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GP Monaco

Desaster für Schumi, Jubel bei Kimi

Foto: dpa

Michael Schumacher landete in der ersten Qualifikation abgeschlagen auf Rang elf, Bruder Ralf flog mit seinem Toyota in die Leitplanken. McLaren-Mercedes-Mann Kimi Räikkönen gewann vor Renault-Fahrer Fernando Alonso.

21.05.2005

"Die Straßenlage unseres Autos ist nach Aussagen der Fahrer eigentlich recht gut und ich gehe auch davon aus, dass die Rennspeed passen dürfte. Allerdings bekommen wir die Bridgestone-Reifen für eine schnelle Runde nicht auf Temperatur: Während die Konkurrenz mit neuen Reifen eine volle Sekunde gewinnt, verbessern wir uns nur marginal", klagt Ferrari-Technik-Chef Ross Brawn nach Platz elf für Michael Schumacher und Rang zehn für Rubens Barrichello.

"Es hat sich abgezeichnet, dass es hier schwer wird. Wir haben mit den Reifen ein Problem über eine schnelle Runde. Das ist bekannt. Die Strecke war außerdem extrem rutschig. So kommt alles zusammen", sagte Michael Schumacher, der als erster Topfahrer auf die Bahn musste und vorrechnete, dass der Rückstand auf die Michelin-Teams unter identischen Bedingungen allenfalls acht Zehntel betragen dürfe statt der aktuellen 2,5 Sekunden. Dass die Roten am Sonntag überrundet werden, mag der Weltmeister aber nicht glauben. Schumacher hofft auf Rang fünf.

Raikkönen das Maß der Dinge

McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen war das Maß der Dinge beim ersten Qualifikationstraining in Monte Carlo: Der Finne umrundete den monegassischen Leitplankenkanal mit einer Rundenzeit von 1.13,644 Minuten - überlegene Bestzeit mit einem Vorsprung von 0,481 Sekunden auf Renault-Pilot Fernando Alonso. Platz drei ging an Williams-BMW-Pilot Mark Webber. „Ich bin wirklich sehr zufrieden, alles hat tadellos funktioniert. Wir haben ein nahezu perfektes Setup gefunden und der Michelin-Reifen hat ausgezeichnet funktioniert. Die Pole Position ist in Monaco von besonderer Bedeutung, weil man im Rennen so gut wie gar nicht überholen kann.“ Noch verkneift sich der Finne aber jede Siegesgewissheit: „Also zum einen muss ich morgen im zweiten Qualifikationstraining den Job noch zu Ende bringen, und außerdem schätze ich den Renault von Fernando Alonso als ziemlich stark ein. Es wird in jedem Fall ein spannendes und enges Rennen.“


Für hochgezogene Augenbrauen sorgte vor allem die Reifenwahl von Renault und BMW: Im Gegensatz zum Pole-Mann Kimi Räikkönen entschieden sich diese beiden Teams nämlich für die harte Reifenmischung von Michelin. Renault-Teamchef Flavio Briatore nahm das Trainingsresultat gelassen zur Kenntnis: „Die zeitliche Differenz zwischen Renault und McLaren-Mercedes ist allein auf die unterschiedliche Reifenwahl zurückzuführen.“ Fernando Alonso sieht die Sache ähnlich: „Der Rückstand auf Kimi Räikkönen ist überraschend hoch, aber es gibt ja Gründe dafür. Unser Ziel war ein Platz in der ersten Startreihe, und es sieht so aus, als könnten wir dieses Ziel morgen auch erreichen. Ich war bei meinem Qualifikationsversuch etwas gehemmt, weil ich nicht wusste, wie viel Grip die Tabac-Kurve nach dem Unfall von Ralf Schumacher bieten würde. Da war ich vielleicht etwas zu vorsichtig.“

Auch für Williams-BMW erwies sich die harte Reifenmischung nicht als Nachteil: Nick Heidfeld belegte mit einer Rundenzeit von 1.15,128 Minuten Position sechs, sein australischer Teamkollege Mark Webber war eine volle halbe Sekunde schneller als der Mönchengladbacher und glänzte mit Platz drei in der provisorischen Startaufstellung. Beide BMW-Piloten machten vor allem im letzten Sektor zwischen Schwimmbad-Schikane und Ziellinie Zeit auf die Renault-Piloten gut. „Das Qualifying verlief insgesamt sehr erfreulich, aber der Zeitabstand von 0,9 Sekunden auf Kimi Räikkönen ist doch etwas frustrierend“, so Mark Webber

Ralf Schumacher küsst die Leitplanke

Toyota-Pilot Ralf Schumacher zerlegte seinen Formel 1-Renner spektakulär ausgangs der berüchtigten Tabac-Kurve: Der Kerpener touchierte mit dem vorderen linken Rad die Leitschienen an der Kurveninnenseite und schlug dann am Kurvenausgang heftig in die Planken, entstieg dem übel zugerichteten Toyota TF 105 aber unverletzt.

Mäßig lief das erste Zeittraining auch für Schumachers Teamkollege Jarno Trulli: Der Italiener musste nach dem Schumacher-Crash als Erster auf die von Öl und Bindemittel noch stark verschmutzte Strecke und verbuchte nach einer reinen Sicherheitsrunde Platz sieben.

GP Monaco, Ergebnis 1. Qualifikation:

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