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GP Monaco 2012 (Ergebnis Rennen)

Kein Protest - Webber behält Monaco-Sieg

GP Monaco 2012 Start Foto: xpb 57 Bilder

Update ++ Kein Protest ++ Mark Webber hat die 70. Ausgabe des Grand Prix von Monaco gewonnen. In einem strategisch geführten Rennen fuhr der Red Bull-Pilot knapp vor Nico Rosberg und Fernando Alonso ins Ziel. Sebastian Vettel kämpfte sich durch eine gute Taktik auf Platz vier nach vorne.

27.05.2012 Tobias Grüner

Die verrückte Sieger-Serie hat auch in Monaco gehalten: Auch im sechsten Rennen des Jahres stand wieder einmal ein neues Gesicht ganz oben auf dem Podium - oder besser gesagt in der Fürstenloge. Mark Webber feierte am Sonntag (27.5.) seinen zweiten Monte Carlo-Sieg nach 2010 und sorgt dafür, dass sich Red Bull als erstes Team den zweiten 2012er Siegerpokal in die Vitrine stellen kann.

Webber fährt fehlerfreies Rennen

Nach fünf spektakulären Rennen konnte der Klassiker im Fürstentum aber nicht das erhoffte Spektakel bieten. Pole-Sitter Webber diktierte das Rennen nach dem gewonnenen Start von der Spitze weg und machte weder auf der Piste noch in Sachen Strategie einen Fehler. Nur der Regen hätte den Australier an diesem Tag vom achten Grand Prix-Erfolg abhalten können. Doch obwohl sich der Himmel zwischendurch bedrohlich verdunkelte, blieb es bis auf ein paar Tropfen in den Schlussrunden trocken.

"Das Wetter war immer bedrohlich heute. Das hat das Rennen interessant gemacht", erklärte Webber später. "Der Regen war angekündigt. Deshalb wollten wir alle solange wie möglich draußen bleiben. Dann hat Nico den ersten Schachzug gemacht und alle mussten reagieren."

Rosberg nur um sechs Zehntel geschlagen

Nico Rosberg versuchte auf Rang zwei alles, um Webber unter Druck zu setzen. Trotz Regen-Prognose wagte der Mercedes-Pilot in der 26. Runde den ersten Boxenstopp in der Spitzengruppe. Doch Webber konterte nur zwei Runden später seinerseits mit dem Reifenwechsel und konnte seine Spitzenposition damit behaupten. Im Ziel trennten nur sechs Zehntel die ersten beiden Piloten.

"Das ist etwas schade", so Rosberg später. "Ich denke wir hatten an diesem Wochenende das schnellste Auto. Ich war wirklich überrascht, wie gut es im Rennen lief. Ich hatte einen guten Start, aber Mark leider auch. Danach ging es vor allem daraum, die Reifen in Schuss zu halten. Die Einstopp-Strategie war wohl für alle klar. Mit dem zweiten Platz kann ich aber auch glücklich sein."

Lewis Hamilton hatte mit der Taktik dagegen kein glückliches Händchen. Der McLaren-Pilot ging in Runde 28 an die Box, verlor dabei aber Rang drei an Fernando Alonso, der eine schnelle Runde länger draußen blieb. "Da hat wirklich alles gepasst. Sowohl das Timing als auch der Stopp selbst. Danke nochmal an das Team", freute sich der Spanier. "Mit den 15 Punkten für Rang drei setzte sich der Ferrari-Pilot auch wieder alleine an die Spitze der WM-Wertung.

Verliert Red Bull den Sieg am Grünen Tisch?

Am Ende ging auch noch Sebastian Vettel an Hamilton vorbei. Der Weltmeister setzte auf eine andere Taktik als die Spitze. Von Startplatz neun hatte Vettel als erster Pilot die freie Reifenwahl für den Start. Der Heppenheimer entschied sich für die härtere Mischung und fuhr damit bis zur 46. Runde. Bis zum Ende des Stints konnte der Red Bull sehr schnelle Zeiten setzen. Nach dem Pflichtstopp fuhr er Hamilton mit dem Heck genau vor die Nase.

