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GP Monaco 2014 (Rennanalyse)

Lewis Hamilton im Blindflug unterwegs

Lewis Hamilton - Mercedes  - Formel 1 - GP Monaco - 25. Mai 2014 Foto: xpb 55 Bilder

Wieso konnte Lewis Hamilton nicht mehr richtig sehen? Wieso musste Nico Rosberg Sprit sparen? Wieso stoppte Kimi Räikkönen in der Safety Car Phase zwei Mal? Die Antworten in unserer Rennanalyse.

25.05.2014 Bianca Leppert

Warum bekamen Esteban Gutierrez, Max Chilton und Jules Bianchi eine 5-Sekunden-Strafe?

Während des Rennens wurde auf dem offiziellen Info-Monitor drei Strafen eingeblendet. Esteban Gutierrez, Max Chilton und Jules Bianchi erhielten eine 5-Sekunden-Strafe, die sie beim Boxenstopp absitzen mussten. Warum? Weil alle drei in der Startaufstellung nicht im eingezeichneten Feld parkten. Weil Pastor Maldonado aufgrund eines Benzinpumpen-Defekts aus der Startaufstellung geschoben wurde, ließen sich die drei Piloten von dem freigewordenen Platz irritieren und standen zu weit vorne.

Jules Bianchi traf die Strafe gleich doppelt. Bei Marussia schien man sich nicht darüber informiert zu haben, dass man die 5 Sekunden nicht bei einem Stopp während einer Safety Car Phase aussitzen darf. Deshalb hagelte es am Rennende gleich nochmal 5 Sekunden. Die Regel besagt, dass die Strafe beim nächsten Stopp fällig ist. Weil zu diesem Zeitpunkt aber kein Stopp mehr anstand, wurde die Zeitstrafe auf die Gesamtzeit addiert. Deshalb rutschte Bianchi, der auf Platz 8 über die Ziellinie fuhr, auf Rang 9 ab.

Was war mit Lewis Hamiltons Auge los?

Wenige Runden vor Schluss vergrößerte sich der Abstand zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Dem Briten machte seine eingeschränkte Sicht zu schaffen. Durch das Visier gelang Schmutz in sein Auge. "Ich hatte das noch nie", sagte er. "Ich habe geschaut, dass das Visier richtig geschlossen ist, aber es kam etwas Wind rein. Als ich nah hinter Nico war, kam plötzlich Dreck in mein Auge. Ich habe dann nur noch auf einem Auge gesehen und bin so gefahren, aber das ist ziemlich unmöglich. Deshalb habe ich in den langsamen Kurven versucht, das Visier zu öffnen um es sauber zu machen, aber das hat es schlimmer gemacht. Glücklicherweise ist es fünf Runden vor Schluss besser geworden, so dass ich vor Daniel bleiben konnte."

Hätte Daniel Ricciardo Lewis Hamilton noch gefährlich werden können?

Daniel Ricciardo ging sein Rennen heute taktisch an. Zunächst fuhr er recht kontrolliert und konstant, in der finalen Phase drehte der Australier nochmal auf. Er rückte Lewis Hamilton wenige Runden vor Schluss immer näher. In Runde 50 waren es noch 14 Sekunden, die die beiden trennten, bei der Zieldurchfahrt gerade einmal 0,4 Sekunden.

"Wir haben auf Lewis aufgeschlossen, das Team hat gesagt, dass ich ihn bald habe", sagte der Australier, der erst nach 20 Runden Vertrauen in die Reifen hatte. "Die Pace war gut, also wusste ich, dass ich ihn vielleicht bekomme. Ich wusste aber, wie schwierig es ist, hier zu überholen. Ich habe einfach abgewartet, was passiert, aber ich hatte nicht vor einfach Dritter zu werden. Am Ende wurde ich es, aber wenn es eine Lücke gegeben hätte, hätte ich sie genutzt."

Was passierte mit Kimi Räikkönen in der zweiten Safety Car Phase?

Als das Safety Car nach dem Unfall von Adrian Sutil auf die Strecke ging, nutzten viele Piloten die Gelegenheit für einen Boxenstopp. Kimi Räikkönen, der bis dahin ein gutes Rennen fuhr und mit einem tollen Start auf sich aufmerksam machte, steuerte aber gleich zwei Mal die Ferrari-Box an. Einmal in Runde 26 zum regulären Reifenwechsel von Supersoft auf Soft, dann ein weiteres Mal in Runde 28. Was war passiert? Als die Überrundeten vorbeiziehen durften, schlitzte ihm Max Chilton den rechten Hinterreifen auf und ruinierte so sein Rennen.

Warum wurde Nico Rosberg dazu ermahnt, Benzin zu sparen?

Nico Rosberg erwischte einen guten Start, ließ Lewis Hamilton hinter sich und ging in Führung. Trotzdem bekam er ordentlich Druck, denn Hamilton war in Lauerstellung. Die Folge des Duells: Seine Ingenieure mussten ihn ermahnen, auf den Spritverbrauch zu achten. Im Gegensatz zu Hamilton, der im Windschatten fahren konnte, war Rosberg über dem kalkulierten Level.

"Ich musste mich ziemlich umstellen", sagte Rosberg. "Zumal mir Lewis so im Nacken hing. Es war nicht ganz einfach, denn ich musste meinen Fahrstil komplett verändern. Andere Gänge nutzen, früher vom Gas gehen, es war alles anders. Aber das Team hat mich gut angeleitet und dann war ich wieder im Rhythmus."

In unserer Fotogalerie haben wir die Bilder des Rennens für Sie.

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Nico RosbergMercedes1:49.27,661 Std.
2. Lewis HamiltonMercedes+ 00:09.210 Min.
3. Daniel RicciardoRed Bull+ 00:09.614
4. Fernando AlonsoFerrari+ 00:32.452
5. Nico HülkenbergForce India+ 1 Runde
6. Jenson ButtonMcLaren+ 1 Runde
7. Felipe MassaWilliams+ 1 Runde
8. Romain GrosjeanLotus+ 1 Runde
9. Jules BianchiMarussia+ 1 Runde
10. Kevin MagnussenMcLaren+ 1 Runde
11. Marcus EricssonCaterham+ 1 Runde
12. Kimi RäikkönenFerrari+ 1 Runde
13. Kamui KobayashiCaterham+ 3 Runden
14. Max ChiltonMarussia+ 3 Runden
15. Esteban GutierrezSauberAusfall
16. Valtteri BottasWilliamsAusfall
17. Jean-Eric VergneToro RossoAusfall
18. Adrian SutilSauberAusfall
19. Daniil KvyatToro RossoAusfall
20. Sebastian VettelRed BullAusfall
21. Sergio PerezForce IndiaAusfall
22. Pastor MaldonadoLotusAusfall
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