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GP Österreich 2016 (Ergebnis Rennen)

Hamilton gewinnt nach Mercedes-Crash

Lewis Hamilton - Max Verstappen - Kimi Räikkönen - Formel 1 - GP Österreich - 3. Juli 2016 Foto: xpb 62 Bilder

Wieder Ärger im Mercedes-Lager. Beim GP Österreich crashten Nico Rosberg und Lewis Hamilton in der letzten Runde. Rosberg beschädigte sich den Frontflügel und wurde Vierter. Hamilton fuhr den Sieg nach Hause.

03.07.2016 Bianca Leppert 9 Kommentare

Das riecht nach Ärger. Die Fehde von Nico Rosberg und Lewis Hamilton ging beim GP Österreich in die nächste Etappe. Als sich Nico Rosberg in der letzten Runde in Kurve 2 gegen einen Angriff von Hamilton aggressiv verteidigte, fuhr er sich den Frontflügel ab und verlor damit den sicher geglaubten Sieg an Hamilton. Rosberg wurde in Folge der Kollision nur Vierter hinter Max Verstappen und Kimi Räikkönen. In der WM führt Rosberg nun nur noch mit 11 Punkten Vorsprung auf Hamilton.

Unterschiedliche Sichtweisen von Hamilton und Rosberg

„Ich habe die Kollision nicht verursacht“, sagte Hamilton anschließend. „Ich war auf der Außenbahn. Ich kam sehr weit raus, habe ihn noch aus dem Winkel gesehen. Man sagte mir, er hatte vielleicht ein Problem mit den Bremsen, ich weiß nicht genau was passiert ist.“

Rosberg sah das etwas anders: „Ich war sicher, dass ich das Rennen gewinnen werde. Ich hatte zwar Bremsprobleme, aber trotzdem dachte ich, dass es reicht. Ich war auf der inneren Linie. Ich war sehr überrascht, dass er dann einfach in mich reingelenkt hat.“ Wenn Rosberg Pech hat, verliert er aber auch die Punkte für Platz vier. Denn die Sportkommissare untersuchen den Vorfall. Und zusätzlich die Tatsache, dass Rosberg mit dem beschädigten Auto noch bis ins Ziel fuhr.

Verschiedene Taktik bei Mercedes

Schon die zwei Runden zuvor versprachen ein Herzschlagfinale. Die beiden Silberpfeil-Piloten boten, bevor die Situation eskalierte, ein packendes Duell. Rosberg war in Führung, Hamilton machte immer mehr Druck. Dem war viel Konfusion um die Taktik im Mercedes-Lager vorausgegangen. Denn der von Pole gestartete Hamilton absolvierte einen 11 Runden längeren ersten Stint als Rosberg, woraufhin man davon ausging, er setze auf eine Einstopp-Taktik. Doch am Ende musste Hamilton doch noch einmal die Garage ansteuern und bekam Soft-Reifen. Rosberg kam eine Runde später, um sich Supersoft-Reifen abzuholen.

Vettel mit Reifenplatzer

Max Verstappen und Kimi Räikkönen freuten sich. Sie waren die Nutznießer im Krieg der Sterne. Red Bull ist es mit Verstappen sogar gelungen, eine Einstopp-Taktik umzusetzen. Räikkönen fuhr mit derselben Taktik, die am Ende aufging. Dabei hatte er aber weitaus mehr Glück als Teamkollege Sebastian Vettel.

Der erlebte an seinem 29. Geburtstag ein Fiasko. Der Ferrari-Pilot war auf dem Kurs für eine Einstopp-Strategie, als ihm plötzlich in Runde 27 auf der Zielgeraden der rechte Hinterreifen platzte. Das Auto bog schlagartig nach rechts in die Leitplanke ab. Nur ganz knapp verfehlte ein Manor-Auto den Ferrari, als er über den Asphalt rutschte.