"Ich wusste, dass jede Runde entscheidend ist", erklärte Vettel später. "Wir haben einen guten Vorsprung auf die Konkurrenten rausgefahren, so dass wir Plätze gut machen konnten." Zwischendurch sah es fast so aus, als könne der Champion sogar um den Sieg kämpfen. Doch im Fernduell konnte Webber zum richtigen Moment zulegen und die Lücke klein halten. "Ich musste auf zwei Konkurrenten gleichzeitig aufpassen", grinste Webber im Ziel.

Mit Platz vier konnte Vettel aber immerhin noch erfolgreich Schadensbegrenzung betreiben. Er verlor zwar die WM-Führung an Alonso, liegt mit drei Punkten Rückstand aber immer noch in direkter Schlagdistanz. Nach dem Rennen mussten Webber und Vettel aber noch einmal zittern. Ferrari und McLaren hatten vorher einen Protest wegen eines angeblich illegalen Unterbodens angekündigt. Am Schluss verzichtete die Konkurrenz aber auf einen formalen Einspruch. Webber durfte seinen Sieg behalten.

Beide Force India in den Punkten

Felipe Massa hätte als erster Kandidat von einer Disqualifkation profitiert. Der Ferrari-Pilot fuhr als Sechster über die Ziellinie und feierte damit das beste Resultat seiner Saison

Hinter dem Brasilianer kamen auch die beiden Force India in die Punkte. Paul di Resta landete auf Rang sieben, Nico Hülkenberg fuhr als Achter über die Linie. Der Rheinländer nutzte einen Moment der Konfusion, um am Lotus von Kimi Räikkönen vorbeizukommen. Der Finne wurde von Sauber-Pilot Sergio Perez aufgehalten, der sich etwas spät entschied, in die Box abzubiegen. Für die Aktion kassierte der Mexikaner eine Durchfahrtsstrafe, die Räikkönen aber auch nicht weiterhalf.

Den letzten Punkteplatz hinter Räikkönen sicherte sich Bruno Senna. Der Brasilianer profitierte dabei auch vom Ausfall von Michael Schumacher. Der Rekordchampion, der im Training noch die schnellste Zeit gefahren war und nach seiner Strafversetzung von Rang sechs startete, fuhr im Rennen lange auf Position sieben. Doch zwölf Runden vor Schluss musste der Mercedes-Pilot seinen Silberpfeil mit einem Benzindruck-Problem an der Box abstellen.

Monaco-Spektakel am Start und am Schluss

Die spektakulärsten Momente bot der Grand Prix-Klassiker im Fürstentum am Start und am Ende. Als die Lichter der Ampel erloschen rangelte sich Romain Grosjean, der von Rang drei losfuhr, erst mit Alonso, später auch noch mit Michael Schumacher. Noch vor der ersten Kurve krachte der Lotus ins Aus. Auch Kamui Kobayashi kollidierte im Startgetümmel und musste seinen Sauber früh abstellen.

In den letzten zehn Runden fielen dann plötzlich die ersten Tropfen des lange angekündigten Regens. Allerdings blieb die Strecke noch soweit trocken, dass alle Piloten an der Spitze mit Slicks auf der Bahn blieben. Hinter Spitzenreiter Webber bildete sich ein riesiger Stau. Die ersten sechs Fahrer fuhren innerhalb von 6,1 Sekunden über die Ziellinie. Überholmanöver gab es ganz vorne aber nicht mehr.

In der WM-Wertung führt nun wie bereits erwähnt Fernando Alonso mit 76 Zählern vor den punktgleichen Red Bull-Teamkollegen Sebastian Vettel (73) und Mark Webber (73). Lewis Hamilton (63) verlor auf Platz vier etwas an Boden. Nico Rosberg (59) konnte fast auf den McLaren-Piloten aufschließen. Für Kimi Räikkönen (59) und Jenson Button (45) war Monaco ein verlorenes Wochenende.

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