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GP Russland 2015 (Ergebnis Qualifying)

Rosberg zu schnell für Hamilton

Nico Rosberg - Mercedes - GP Russland - Sochi - Qualifying Foto: xpb 44 Bilder

Nico Rosberg geht beim GP Russland wie schon zwei Wochen zuvor in Japan vom ersten Startplatz ins Rennen. Der WM-Zweite dominierte die Qualifikation und fügte Lewis Hamilton die dritte Quali-Niederlage zu. Aus der zweiten Reihe starten Valtteri Bottas und Sebastian Vettel.

10.10.2015 Andreas Haupt

Wenn Nico Rosberg in dieser Saison noch eine Chance auf den WM-Titel haben will, muss er eigentlich den GP Russland gewinnen. Nach dem Qualifying ist der WM-Zweite auf dem besten Weg dazu.

Rosberg beherrschte alle drei Qualifying-Teile. Im finalen Durchgang brannte er eine Zeit von 1:37.113 Minuten in den Asphalt, was ihm die Pole-Position einbrachte. Die insgesamt 18. in seiner Laufbahn. "Ich hatte echt ein gutes Auto im Qualifying. Meine Runden waren richtig cool. Ich bin für morgen ziemlich zuversichtlich. Das Auto hat sich auch mit viel Sprit gut angefühlt. Der Start wird ein Kampf." Den will Rosberg nicht wie in Suzuka gegen Hamilton verlieren.

Deutliche Niederlage für Hamilton

Für Lewis Hamilton war es die zweite Quali-Niederlage in Folge. Der Abstand fiel mit 0,320 Sekunden überraschend deutlich aus. Hamilton scheint in Sochi noch nicht eins mit seinem Auto zu sein. Kurz vor Schluss machte er einen kleinen Fehler in seiner schnellen Runde. Rosberg hätte er aber nicht geschlagen. "Es ist ein langer Weg in die erste Kurve", gab sich der WM-Führende kämpferisch. Sollten die beiden Mercedes auch im Rennen ganz vorne bleiben, würde das Team vorzeitig die Konstrukteurs-WM klarmachen.

Aus der zweiten Startreihe nehmen Valtteri Bottas und Sebastian Vettel den zweiten GP in Sochi in Angriff. Damit ist die Reihenfolge dieselbe wie zwei Wochen zuvor in Japan. Der Williams-Pilot wiederholte seinen dritten Platz aus dem Vorjahr. Vettel fehlten in seinem schellsten Umlauf nur 53 Tausendstel auf den Finnen.

Force India mit guter Leistung

"Williams war letztes Jahr hier schon sehr stark. Wir konnten uns während des Qualifyings nicht so verbessern wie erwartet. Wenn ich eine perfekte Runde zusammenbekommen hätte, wäre der dritte Rang wohl möglich glaube ich. Aber für morgen sind wir gut aufgestellt", berichtete Vettel.

Eine starke Vorstellung lieferte Force India ab. Nico Hülkenberg und Sergio Perez reihten sich direkt hinter Kimi Räikkönen auf den Rängen sechs und sieben ein. "Unser Auto mag eine grüne Strecke, auf der noch nicht so viel Gummi liegt. Auch ich mag es, wenn man ohne viel Training etwas ins kalte Wasser geschmissen wird", strahlte Hülkenberg. "Vor uns stehen nur die großen Namen. Deshalb haben wir wohl das Maximum herausgeholt. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Es wäre ein gutes Ergebnis, wenn wir Platz 6 im Rennen halten können."

Die Top 10 komplettierten Romain Grosjean, Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Nach seinem schweren Unfall im dritten training konnte Carlos Sainz nicht am Zeittraining teilnehmen. Aus dem Krankenhaus gibt es aber gute Nachrichten. Sainz zog sich keine Verletzungen zu. Zur Sicherheit wird er eine Nacht im Krankenhaus bleiben. Am Rennen wird er aber wohl nicht teilnehmen: "Selbst wenn er es will, werden wir das wohl nicht zulassen. Da müssen wir auf Nummer sicher gehen", so Teamchef Franz Tost.

Kvyat scheitert beim Heimspiel an Top 10

Lokalmatador Daniil Kvyat verpasste zum Missfallen der russischen Fans den Sprung unter die ersten Zehn der Startaufstellung. Aber nur knapp. Bei seinem schnellsten Umlauf war der Red Bull-Pilot um 0,095 Sekunden zu langsam.

Mit einer ordentlichen Qualifying-Performance schob sich Felipe Nasr auf den 12. Rang. In Suzuka scheiterte der Brasilianer noch an der ersten Hürde. Besonders bemerkenswert ist Nasr Leistung, weil er bis zum Qualifying noch keinen einzigen Meter auf den Supersoftreifen fuhr, die in Sochi im Vergleich zum Vorjahr den Medium-Gummi ersetzen. Von seiner Position aus könnten für Nasr am Sonntag sogar ein paar Punkte herausspringen.

Jenson Button reihte sich auf dem 13. Rang vor Pastor Maldonado und Felipe Massa ein. Mehr ist im McLaren-Honda aktuell nicht drin. Gesehen an Teamkollege Fernando Alonso, der einmal mehr eine Enttäuschung verkraften musste.

Alonso im 250.GP-Wochenende auf letztem Startplatz

Der Doppelweltmeister feiert in Russland sein 250. GP-Wochenende in der Formel 1. Doch der Alltag holte ihn am Samstag in der Qualifikation ein. Alonso scheiterte bereits im ersten Durchgang. Zum Aufstieg fehlten ihm 0,102 Sekunden. Weil am Auto mit der Startnummer 14 während des Wochenendes zahlreiche Komponenten der Antriebseinheit getaucht wurde, wird Alonso vom letzten Platz ins Rennen gehen.

Ebenfalls in den frühzeitigen Feierabend verabschiedete sich nach den ersten 18 Minuten Marcus Ericsson. Sein Teamkollege Felipe Nasr drückte dem Schweden in Q1 über 6 Zehntel auf. Schlussendlich blieb nur der 17. Platz.

Wie gewohnt waren die beiden Manor-Piloten die langsamsten im Feld. Will Stevens qualifizierte sich zum neunten Mal in dieser Saison vor Stallgefährte Roberto Merhi.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Nico RosbergMercedes1:38.3431:37.5001:37.113
2. Lewis HamiltonMercedes1:38.5581:37.6721:37.433
3. Valtteri BottasWilliams1:38.4481:38.1941:37.912
4. Sebastian VettelFerrari1:38.5981:38.4021:37.965
5. Kimi RäikkönenFerrari1:39.2071:38.2241:38.348
6. Nico HülkenbergForce India1:39.2501:38.7271:38.659
7. Sergio PerezForce India1:39.6171:38.9141:38.691
8. Romain GrosjeanLotus1:39.0561:38.7541:38.787
9. Max VerstappenToro Rosso1:39.4111:39.1191:38.924
10. Daniel RicciardoRed Bull1:39.5741:39.0051:39.728
11. Daniil KvyatRed Bull1:39.5801:39.214
12. Felipe NasrSauber1:40.0421:39.323
13. Jenson ButtonMcLaren-Honda1:39.7391:39.763
14. Pastor MaldonadoLotus1:39.7241:39.811
15. Felipe MassaWilliams1:38.9261:39.895
16. Fernando Alonso**McLaren-Honda1:40.144
17. Marcus EricssonSauber1:40.660
18. Will StevensManor F11:43.693
19. Roberto Merhi*Manor F11:43.804
Carlos SainzToro Rossokeine Teilnahme
* + 20 Plätze Strafe
** + 35 Plätze Strafe
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