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GP Monaco 2016 (Ergebnis Qualifying)

Ricciardo bezwingt die Mercedes

Daniel Ricciardo - GP Monaco 2016 Foto: sutton-images.com 52 Bilder

Mercedes ist geschlagen. Daniel Ricciardo hat sich die Pole Position beim GP Monaco gesichert. In einem dramatischen Qualifying fuhr der Australier anderthalb Zehntel schneller als Nico Rosberg. Lewis Hamilton startet nur von Rang 3. Vettel ist Vierter.

28.05.2016 Tobias Grüner 1 Kommentar

Die Serie ist gebrochen. Nach 8 Monaten steht erstmals wieder kein Mercedes auf der Pole Position. Damals beim GP Singapur war es Sebastian Vettel, der die Silberpfeile in die Schranken verweisen konnte. 11 Rennen später in Monaco ist es Daniel Ricciardo, der am Sonntag kein anderes Auto vor der Nase hat, wenn die Lichter der Startampel ausgehen.

Anderthalb Zehntel legte der Red Bull-Pilot im Q3 zwischen sich und den ersten Verfolger Nico Rosberg. Schon in seinem ersten Run im letzten Quali-Abschnitt hatte der Australier seine Fabelzeit in den Asphalt gebrannt, an der sich die silberne Konkurrenz die Zähne ausbeißen sollte.

Ricciardo mit Reifen-Joker auf Pole

"Ich wusste schon vor dem Wochenende, dass wir eine Chance auf die Pole Position haben. Wir haben ein gutes Paket für diese Strecke. Monaco war schon immer eine Strecke, die mir gut liegt. In den letzten Rennen hatte ich das Gefühl, dass ich gut fahre aber die Ergebnisse nicht optimal waren. Jetzt konnte ich endlich mal alles herausholen und das Ergebnis passt auch", strahlte der Mann auf Pole.

Ricciardo hat sogar noch einen Joker für das Rennen im Ärmel. Im Q2 fuhr der Mann aus Perth seine persönliche Bestzeit auf den Supersofts. Im Gegensatz zur Konkurrenz, die mit den weichen Ultrasofts starten muss, kann Ricciardo mit den härteren Reifen losfahren. "Damit haben wir einige zusätzliche Strategie-Optionen. Mal schauen, wie das ausgeht."

Rosberg war nicht ganz so begeistert, präsentierte sich aber als fairer Sportsmann: "Leider hat es nicht ganz geklappt. Daniel und Red Bull waren einfach schneller heute. Trotzdem haben wir aus der ersten Reihe eine gute Chance für morgen. Ich hoffe auf einen guten Start. Und vielleicht können wir ja auch durch die Strategie noch was erreichen."

Hamiltons Mercedes-Motor streikt

Lewis Hamilton wurde das Leben wieder einmal von der Technik schwer gemacht. Als der Weltmeister in der letzten K.O.-Runde zu seinem ersten Run starten wollte, streikte plötzlich der Motor. Ein Problem mit dem Benzindruck stoppte den Briten am Boxenausgang. Das Auto musste zurück in die Garage geschoben und neu gestartet werden.

Dabei verging so viel Zeit, dass Hamilton nur einen Schuss hatte. Am Ende wurde es nur Platz 3. "Es war ein schwieriges Qualifying. Aber trotzdem war die Pole Position noch drin. Mal sehen, was morgen im Rennen noch geht. Wenn das Auto läuft, werde ich einen harten Fight liefern."

Neben Hamilton fährt Sebastian Vettel in der zweiten Reihe los. Der Ferrari-Pilot konnte Ricciardo und die beiden Mercedes nie gefährden. Fast eine Sekunde fehlten dem Heppenheimer am Ende auf die Pole Position. Hinter Vettel steht mit Nico Hülkenberg direkt schon der nächste deutsche Pilot. Der Force India-Mann erwischte eine gute Q3-Runde und wurde mit Startplatz 5 belohnt.

