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GP Monaco 2014 (Ergebnis Rennen)

Rosberg schlägt Hamilton in Monaco

Rosberg & Hamilton - GP Monaco 2014 Foto: xpb 79 Bilder

Auch beim 6. Rennen der Saison in Monaco ging der Sieg an einen Mercedes. Nico Rosberg entschied das Duell gegen Lewis Hamilton für sich und übernimmt damit die WM-Führung. Marussia sichert sich erste Punkte.

25.05.2014 Bianca Leppert

Mercedes fährt zurzeit eine eigene WM. Die Grand Prix-Siege werden aktuell nur zwischen den Teamkollegen Nico Rosberg und Lewis Hamilton ausgefochten. In Monaco hatte Nico Rosberg nach vier Siegen in Folge für Hamilton wieder einmal das bessere Blatt in der Hand. Er triumphierte bei seinem Heimrennen mit 9,2 Sekunden Vorsprung vor Hamilton und Daniel Ricciardo. Rosberg führt die WM nun wieder mit 4 Punkten Vorsprung an.

"Es war ein spezieller Tag, Lewis ist sehr gut gefahren und hat die ganze Zeit Druck gemacht. Ich bin cool geblieben und habe gewonnen", strahlte Rosberg im Ziel. "Zum zweiten Mal zuhause zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes für mich."

Der vor dem Rennen befürchtete Startcrash der beiden Mercedes-Piloten blieb aus. Rosberg kam besser von der Linie und bog als Führender in die erste Kurve ein. Auch kurz darauf, als das Safety-Car aufgrund eines Unfalls von Sergio Perez mit Jenson Button noch am Ende der ersten Runde ausrückte, ging der Punkt beim Restart an Rosberg.

Lewis Hamilton sauer über Strategie

Das Mercedes-Duell setzte sich auch in der zweiten Safety-Car-Phase fort. Adrian Sutil war ausgangs des Tunnels das Heck seines Saubers ausgebrochen. Der Bayer krachte heftig in die Leitplanken, was erneut zur Neutralisierung führte. Bitter für Sutil, denn bis dahin zeigte er eine vielversprechende Aufholjagd mit packenden Überholmanövern.

Die ohnehin schön unterkühlte Stimmung bei Mercedes besserte sich im Rennen nicht: Weil Rosberg in der zweiten Safety-Car-Phase als Erster in die Box zitiert wurde, beschwerte sich Hamilton über Funk. Er hätte schon eine Runde früher stoppen wollen und beklagte sich über das Timing. "Es ist klar, dass er frustriert ist", verteidigte Teamchef Toto Wolff. "Der Boxenstopp war seine einzige Chance vorbeizukommen und die wurde vom Safety-Car zerstört."

Auch bei Rosberg war viel los am Funk. Er erhielt mehrere Warnungen von den Ingenieuren, auf seinen Benzinverbrauch zu achten und höhere Gänge zu nutzen. "Mein Sprit ist knapp geworden. Das war eine besondere Herausforderung und nicht ohne. Ich musste meine komplette Fahrweise umstellen", sagte Rosberg. Zum Rennende fiel Hamilton zurück, weil er nicht mehr richtig sehen konnte. "Mir ist etwas Dreck ins Auge geflogen. Erst 4 Runden vor Schluss wurde es besser", sagte er nach dem Rennen.

Nur ein Renault-Motor in den Punkten

Auf Platz drei fuhr Daniel Ricciardo ein relativ unspektakuläres Rennen. Der Australier hielt sich aus allen Rangeleien raus und rettete die Renault-Ehre mit dem Podiumsplatz. "Der Start war nicht so gut, ich bin auf Platz 5 zurückgefallen. Wir haben am Ende noch versucht, Druck auf Hamilton zu machen. Aber konnte ihn nicht mehr angreifen."

Die Pechsträhne von Teamkollege Sebastian Vettel nahm in Monaco kein Ende. Der Red Bull-Pilot musste sein Auto in Runde 8 in der Box abstellen. "Genau weiß ich selbst noch nicht, was passiert ist. Ich hatte einfach keinen Ladedruck mehr. Und ein Turbomotor ohne Ladedruck - da kommt nicht mehr viel." Teamberater Helmut Marko erklärte nach dem Rennen, dass die Welle des Turboladers gebrochen war.

