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GP Monaco 2014 (Ergebnis Qualifying)

Rosberg kontrovers auf Pole-Position

Nico Rosberg Lewis Hamilton Daniel Ricciardo GP Monaco 2014 Foto: xpb 79 Bilder

Nico Rosberg startet zum GP Monaco vom ersten Platz. Die Bestzeit im Qualifying war nicht ganz unumstritten. Der Mercedes-Pilot machte im letzten Versuch einen Fehler und löste im Finale eine Gelbphase aus. Die Konkurrenz konnte sich dadurch nicht mehr verbessern. Lewis Hamilton wurde Zweiter vor Daniel Ricciardo.

24.05.2014 Bianca Leppert

Sechstes Qualifying der Saison und zum sechsten Mal ein Mercedes an der Spitze. Nach zwei Pole-Positions in Folge von Lewis Hamilton schnappte sich dieses Mal Nico Rosberg bei seinem Heimrennen die beste Startposition mit einer Rundenzeit von 1:15,989 Minuten.

Rosberg löst Gelbphase aus

Allerdings ging es dabei nicht ganz ohne Kontroversen zu. Denn bei seinem finalen Versuch verbremste sich Rosberg in der Mirabeau-Kurve, nahm den Notausgang und löste damit eine Gelbphase aus. Zuvor lag er bereits auf dem ersten Rang, der Konkurrenz blieb so keine Chance, sich zu verbessern.

Manche erinnerten sich bei diesen Bildern an die Blockier-Aktion von Michael Schumacher in der Rascasse-Kurve. Besonders sauer stieß dies natürlich Hamilton auf, der griesgrämig drein guckte und sich mit Platz zwei begnügen musste. Damit geht der teaminterne Kampf zwischen den beiden Mercedes-Piloten in die nächste Ebene.

"Ich hatte einen guten ersten Versuch und musste im zweiten Versuch etwas probieren", verteidigte sich Rosberg. "Mein Teamkollege war nah dran. Aber dann haben die Reifen blockiert. Wenn ich nicht geradeaus gefahren wäre, wäre ich in die Bande gekracht. Es tut mir natürlich leid für Lewis. Ich wusste nicht wo er sich befindet. Ich habe ihn dann gesehen, als ich rückwärts gefahren bin." Die Rennleitung leitete nach dem Qualifying eine Untersuchung gegen Rosberg ein, um zu überprüfen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Sie kam zum Schluss, dass Rosberg keine Schuld trifft.

Red Bull nicht ganz aussortiert

Daniel Ricciardo wurde hinter dem Silberpfeil-Duo Dritter mit rund 3 Zehntelsekunden Rückstand. "Wir hätten deutlich näher dran sein können. Leider habe ich am Ausgang von Kurve 8 das Heck verloren."

Sebastian Vettel konnte nicht mit dem Australier mithalten und geht als Vierter ins Rennen. "Es war ein enttäuschender Tag", sagte Vettel. "Im ersten Quali-Abschnitt haben wir Probleme mit dem ERS-Hybrid-Antrieb bekommen. Der Elektro-Boost hat nicht die Power gebracht, die er bringen sollte. Wir haben dann eine andere Einstellung gewählt, die etwas langsamer war. Dadurch haben wir ein bisschen von der ERS-Power zurückbekommen, aber nicht alles."

Auf dem fünften Platz landete Fernando Alonso im Ferrari vor seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen. Jean-Eric Vergne lieferte eine starke Vorstellung mit Platz 7 im Toro Rosso ab. Kevin Magnussen machte mit der achten Position wieder einmal positiv auf sich aufmerksam. Daniil Kvyat, der zum ersten Mal in Monaco unterwegs war und sich in Q1 bei einem Dreher noch den Frontflügel zerstörte, rehabilitierte sich mit Platz 9. Sergio Perez komplettiert die Top-Ten im Force India.

Hülkenberg auf Platz 11

Nico Hülkenberg klassierte sich auf dem elften Rang. Der Force India-Pilot verpasste nicht nur den Einzug in Q2, sondern musste damit auch im Teamduell gegen Perez eine Schlappe hinnehmen. "Monaco ist immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Am Ende hat nur ein Zehntel gefehlt. Das ist schade und auch etwas enttäuschend. Aber der 11. Platz ist nicht so schlecht als Ausgangsposition. Wegen der konservativen Reifen wird es wohl ein ödes Einstopp-Rennen. Es kommt deshalb vor allem darauf an, einen guten Start zu erwischen."

Jenson Button erging es nicht viel besser. Der McLaren-Pilot wurde ebenfalls von seinem Stallgefährten nass gemacht. Als alter Hase wird er mit Platz 12 in Monaco nicht ganz zufrieden sein. Dahinter rettete Valtteri Bottas auf Position 13 die Williams-Ehre.

Teamkollege Felipe Massa wurde dagegen von Marcus Ericsson schon in Q1 abgeräumt. Danach musste der Brasilianer zuschauen und sich mit Position 16 zufrieden geben. Der Vorfall wird von den Rennkommissaren untersucht. "Ich habe ihm Platz gelassen und er ist mir ins Auto gefahren", sagte Massa. "Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll. Ich bin enttäuscht." Hinter Bottas landeten die Lotus-Piloten Romain Grosjean und Pastor Maldonado auf 14 und 15.

Einige Vorfälle werden noch untersucht

Bereits im ersten Qualifying-Abschnitt mussten sich beide Sauber-Piloten verabschieden. Esteban Gutierrez und Adrian Sutil gehen von Platz 17 und 18 ins Rennen. Den beiden wurde der Unfall zwischen Ericsson und Massa in der Mirabeau-Kurve zum Verhängnis, weil danach eine Gelbphase wenige Minuten vor Ende von Q1 ausgelöst wurde.

Bei den Sportkommissaren stapelte sich jede Menge Arbeit auf dem Schreibtisch. Sowohl der Zwischenfall von Ericsson und Massa als auch Perez vs. Gutierrez und Kvyat vs. Maldonado werden untersucht.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Nico RosbergMercedes1:17.6781:16.4651:15.989
2. Lewis HamiltonMercedes1:17.8231:16.3541:16.048
3. Daniel RicciardoRed Bull1:17.9001:17.2331:16.384
4. Sebastian VettelRed Bull1:18.3831:17.0741:16.547
5. Fernando AlonsoFerrari1:17.8531:17.2001:16.686
6. Kimi RäikkönenFerrari1.17.9021:17.3981:17.389
7. Jean-Eric VergneToro Rosso1:17.5571:17.6571:17.540
8. Kevin MagnussenMcLaren1:17.9781:17.6091:17.555
9. Daniil KvyatToro Rosso1.18.6161:17.5941:18.090
10. Sergio PerezForce India1:18.1081:17.7551:18.327
11. Nico HülkenbergForce India1:18.4321:17.846
12. Jenson ButtonMcLaren1:17.8901:17.988
13. Valtteri BottasWilliams1:18.4071:18.082
14. Romain GrosjeanLotus1:18.3351:18.196
15. Pastor MaldonadoLotus1:18.5851:18.356
16. Felipe MassaWilliams1:18.209ohne Zeit
17. Esteban GutierrezSauber1:18.741
18. Adrian SutilSauber1:18.745
19. Jules BianchiMarussia1:19.332
20. Max ChiltonMarussia1:19.928
21. Kamui KobayashiCaterham1:20.133
22. Marcus EricssonCaterham1:21.732
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