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GP Österreich 2014 (Rennen)

Rosberg feiert Auswärtssieg in Spielberg

Nico Rosberg - GP Österreich 2014 Foto: xpb 66 Bilder

Nico Rosberg hat sich mit einem Sieg beim GP Österreich weiter an der WM-Spitze abgesetzt. Verfolger Lewis Hamilton konnte den Abstand aber mit Rang 2 in Grenzen halten. Hinter den beiden Mercedes landeten die beiden Williams-Piloten auf den Plätzen 3 und 4. Sebastian Vettel fiel beim Heimspiel vorzeitig aus.

22.06.2014 Tobias Grüner

Nico Rosberg ist der König von Österreich. Beim großen Spielberg-Comeback vor fast 100.000 Zuschauern feierte der Mercedes-Pilot seinen dritten Saisonsieg. Von Rang 3 aus gestartet schnappte sich der Wahlmonegasse die beiden Williams schon beim ersten Boxenstopp. Als erster Pilot in der Spitzengruppe war Rosberg schon in Runde 11 zum Reifenwechsel gefahren. Als seine Gegner ihre Stopps absolviert hatten, lag der WM-Spitzenreiter in Führung.

Rosberg gewinnt Silberpfeil-Duell knapp

Teamkollege Lewis Hamilton brauchte etwas länger, bis er die weißen Autos hinter sich lassen konnte. Auch der Brite kam nur über die Strategie vorbei. Nach dem ersten Stopp schnappte er sich Felipe Massa. In der zweiten Runde bei den Mechanikern schob er sich auch an Valtteri Bottas vorbei. Im teaminternen Duell kam Hamilton am Ende aber nicht an Rosberg vorbei. 1,9 Sekunden trennten die beiden Silberpfeile auf dem Zielstrich.

"Das war kein einfaches Rennen für mich", so Rosberg anschließend. "Die Williams waren schnell auf der Geraden. Aber ich hatte insgesamt das schnellere Auto und so konnte ich sie über die Strategie schlagen. Nach dem schwierigen Rennen in Montreal freut es mich besonders, dass wir hier wieder mit beiden Autos vorne stehen. Das war ein tolles Wochenende. Schön auch, dass wir wieder zurück in Österreich sind. Das fühlt sich durch die Unterstützung von den Rängen an, als wären wir in Deutschland."

Vor dem Rennen wäre Hamilton mit Rang 2 sicher zufrieden gewesen. Von Platz 9 aus stürmte der Engländer direkt vom Start weg nach vorne. Nach einer Runde lag er bereits auf Rang 4 direkt hinter seinem Teamkollegen. "Wir arbeiten hart an den Starts. Das war heute Schadensbegrenzung, Ich konnte Nico zeigen, dass ich auch die Pace hatte. Aber ein weiterer Doppelsieg ist toll für das Team."

Williams fährt viele Punkte ein

Mercedes-Kunde Williams konnte die Pace des Werksteams lange gut mitgehen. Bottas rollte auf Rang 3 nach 71 Runden nur mit 8,1 Sekunden Rückstand auf Rosberg über die Linie. Nur kurz dahinter kam Massa ins Ziel. Bis zum ersten Boxenstopp hatte der Brasilianer noch in Führung gelegen. Doch ein sehr später Reifenwechsel warf ihn hinter die Podiumsplätze zurück. Bottas war dagegen überglücklich über seinen ersten F1-Pokal.

"Danke an das Team für dieses Auto. Das war das Ergebnis, das wir gebraucht haben", erklärte der Finne. "Wir arbeiten sehr hart und konnten die Punkte zuletzt nicht immer einfahren. Endlich können wir die Pace zeigen, die wir haben und fahren auch die Positionen ein, die wir verdienen. Es ist schön, mal ein sauberes Rennen zu haben und ohne Probleme durchzukommen."

Perez kommt mit abgebrochener Strategie nach vorne

Rang 5 ging an Fernando Alonso. Der Ferrari-Pilot konnte die 4 Mercedes-Autos an der Front aber nie gefährden. Bei Sergio Perez auf Position 6 wusste man lange nicht, wo er enden würde. Im ersten Stint blieb der Mexikaner doppelt so lange draußen wie die Konkurrenz. Doch der Versuch, eine Einstopp-Strategie durchzuziehen, misslang. Aber auch mit der abgebrochenen Taktik ging es immerhin noch von Platz 16 auf Rang 6 nach vorne.
 
