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GP Singapur - Qualifikation

Vettel auf bestem Wege zum Titel

GP Singapur 2011 Sebastian Vettel Foto: dpa 76 Bilder

Mit seiner elften Pole Position hat Sebastian Vettel am Sonntag beste Chancen seinen ersten Sieg in Singapur zu feiern. Vielleicht gibt es den vorzeitigen WM-Titel für den Youngster noch obendrauf.

24.09.2011 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist auf dem besten Wege, in Singapur seinen zweiten WM-Titel zu feiern. Zum ersten Mal steht der Red Bull-Dauersieger bei der Leitplankenhatz unter Flutlicht auf der Pole Position. In diesem Jahr blieb die Konkurrenz schon zum elften Mal chancenlos gegen den schnellen Heppenheimer.

"Die Pole Position bedeutet mir hier sehr viel. Im Vorjahr habe ich es ja selbst vermasselt", erinnert sich Vettel mit gemischten Gefühlen. Verfrühte Glückwünsche zum Titel nimmt er aber weiterhin nicht an. "Das Rennen wird hier sehr lang. Nicht nur der Schnellste wird hier gewinnen sondern auch der Cleverste. Es ist wichtig keine Fehler zu machen, auf die Reifen aufzupassen und den Überblick zu bewahren. Ich freue mich auf jeden Fall schon."

Doch wenn am Sonntag die große Meisterfeier starten soll, dürfte Teamkollege Mark Webber nicht Zweiter werden. Am Start sind die beiden Red Bull-Renner nur durch acht Meter getrennt. So gut war Webber aber noch nie in Singapur. "Das war in der Vergangenheit nicht gerade eine gute Strecke für mich", erklärte der Australier anschließend. "Sebastian ist hier immer sehr schnell. Deshalb bin ich nicht unzufrieden - auch für das Team."

Hinter den beiden blauen Autos stehen die beiden McLaren vereint in Reihe zwei in Lauerstellung. Dabei konnte Jenson Button seinen Teamkollegen Lewis Hamilton erst zum vierten Mal in dieser Saison schlagen. Allerdings verzichtete Hamilton im Q3 auch auf einen Versuch, und so konnte Button noch um fünf Tausendstel vorbeiziehen. "Ich stehe immerhin auf der sauberen Seite", freute sich Button anschließend. "Aber ich bin noch nicht mit viel Sprit gefahren. Ich weiß also nicht genau, was mich erwartet."

Die saubere Pärchen-Bildung geht auch in Reihe drei weiter. Hier hoffen die beiden Ferrari-Piloten, dass sich das Spitzenquartett auf dem kurzen Weg in die erste Kurve nicht einig wird. Dass Fernando Alonso schon zum zwölften Mal in diesem Jahr vor Felipe Massa steht, ist keine große Überraschung.

Schumacher und Force India verzichten auf Q3-Zeit

Nach Blau, Silber und Rot kommt in der vierten Reihe wieder Silber. Nico Rosberg gewann das teaminterne Duell gegen Michael Schumacher allerdings kampflos. Der ältere der beiden Mercedes-Piloten verzichtete in der dritten Runde auf einen Versuch und kann sich somit im Rennen die Reifen am Start aussuchen. Die anderen Piloten in den Top Ten müssen auf den Gummis losfahren, in denen sie die schnellste Q3-Zeit erzielt haben.

Die gleiche Taktik wendete auch Force India an. Zum ersten Mal brachte das kleine Privatteam beide Autos in das Top-Ten-Finale. Dort angekommen blieben Adrian Sutil und Paul di Resta jedoch tatenlos in der Garage stehen. Die beiden Mercedes hätte man wohl kaum herausfordern können und so entschied man sich für die freie Reifenwahl am Start und sparte sich einen Satz frischer Gummis.

Kobayashi mit Crash in die Mauer

Sergio Perez im Sauber verpasste dagegen knapp den Einzug in die letzte Runde. Der Mexikaner wurde im Q2 erst in letzter Sekunde von Di Resta rausgekegelt. Teamkollege Kamui Kobayashi sorgte in der zweiten Runde für die spektakulärste Szene der Nachtsession. Wie schon im Freien Training ging der 25-Jährige etwas zu optimistisch über die hohen Kerbs in der Dreifach-Schikane. Der Sauber wurde dabei so heftig ausgehebelt, dass der für seinen wilden Fahrstil bekannte Japaner nicht mehr vor der Mauer bremsen konnte. Bis das demolierte Auto geborgen war, musste die Rennleitung das Qualifying für sechs Minuten unterbrechen.

Renault-Pilot Vitaly Petrov erwischte es noch schlimmer. Der Russe blieb zum ersten Mal in diesem Jahr schon in der ersten K.O.-Runde hängen. Zweieinhalb Zehntel fehlten dem Russen auf Platz 18 zum rettenden Ufer. Teamkollege Bruno Senna kam immerhin auf Rang 15.

Glock auf Stammplatz 21

Auch für Timo Glock war wieder einmal schon früh Feierabend. Aus dem erhofften Kampf gegen die beiden Lotus wurde nichts. Mehr als eine Sekunde verlor der Virgin-Pilot in den 23 Kurven des anspruchsvollen Stadtkurses auf die direkte Konkurrenz. Mehr als sein Stammplatz 21 war erneut nicht drin. Wie so oft konnte Glock nur seinen Teamkollegen Jerome D’Ambrosio sowie die beiden Hispania schlagen.

"Es war das ganze Wochenende schwierig", klagte der Hesse anschließend. "Wir haben sehr viel Instabilität im Auto. Ich habe selten so viele kleine Fehler gemacht. Wir haben außerdem das Problem, dass das Auto extrem viel Hinterreifen verbraucht, so dass es morgen mit den Super-soft sehr schwer wird."

Die Strafe von fünf Startplätzen für HRT-Pilot Tonio Liuzzi bleibt übrigens ohne Wirkung. Der Italiener, der zuletzt in Monza am Start eine Massenkollision ausgelöst hatte, fuhr die langsamste Zeit im Feld und blieb sogar vier Zehntel hinter der Vorgabe von Teamkollege und Singapur-Rookie Daniel Ricciardo. Immerhin schafften alle 24 Fahrer die 107 Prozent-Hürde und sind somit für das Rennen am Sonntag qualifiziert.

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