Kimi Räikkönen fuhr die sechstbeste Zeit, wird aber wegen eines unplanmäßigen Getriebewechsels noch auf Rang 11 zurückversetzt. Vom Pech des Finnen profitierte als Erster Carlos Sainz, der kampflos von Platz 7 auf 6 nach vorne rutscht. Auch in Startreihe 4 startet mit Sergio Perez ein Force India-Pilot vor einem Toro Rosso-Fahrer (Daniil Kvyat). Die letzten Plätze in den Top Ten gehen an Fernando Alonso und Valtteri Bottas.

Verstappen crasht in Schwimmbad-Schikane

Schon in der ersten Qualifying-Runde wurde den Fans jede Menge Action geboten. Nach wenigen Sekunden löste sich zunächst der Ferrari-Motor im Sauber-Heck von Felipe Nasr Ausgangs des Tunnels in Rauch auf. Wenige Minuten später stopfte Max Verstappen seinen Red Bull dann nach einem Fahrfehler in der Schwimmbadschikane in die Bande. Beide starten das Rennen am Sonntag aus der letzten Reihe.

"Ich habe einfach etwas zu früh eingelenkt und die Mauer getroffen. Dabei ist die Aufhängung gebrochen. Das war's dann", erklärte Verstappen sichtlich geknickt. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf Regen im Rennen: "Vielleicht hilft uns das Wetter ein wenig, aber wenn man aus der letzten Reihe losfährt, dann wird es hier immer schwierig."

Das Pech der Konkurrenz ist das Glück für die Manor-Piloten, die eine Reihe weiter vorne losfahren als normalerweise. Das wird Pascal Wehrlein aber wahrscheinlich nicht trösten können. Der deutsche Mercedes-Junior verlor zum zweiten Mal diese Saison das Stallduell gegen Rio Haryanto. Der Indonesier war anderthalb Zehntel schneller.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Daniel RicciardoRed Bull1:14.9121:14.3571:13.622
2. Nico RosbergMercedes1:14.8731:14.0431:13.791
3. Lewis HamiltonMercedes1:14.8261:14.0561:13.942
4. Sebastian VettelFerrari1:14.6101:14.3181:14.552
5. Nico HülkenbergForce India1:15.3331:14.9891:14.726
6. Kimi Räikkönen*Ferrari1:15.4991:14.7891:14.732
7. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso1:15.4671:14.8051:14.749
8. Sergio PerezForce India1:15.3281:14.9371:14.902
9. Daniil KvyatToro Rosso1:15.3841:14.7941:15.273
10. Fernando AlonsoMcLaren1:15.5041:15.1071:15.363
11. Valtteri BottasWilliams1:15.2511:15.273
12. Esteban GutierrezHaas1:15.5921:15.293
13. Jenson ButtonMcLaren1:15.5541:15.352
14. Felipe MassaWilliams1:15.7101:15.385
15. Romain GrosjeanHaas1:15.4651:15.571
16. Kevin MagnussenRenault1:16.2531:16.058
17. Marcus EricssonSauber1:16.299
18. Jolyon PalmerRenault1:16.586
19. Rio HaryantoManor1:17:295
20. Pascal WehrleinManor1:17.452
21. Max VerstappenRed Bull1:22.467
22. Felipe NasrSauberohne Zeit
* 5 Plätze Strafe
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Glückwunsch an RB, die ein Top-Auto gebaut haben und Glückwunsch an Renault, die dieses Jahr einen deutlichen besseren Job als die beiden Jahre zuvor gemacht haben.

Was war eigentlich mit McLaren los? Hieß es nach dem sehr guten Sektor 3 Zeiten in Barcelona nicht, dass man in Monaco konkurrenzfähiger sein sollte? Heute waren Red Bull, Mercedes, Ferrari, Force India und Toro Rosso schneller. Ist also doch nicht nur der Motor am schlechten Abschneiden schuld?

MaikT 28. Mai 2016, 17:07 Uhr
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