„Ich habe nichts falsch gemacht. Und wir haben auch nichts Dummes oder zu Aggressives versucht. Mir ist einfach der Reifen geplatzt und das war es“, sagte Vettel. Anschließend rückte das Safety Car aus und führte das Feld dabei auch zwei Mal durch die Boxengasse.

Button sensationell auf Rang sechs

Daniel Ricciardo hatte erneut das Nachsehen gegenüber seinem Teamkollegen. Der Australier musste sich bereits zu Beginn des Rennens Verstappen beugen und zudem einmal mehr die Box ansteuern. Zu den großen Gewinnern dieses Sonntags gehörte ganz klar Jenson Button im McLaren. Er konnte zwar in der Startphase den dritten Rang nicht verteidigen, doch zeigte mit Platz sechs noch eine saubere Leistung.

Dahinter reihten sich Romain Grosjean im Haas F1 und Carlos Sainz im Toro Rosso ein. Für kuriose Bilder sorgte der Kampf am Ende der Top Ten. Valtteri Bottas spürte im Williams ausgerechnet Pascal Wehrlein im Manor im Nacken. Der Deutsche war überraschend auf Platz 11 gestartet und sah die Zielflagge nur eine Sekunde hinter Bottas auf Rang 10.

Rennen zum Vergessen für Hülk

Wehrlein profitierte vom Ausfall von Sergio Perez in der vorletzten Runde. Dessen Force India-Kollege Nico Hülkenberg erlebte ebenfalls einen rabenschwarzen Sonntag. Der Force India-Pilot war von Rang 2 gestartet. Doch zunächst fiel er bis auf Rang 5 zurück, holte sich zwar wieder einen Platz, doch dann kostete ein Problem beim ersten Boxenstopp wertvolle Zeit. Hinzu kam noch eine 5-Sekunden-Strafe wegen Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse während des zweiten Stopps. Am Ende schied er in Runde 64 mit technischen Problemen aus dem Rennen aus.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Lewis HamiltonMercedes1:27.38,107 Std.
2. Max VerstappenRed Bull+ 0:05.719 Min.
3. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:06.024
4. Nico RosbergMercedes+ 0:26.710
5. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:30.981
6. Jenson ButtonMcLaren+ 0:37.706
7. Romain GrosjeanHaas+ 0:44.668
8. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso+ 0:47.400
9. Valtteri BottasWilliams+ 1 Runde
10. Pascal WehrleinManor+ 1 Runde
11. Esteban GutierrezHaas+ 1 Runde
12. Jolyon PalmerRenault+ 1 Runde
13. Felipe NasrSauber+ 1 Runde
14. Kevin MagnussenRenault+ 1 Runde
15. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
16. Rio HaryantoManor+ 1 Runde
17. Sergio PerezForce IndiaAusfall
18. Fernando AlonsoMcLarenAusfall
19. Nico HülkenbergForce IndiaAusfall
20. Felipe MassaWilliamsAusfall
21. Sebastian VettelFerrariAusfall
22. Daniil KvyatToro RossoAusfall
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Ach ja? Besuchen Sie mal den Truck Grand Prix am Nürburgring. War dieses Jahr dort - meiner Meinung nach nur noch ein Schatten seiner selbst ohne Werksteams (im Gegensatz zu den 90ern und 2000ern, da war die Bude wirklich voll).

Als sich Senna und Prost jedes Mal in die Kiste gefahren sind oder Hill und Schumacher zweimal in der Saison 1995, war es aber ok für Sie? Wollten Sie wahrscheinlich auch nicht sehen. Mir geht dieses ständige Rumgenörgel auf die Nerven von Leuten, die sich *angeblich* überhaupt nicht für die F1 interessieren aber jedesmal ihren Senf in der Kommentarspalte abgeben. Gucken Sie meinetwegen Truckrennen, Rallyecross oder sonstwas und lassen sich dort über die Rennen aus.

Potentat 4. Juli 2016, 08:50 Uhr
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