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GP Russland 2016 (Ergebnis Rennen)

Vettel wieder raus, Rosberg siegt

Nico Rosberg - Lewis Hamilton - Kimi Räikkönen -Podium - GP Russland - Formel 1 - 1. Mai 2016 Foto: sutton-images.com 54 Bilder

Mercedes-Pilot Nico Rosberg holte beim GP Russland ungefährdet den vierten Sieg der Saison vor Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen. Desaster für Sebastian Vettel: Der Ferrari-Pilot wurde von Daniil Kvyat abgeräumt.

01.05.2016 Bianca Leppert

Von wegen langweiliger GP Russland: Das vierte Rennen der Saison hatte wie die Rennen zuvor jede Menge Action zu bieten. Freud und Leid lagen wieder ganz eng beieinander. Mercedes-Pilot Nico Rosberg feierte ohne Probleme einen Start-Ziel-Sieg und baute seine Serie damit auf sieben Triumphe in Folge aus. Es ist sein vierter Sieg der Saison, der 18. seiner Karriere. Damit liegt er in der WM mit 43 Punkte vorne.

"Das Auto lag richtig gut", meinte Rosberg. "Ich habe mich wohlgefühlt. Und natürlich auch vom Unglück der stärksten Konkurrenten profitiert. Der Start war super. Am Ende gab es ein paar technische Probleme, wo es etwas eng wurde fürs Team. Ich habe dann etwas langsamer gemacht."

Kvyat räumt Vettel ab

Für Sebastian Vettel war das 53 Runden lange Rennen in Sochi hingegen ein Desaster. Er erlebte nicht mal die erste Runde. Kurz nach dem Start gerieten die Streithähne aus China, Daniil Kvyat und Vettel, in Kurve 2 aneinander. Der Russe krachte dem Ferrari-Pilot ins Heck, woraufhin Vettel zunächst weiter fahren konnte. Wenige Meter später bekam er einen weiteren Stoß von Kvyat. Mit voller Wucht flog er rechts in die Mauer.

"Mir fuhr einer ins Heck. Ehrlich! Was machen wir hier eigentlich?" schimpfte Vettel über Funk. Der Ferrari-Pilot war außer sich vor Wut. "Es hilft dir nichts, wenn derjenige hinter dir nicht bremst", sagte er anschließend. Eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe für den Red Bull-Piloten folgte auf dem Fuß. Für Vettel ist es nach dem Motorschaden in Bahrain bereits die zweite Nullrunde der Saison. Auch Nico Hülkenberg hatte Pech und wurde in eine Karambolage weiter hinten verwickelt, woraufhin er sein Rennen beenden musste. Das Safety Car brachte anschließend etwas Ordnung ins Feld.

Hamilton betreibt Schadensbegrenzung

Lewis Hamilton, wegen des MGU-H Defekts nur von Platz zehn gestartet, profitierte von den chaotischen Bedingungen und wurde mit beherzten Überholmanövern Zweiter. Vor dem Restart in Runde 3 lag er bereits auf Position 5, schnappte sich beim Restart Felipe Massa und anschließend in einem glänzenden Manöver Kimi Räikkönen. Bottas musste sich nach dem ersten Boxenstopp dem heraneilenden Hamilton beugen.

Danach war der Ring für das interne Mercedes-Duell frei. 12,6 Sekunden trennten die Rivalen in Runde 22. Beim Zieleinlauf war die Lücke jedoch auf 25 Sekunden angewachsen. Als Hamilton dabei war, auf Rosberg aufzuholen, wurde er über Funk auf ein Problem mit dem Wasserdruck hingewiesen, das sich später aber stabilisierte. Platz zwei ist Schadensbegrenzung für Hamilton, der ähnlich wie Vettel in dieser Saison eine Pechsträhne zu haben scheint.

Williams dritte Kraft in Russland

Rang drei ging an Räikkönen im Ferrari. Der Finne erwischte zwar einen guten Start und kassierte Bottas, musste sich seinem Landsmann aber beim Restart wieder geschlagen geben. Obwohl Räikkönens Boxenstopp nicht optimal lief, kam er vor dem Williams-Pilot wieder auf die Strecke. Hinter Bottas beendete Stallgefährte Felipe Massa auf dem fünften Rang das Rennen. Damit machte Williams einen Fortschritt und war in Russland dritte Kraft hinter Mercedes und Ferrari.

Es folgen zwei Piloten, die sich über die ersten Punkte auf dem Konto freuen dürfen: Fernando Alonso bescherte McLaren-Honda mit Rang sechs die beste Platzierung der Saison. Und auch Jenson Button holte mit Platz zehn noch ein Pünktchen – die bisher beste Teamleistung für McLaren-Honda.

Erste Punkte für Renault

Dazwischen lief Kevin Magnussen auf Platz sieben im Ziel ein. Damit platzte der Knoten für Renault. Die Fanzosen durften sich die ersten Zähler in der Weltmeisterschaft notieren lassen. Auf den Dänen folgt Romain Grosjean im Haas F1. Das Team erholte sich somit wieder von dem Tief in China. Ganz im Gegensatz zu Sergio Perez, für den es rückwärts ging: Von Platz sechs gestartet, sah er die Zielflagge nur als Neunter. Er hatte eine Reifenschaden in der ersten Runde.

Für Red Bull zahlte sich die Strategie auf Medium-Reifen während der Safety Car-Phase zu wechseln, offenbar nicht aus. Daniel Ricciardo wurde nur Elfter. Beim Schwesterteam Toro Rosso lief es ebenfalls nicht nach Plan. Carlos Sainz kam nicht über Platz zwölf hinaus. Er musste eine 10-Sekunden-Strafe büßen, weil er Jolyon Palmer im Renault von der Strecke drängte. Max Verstappen blieb in Runde 33 auf Punktekurs am Streckenrand stehen - es sah nach einem Motorschaden aus. Pascal Wehrlein qualifizierte sich als letztes Auto im Rennen auf Rang 18.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Nico RosbergMercedes1:32:41.997 Std.
2. Lewis HamiltonMercedes+ 0:25.022 Min.
3. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:31.998
4. Valtteri BottasWilliams+ 0:50.217
5. Felipe MassaWilliams+ 1:14.427
6. Fernando AlonsoMcLaren+ 1 Runde
7. Kevin MagnussenRenault+ 1 Runde
8. Romain GrosjeanHaas+ 1 Runde
9. Sergio PerezForce India+ 1 Runde
10. Jenson ButtonMcLaren+ 1 Runde
11. Daniel RicciardoRed Bull+ 1 Runde
12. Carlos Sainz Jr.*Toro Rosso+ 1 Runde
13. Jolyon PalmerRenault+ 1 Runde
14. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
15. Daniil KvyatRed Bull+ 1 Runde
16. Felipe Nasr**Sauber+ 1 Runde
17. Esteban GutierrezHaas+ 1 Runde
18. Pascal WehrleinManor+ 1 Runde
Max VerstappenToro RossoAusfall
Sebastian VettelFerrariAusfall
Nico HülkenbergForce IndiaAusfall
Rio HaryantoManorAusfall
* inkl. 10-Sekunden-Strafe
** inkl. 5-Sekunden-Strafe
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