letzten Platz startet, fielen auch die sechs Autos von Caterham, Marussia und HRT schon in der ersten K.O.-Runde durch den Rost. Heikki Kovalainen fehlten nur fünf Hundertstel zum Einzug in das Q2. Timo Glock landete am Ende hinter den beiden Caterham auf Rang 19. "Ich bin mit meiner Position ganz zufrieden", erklärte der Hesse anschließend. "Wir haben als Team einen guten Job gemacht. Der Startplatz hinter Petrov ist nicht so schlecht."

In unserer Bildergalerie haben wir die besten Fotos des Qualifying-Samstags.

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