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GP Singapur 2012 (Qualifikation)

Hamilton auf Pole vor Maldonado und Vettel

Lewis Hamilton GP Singapur 2012 Foto: Lewis Hamilton 67 Bilder

Lewis Hamilton hat sich in Singapur die fünfte Pole Position der Saison gesichert. Der McLaren-Pilot setzte sich mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung gegen Pastor Maldonado und Sebastian Vettel durch. Fernando Alonso nur auf Rang fünf.

22.09.2012 Tobias Grüner

Nach drei Bestzeiten im Freien Training musste sich Sebastian Vettel im Qualifying zum GP Singapur erstmals an diesem Wochenende geschlagen geben. Mehr als eine halbe Sekunde fehlte dem Weltmeister auf die Pole Position-Runde von Lewis Hamilton. Der Brite steht damit zum zweiten Mal in seiner Karriere in Singapur am Start ganz vorne.

"Nachdem ich vorher ein paar Probleme mit dem Verkehr hatte, habe ich die schnelle Runde dann am Ende perfekt zusammengebracht", strahlte der Weltmeister von 2008. Er sicherte McLaren die vierte Pole Position in Folge. Das gab es zuletzt 1999. Für das Rennen ist Hamilton ebenfalls guter Dinge. "Das wird nicht einfach mit den Reifen. Wir hatten einige gute Longruns im Training. Ich hoffe, dass wir gut vorbereitet sind."

Maldonado zwischen Hamilton und Vettel

Neben Hamilton brachte sich im letzten Abschnitt des Qualifyings plötzlich auch noch Pastor Maldonado ins Spiel. Der Spezialist für Stadtkurse holte alles aus seinem Williams heraus und steht als Belohnung in der ersten Startrunde. Mit viereinhalb Zehntel Rückstand auf Hamilton war die zweite Pole Position des Jahres nach Barcelona aber außer Reichweite für den Venezolaner.

"Wir haben uns über die Freien Trainings immer weiter verbessert", strahlte Maldonado anschließend. "Im Qualifying hat die Balance dann perfekt gepasst." Vettel gab sich dagegen etwas enttäuscht. "Das Wochenende ist vorher gut gelaufen. Das Auto war eigentlich gut genug, um ganz vorne reinzufahren. Die anderen haben sich deutlich gesteigert. Wir nicht. Aber das Rennen hier ist lang. Da kann viel passieren. Der dritte Platz ist eine gute Ausgangsbasis."

Nach zwei Siegen in den letzten drei Rennen will Hamilton in Singapur weiter Jagd auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso machen. Schützenhilfe gab es dabei von Teamkollege Jenson Button, der den Spanier auf Rang fünf in der Startaufstellung verdrängte. Alonso teilt sich den Platz in der dritten Startreihe mit Paul di Resta, den er nur um 25 Tausendstel hinter sich lassen konnte.

In Startreihe vier stehen Mark Webber im zweiten Red Bull und Romain Grosjean im Lotus. Damit feierte der Franzose ein erfolgreiches Comeback in die Formel 1, nachdem er in Monza wegen des Startcrashs in Spa zuschauen musste.

Mercedes verzichtet auf Q3-Run

Die fünfte Startreihe strahlt in der Nacht von Singapur silber. Michael Schumacher und Nico Rosberg verzichteten im Q3 auf eine gezeitete Runde, was ihnen das freie Reifenwahlrecht für den Start einbrachte. Viel weiter nach vorne wäre es aber wohl auch nicht gegangen.
 
"Wir sind nur einmal kurz rausgefahren, um die anderen zu zwingen gezeitete Runden zu fahren und sich somit mit den Reifen festzulegen. Da wir keine komplette Runde gefahren sind, können wir uns die Reifen aussuchen und das war unsere Strategie", erklärte Schumi. Rosberg fügte an: "Mit frischen Reifen morgen loszufahren, ist eine kleine Möglichkeit für uns eventuell ein paar Plätze nach vorne zu fahren."
 
Nico Hülkenberg schaffte es trotz guter Trainingseindrücke dagegen nicht, sich für das Top-Ten-Finale zu qualifizieren. Ausgerechnet Schumi hatte ihn in letzter Sekunde aus dem Q3 gekickt. 32 Tausendstel fehlten Hülk, der damit auch das teaminterne Duell gegen Paul di Resta verlor.

Räikkönen und Sauber nicht in den Top Ten

Neben Hülkenberg flogen noch ein paar andere prominente Piloten früh raus. Kimi Räikkönen, der in der WM-Wertung auf Rang drei liegt, muss vom Startplatz zwölf eine Aufholjagd starten. Auch Felipe Massa verlor das Ferrari-Teamduell mal wieder deutlich. Nur Rang 13 für den Brasilianer.

Auch die beiden Sauber mussten vorzeitig die Segel streichen. Sergio Perez, der in Monza noch aufs Podium gefahren war, geht nur von Platz 14 ins Rennen. Teamkollege Kamui Kobayashi klagte über unfahrbarhres Übersteuern und flog sogar schon im Q1 raus. Der Japaner stand vor zwei Rennen in Spa noch in der ersten Startreihe.

Ebenfalls früh Schluss war für Bruno Senna. Der Williams-Pilot touchierte die Mauer im letzten Sektor und schleppte sich im Q2 gerade noch mit gebrochener Aufhängung und einem Plattfuß zurück an die Box. Eine schnelle Runde war allerdings nicht mehr drin. Er wird das Rennen am Sonntag somit an 17. Stelle beginnen.

Glock von Webber behindert

Für Timo Glock war wieder einmal nur sein Stammplatz 21 drin. Nach den ersten Trainings am Freitag sah es noch so aus, als könne er vielleicht die Caterhams angreifen. Im Qualifying fehlten dann aber zweieinhalb Zehntel auf Heikki Kovalainen. Dass er den Großteil des dritten Trainings mit einem Gas-Sensor-Problem verpasste, war dabei sicher auch nicht hilfreich.

"Das ist schade, wenn man so einen guten Freitag hat und dann das Quali so schlecht läuft", klagte Glock anschließend. "Wir konnten heute früh wenig testen und mussten auf das Setup von gestern zurückgreifen, was ja gut funktioniert hatte. In der ersten schnellen Runde hatte ich viele kleine Fehler drin, weil ich die Reifen zu langsam angefahren habe. In der zweiten lief es zunächst besser, doch am Ende bin ich auf Kovalainen aufgelaufen."

Außerdem wurde Glock zwischendurch noch von Mark Webber aufgehalten. "Er ist direkt vor mir aus den Boxen raus vor die Nase gefahren, als ich eine schnelle Runde begonnen hatte." Die FIA-Stewards leiteten eine Untersuchung gegen den Australier ein. Nach Analyse der Daten verzichteten die Schiedsrichter aber auf eine Strafe. Webber wurde nur verwarnt, weil er in der Auslaufrunde die Schikane abgekürzt hatte, was seit vergangener Saison verboten ist.

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