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GP Monaco

Räikkönens zweiter Sieg

Foto: dpa 31 Bilder

Kimi Räikkönen dominierte auf den Straßen von Monte Carlo nach Belieben. Rang zwei ging an Williams-BMW-Fahrer Nick Heidfeld. Michael Schumacher wurde nach einem ereignisreichen Rennen Siebter.

22.05.2005

Kimi Räikkönen feierte bei der 63. Ausgabe des Großen Preises von Monaco einen triumphalen Erfolg: Der Finne in McLaren-Mercedes-Diensten bestätigte seine starke Vorstellung aus dem Zeittraining mit einem nahezu ungefährdeten Laufsieg. Es war sein zweiter Saisonerfolg und sein vierter GP-Sieg insgesamt. „Dieses Rennen wollte ich immer schon gewinnen, dementsprechend bin ich wirklich glücklich, dieses Ziel heute abgehakt zu haben“, sagte der Finne.

Platz zwei und drei belegten die BMW-Piloten Nick Heidfeld und Mark Webber. „Ich bin super zufrieden, der zweite Platz in Monaco ist das beste Ergebnis meiner bisherigen Formel 1-Karriere", strahlte Nick Heidfeld. "Beim zweiten Stopp hatte ich das Glück, vor Webber abgefertigt zu werden, denn der wurde hinter dem immer langsamer fahrenden Alonso eingebremst, so dass ich ihn beim Boxenstopp überholen konnte“, sagte Quick Nick. WM-Leader Fernando Alonso rettete in den Schlussrunden trotz offensichtlicher Reifenprobleme noch Rang vier und damit wertvolle fünf WM-Punkte.

Das durch extreme Pulkbildung und spannende Zweikämpfe geprägte Rennen wurde im ersten Drittel durch eine Gelbphase nach einem Dreher von Minardi-Pilot Christijan Albers in der Mireabeau-Kurve in Runde 23 erstmals richtig spannend: Räikkönen, der auf einer Einstopp-Strategie unterwegs war, nutzte die Gelbphase nicht zum Tankstopp, während seine Hauptgegner Fernando Alonso und Mark Webber tankten.

Trulli bremste die Verfolger

Da aber auch Toyota-Pilot Jarno Trulli draußen blieb, konnte Räikkönen seinen Vorsprung nach dem Restart in Runde 28 binnen vier Runden auf zwölf Sekunden ausbauen, weil Trulli die Verfolger einbremste. Räikkönen verfügte bei seinem einzigen Boxenstopp in Runde 41 über ein bequemes Zeitpolster von 34 Sekunden - dadurch blieb der Finne auch nach seinem Stopp souverän in Führung.

Renault-Pilot Fernando Alonso konnte Räikkönen zu keinem Zeitpunkt des Rennens unter Druck setzen. Alonsos Entscheidung, den GP von Monaco auf der harten Reifenmischung von Michelin zu starten, zahlte sich nicht aus. In der Mittelphase hatte Alonso reichlich Mühe, das BMW-Duo Mark Webber und Nick Heidfeld hinter sich zu halten.

Der Kampf um die zweite Position endete auch nur vorläufig, als Heidfeld in Runde 57 und dann Webber in Runde 58 zu ihrem zweiten Tankstopp abbogen. Die Formel 1-Renner von Williams-BMW verfügen über den kleinsten Tank im Feld und kamen daher nicht mit einer Einstoppstrategie über die Renndistanz. Die BMW-Piloten tauschten nach dem Boxenstopp die Plätze, doch pirschten sich bis Runde 63 wieder in den Windschatten von Alonso. In Runde 71 kassierte Heidfeld den WM-Leader vor der Hafenschikane. Vier Runden später konnte auch Teamkollege Mark Webber den Spanier überholen. Der in der WM führende Alonso rettete zu Rennende mit viel Mühe noch Rang vier.

Schumacher mit kaputtem Frontflügel

Hinter dem zu Rennmitte viertplatzierten Renault-Pilot Giancarlo Fisichella bildete sich ein Stau von bis zu acht Piloten, der sich erst auflöste, als Fisichella in Runde 65 hinter der Mirabeau-Kurve einen Fehler machte und zurückfiel. Auch Toyota-Pilot Jarno Trulli musste auf Grund von Reifenproblemen das Tempo reduzieren und fiel zurück. Durch die extreme Pulkbildung schafften auch von weit hinten gestartete Piloten wie Juan-Pablo Montoya den Sprung in die Punkteränge: Montoya belegte am Ende Rang fünf, der ebenfalls aus der letzten Reihe gestartete Toyota-Pilot Ralf Schumacher schaffte es noch bis auf Platz sechs nach vorne.

Das Rennen von Weltmeister Michael Schumacher endete mit Rang sieben ebenfalls in den Punkten, obwohl sich der Kerpener bei dem Dreher von Albers einen neuen Frontflügel in der Box abholen musste und zeitweilig eine Runde hinter dem Führenden lag. "Ich weiß nicht, wie lange ich da gestanden habe, aber das sind Dinge, die im Rennsport passieren können." Schumacher überrumpelte in der letzten Runde noch Teamkollege Rubens Barrichello. Dass Schumacher auf dem Zielstrich noch versuchte, Bruder Ralf zu überholen, machte den jüngeren Schumacher fuchsig: "Manchmal schaltet er sein Hirn nicht ein." Den älteren Schumacher ließ das kalt."Wir fahren ja hier Rennen und keine Kaffeefahrten."

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