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GP Monaco: Mosley taucht auf

Das Lächeln wirkte wie versteinert. 53 Tage nach Bekanntwerden des Sex-Videoskandal schritt Max Mosley am Donnerstag (22.5.) durch die Boxengasse in Monte Carlo und bahnte sich seinen Weg durch Fotografen und Journalisten.

Fragen beantwortete der Präsident des Internationalen Automobilverbandes vorerst keine. Er sei zu beschäftigt, sagte Mosley, gekleidet im dunklen Anzug und hellem Hemd, ehe er im FIA-Büro verschwand. Erst nach ihm betraten die Teamchefs das sogenannte Paddock.

Zuvor soll sich Mosley mit Flavio Bratore von Renault und Stefano Domenicali von Ferrari unterhalten haben. Weitere Gespräche sind nicht bekannt. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hatte bereits angekündigt, nicht nach Mosley Ausschau halten zu wollen. Dass die erste Visite des obersten Motorsportfunktionärs seit der Veröffentlichung des Videos, das Mosley bei seinem Tête-à-tête mit fünf Prostituierten zeigt, den Glamour-Grand-Prix trüben könnte, davon geht Theissen nicht aus. "Ich glaube nicht, dass es das dominierende Thema am Wochenende sein wird", meinte er.

Kein Treffen mit Ecclestone

Zur öffentlichen Begegnung zwischen Mosley und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone kam es (noch) nicht. Dabei böte sie die meiste Brisanz. Schließlich hat der 77-jährige Ecclestone den 68-Jährigen Mosley via "Times" vor einem Machtkampf in der Formel 1 gewarnt. Nachdem Mosley in einem veröffentlichten Brief an die FIA-Mitglieder Bezüge zu aktuellen Verhandlungen mit Ecclestone und der CVC-Gruppe über das Sagen in und die Rechte an der Königsklasse hergestellt hatte, hofft Ecclestone "aufrichtig, dass es keine Kriegserklärung war". Sollte das aber die Botschaft gewesen sein, "dann werden wir uns zu verteidigen haben". Er wolle keinen Krieg mit Max haben. "Ich hoffe, er will keinen mit mir."

Auf Kriegspfad dürfte sich Mosley, der in dem Brief auch vor seiner möglichen Abwahl am 3. Juni bei der außerordentlichen Generalversammlung gewarnt hatte, aber nicht befunden haben. In der Hand trug er seine Aktentasche samt Schutz-Kopfhörer. Auf eine Krawatte verzichtete Mosley, ebenso auf eine Sonnenbrille. Begleitet wurde er von einem Sprecher der FIA.

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dpa

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