Fernando Alonso schaffte es mit einem konstanten Rennen auf den vierten Rang vor Nico Hülkenberg. Der Force India-Pilot verschaffte sich jede Menge Ruhm mit seiner beherzten Überholaktion gegen Kevin Magnussen in der Portier-Kurve vor dem Tunnel. Am Ende hielt er die McLaren mit abbauenen Reifen in Schach: "Ich hatte kein Gummi mehr auf den Reifen. Ich bin mehrmals fast in die Leitplanke gekracht. Konnte es gerade noch retten", berichtete der Deutsche später.

Magnussen kämpfte bis wenige Runden vor Schluss um Platz 6, musste sich dann aber zuerst Teamkollege Button geschlagen geben. Kurz darauf beharkte er sich mit Kimi Räikkönen in der Loews-Kurve und wurde dadurch am Ende nur Zehnter.

Beinahe-Crash in der Boxengasse

Magnussen erlebte schon zuvor einen Schreckmoment, als ihm Jean-Eric Vergne beinahe in der Boxengasse in die Seite krachte, weil die Toro Rosso-Mechaniker das Auto rausschickten, als der McLaren gerade angefahren kam. Vergne erntete eine Durchfahrtsstrafe von den Sportkommissaren und schied später mit einem Motorschaden ganz aus.

Felipe Massa profitierte auf Rang 7 von den Fehlern der Konkurrenz. Romain Grosjean wurde Achter. Dahinter feierte Jules Bianchi einen sensationellen neunten Platz. Eigentlich war der Marussia-Pilot vor seinem Landsmann im Lotus über die Ziellinie gefahren. Doch weil er sich am Start falsch aufgestellt hatte, gab es nachträglich noch eine 5-Sekunden-Strafe. Trotzdem war der Jubel bei Marussia groß. Bianchi bescherte dem Rennstall die ersten Punkte in der Teamgeschichte.

Die zwölfte Position belegte Kimi Räikkönen. Der  Finne überraschte mit einem sensationellen Start und schnappte sich zunächst Alonso, dann auch Ricciardo. In der zweiten Safety Car Phase musste er jedoch zwei Mal die Box ansteuern, weil er mit einem Marussia kollidiert war. Das Gerangel mit Magnussen kurz vor dem Ende ruinierte dann auch die letzten Punktehoffnungen.

Totalausfall für Sauber

Daneben gab es jede Menge Ausfälle. Für Sauber war der GP Monaco ein Totalschaden. Sutil sagte zu seinem Unfall: "Das war ein Fahrfehler. Ich bin auf der Bodenwelle beim Anbremsen ausgerutscht. Das lief heute nicht wie erhofft. Der Start war ganz ordentlich, aber dann hat sich Perez gedreht. Da gab es Stau und ich habe ich mir den Frontflügel etwas krumm gefahren. Vielleicht wäre aber trotzdem noch was drin gewesen. Aber ich habe einen Fehler gemacht und deshalb war das Rennen früher zu Ende."

Esteban Gutierrez blieb kurz vor dem Ende auf einem Punkteplatz liegend an der Leitplanke in der Rascasse-Kurve hängen, drehte sich und musste mit einem Reifenschaden aufgeben. Für Williams-Pilot Valtteri Bottas war das Rennen ebenfalls vorzeitig beendet. Ein Motorschaden stoppte den Finnen.

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Nico RosbergMercedes1:49.27,661 Std.
2. Lewis HamiltonMercedes+ 00:09.210 Min.
3. Daniel RicciardoRed Bull+ 00:09.614
4. Fernando AlonsoFerrari+ 00:32.452
5. Nico HülkenbergForce India+ 1 Runde
6. Jenson ButtonMcLaren+ 1 Runde
7. Felipe MassaWilliams+ 1 Runde
8. Romain GrosjeanLotus+ 1 Runde
9. Jules BianchiMarussia+ 1 Runde
10. Kevin MagnussenMcLaren+ 1 Runde
11. Marcus EricssonCaterham+ 1 Runde
12. Kimi RäikkönenFerrari+ 1 Runde
13. Kamui KobayashiCaterham+ 3 Runden
14. Max ChiltonMarussia+ 3 Runden
15. Esteban GutierrezSauberAusfall
16. Valtteri BottasWilliamsAusfall
17. Jean-Eric VergneToro RossoAusfall
18. Adrian SutilSauberAusfall
19. Daniil KvyatToro RossoAusfall
20. Sebastian VettelRed BullAusfall
21. Sergio PerezForce IndiaAusfall
22. Pastor MaldonadoLotusAusfall
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