5 Runden vor Schluss hatte sich Perez noch am McLaren von Kevin Magnussen vorbeigeschoben und den Dänen auf Rang 7 verwiesen. Rang 8 ging an Daniel Ricciardo im Red Bull. Der Australier verwies mit einem sehenswerten Überholmanöver außen in Kurve 4 Nico Hülkenberg auf die neunte Position. Der Rheinländer konnte die Pace seines Teamkollegen nie mitgehen.

"Es hätten zwei Punkte mehr sein können", klagte der Deutsche anschließend. "Wir mussten am Ende andere Autos überrunden und dann habe ich mit Daniel Rad an Rad gekämpft. Er ist in der letzten Runde vorbei. Ich habe mit meinem Auto die ganze Zeit im Clinch gelegen und kam nicht wirklich gut zurecht. Ich war nicht zufrieden mit dem Auto und die Strategie hätte vielleicht auch besser sein können." Hinter Hülkenberg sicherte sich Kimi Räikkönen den letzten Punkt.

Vettel fällt vorzeitig aus

Sebastian Vettel erlebte ausgerechnet beim Red Bull-Heimspiel einen komplett verkorksten Tag. Schon kurz nach dem Start rollte der Weltmeister antriebslos auf der Gegengeraden herum. Bis sich sein Auto wieder selbst reapariert hatte, standen bereits mehr als 80 Sekunden Zeitverlust auf der Uhr. In seiner aussichtlosen Aufholjagd krachte er auch noch ins Sauber-Heck von Esteban Gutierrez. Der notwendige Frontflügel-Wechsel warf den amtierenden Champion noch weiter zurück.

"Die ersten zwei Runden waren gut, dann hatte ich plötzlich keinen Vortrieb mehr. Das Problem hat sich dann von selbst wieder behoben. Mit einer Runde Rückstand war es aber ziemlich aussichtslos", erklärte der Heppenheimer gefasst. Nach 36 Runden, der Hälfte des Rennens, wurde er von seinem Renningenieur zur Aufgabe in die Garage gerufen. "Da wir nicht mehr damit gerechnet haben, dass nochmal ein Safety-Car kommt, wollten wir lieber Kilometer sparen", begründete Vettel den freiwilligen Rückzug.
 
Auch die beiden Toro Rosso kamen beim Red Bull-Heimspiel nicht ins Ziel. Sowohl Daniil Kvyat als auch Jean-Eric Vergne mussten mit Problemen an der Hinterbremse vorzeitig aufgeben. Die beiden Sauber kamen zwar ins Ziel, auf den Plätzen 13 und 19 gab es für Adrian Sutil und Esteban Gutierrez aber keine Punkte. Für den Mexikaner kam es dabei doppelt schlimm. Beim ersten Boxenstopp fuhr er mit losem Hinterrad los, was ihm nicht nur eine Stop and Go-Strafe einbrachte, sondern auch noch eine Rückversetzung um 10 Startplätze beim nächsten Rennen.

Rosberg baut Vorsprung auf 29 Punkte aus

In der WM-Wertung konnte sich Rosberg an der Spitze um weitere 7 Punkte absetzen. Im silbernen Duell steht es nun 165 zu 136 für den Deutschen. Daniel Ricciardo (83) und Fernand Alonso (79) streiten sich dahinter um Rang 3. Auch in der Team-WM sind die Abstände groß. Mercedes führt mit 301 Zählern vor Red Bull (143) und Ferrari (98). Das nächste Rennen findet in 14 Tagen im britischen Silverstone statt.

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Nico RosbergMercedes1:27.54,976 Std.
2. Lewis HamiltonMercedes+ 0:01.932 Min.
3. Valtteri BottasWilliams+ 0:08.172
4. Felipe MassaWilliams+ 0:17.358
5. Fernando AlonsoFerrari+ 0:18.553
6. Sergio PerezForce India+ 0:28.546
7. Kevin MagnussenMcLaren+ 0:32.031
8. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:43.522
9. Nico HülkenbergForce India+ 0:44.137
10. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:47.777
11. Jenson ButtonMcLaren+ 0:50.966
12. Pastor MaldonadoLotus+ 1 Runde
13. Adrian SutilSauber+ 1 Runde
14. Romain GrosjeanLotus+ 1 Runde
15. Jules BianchiMarussia+ 2 Runden
16. Kamui KobayashiCaterham+ 2 Runden
17. Max ChiltonMarussia+ 2 Runden
18. Marcus EricssonCaterham+ 2 Runden
19. Esteban GutierrezSauber+ 2 Runden
20. Jean-Eric VergneToro RossoAusfall
21. Sebastian VettelRed BullAusfall
22. Daniil KvyatToro RossoAusfall
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