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GP San Marino

Furioser Schumi, Hattrick für Alonso

Foto: dpa 38 Bilder

Vom 13. Startplatz katapultierte sich Michael Schumacher beim Heimspiel in Imola bis auf den zweiten Rang. Den Sieg musste der Weltmeister nur knapp Fernando Alonso überlassen, der damit den ersten Hattrick seiner Karriere landete. Ralf Schumacher verlor seinen achten Platz wegen einer Zeitstrafe an Nick Heidfeld.

24.04.2005

Ein Renndrittel lang bei diesem über 62 Runden gehenden vierten Rennen des Jahres hing Michael Schumacher hinter seinem Bruder Ralf im Mittelfeld fest, als die Bremser vor ihm zum Tanken kamen, schlug er zu. Mit einer Serie schneller Runden arbeitete sich der im hinteren Mittelfeld gestartete Ferrari-Fahrer an der Konkurrenz vorbei. Spät kam der Elftplatzierte zum ersten Tankstopp und verließ als Dritter die Box - von Reifenproblemen bei Bridgestone keine Spur.

Den Rückstand von rund 28 Sekunden auf den souverän führenden Fernando Alonso im Renault schmolz Schumacher in 20 Runden auf eine Sekunde. Den dazwischen liegenden Jenson Button schnupfte er mühelos auf. Im Finale belagerte Schumacher den Tabellenführer 13 Runden lang, doch an dem Spanier führte kein Weg vorbei.

Fernando Alonso baute mit seinem vierten Grand Prix-Sieg seine Tabellenführung (36 Punkte) auf 18 Punkte vor Jarno Trulli aus, der im Toyota Siebter wurde. "Das war einer der besten Fights, die ich je hatte. Ich wusste, Michael ist schneller als ich. Ich musste ihn in den Kurven aufhalten, um beim Beschleunigen Abstand zu gewinnen", sagte Sieger Alonso.

Michael Schumacher: Freude und Enttäuschung

"Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite bin ich enttäuscht, wenn ich an heute Morgen denke", sagte Schumacher. Mit einem Fahrfehler in der Qualifikation hatte er die Aussicht auf einen guten Startplatz verloren. "Da gibt es eine kleine Bodenwelle. Wenn dir dort mit vollem Tank die Reifen blockieren, kannst du nichts mehr machen - aber das soll keine Entschuldigung sein", sagte Schumacher. Michael Schumacher belegt mit zehn Punkten nun Rang vier in der Tabelle

Die BAR-Honda fuhren sich mit den Rängen drei (Button) und fünf (Sato) aus der Krise. Jacques Villeneuve ließ im Sauber mit Platz sechs vorerst die Auswechselgerüchte verstummen.

Pech für Räikkönen

Erfolgreich war auch McLaren-Aushilfe Alexander Wurz. Der Montoya-Vertreter wurde Vierter. Pech hatte Teamkollege Kimi Räikkönen. Der Finne schied nach wenigen Runden in Führung liegend mit einem Antriebswellenschaden aus. "Das ist wirklich Ironie, die wurde aus Sicherheitsgründen extra neu eingebaut", klagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Ebenfalls mit einem Defekt musste Rubens Barrichello im Ferrari die Segel streichen.

Ralf Schumacher kam als Achter ins Ziel, doch weil die Rennkommissare beim zweiten Boxenstopp des Toyota-Fahrers eine Gefährdung des herannahenden Nick Heidfeld ausmachten, belegten sie Schumacher nachträglich mit einer 25 Sekunden-Strafe. Der eine Deutsche rutschte aus den Punkterängen, der andere auf: Nick Heidfeld erbte im Williams den letzten Zähler.

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