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Radio Fahrerlager GP Singapur 2012

Die heißesten Gerüchte vom Nacht-Grand Prix

Ferrari Lego-Modell GP Singapur 2012 Foto: Ferrari 54 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Singapur passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal unter anderem mit Lewis Hamilton, Bruno Senna, Charles Pic, Pastor Maldonado und einem Ferrari aus Lego.

26.09.2012 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Post für die FIA

Die Teams haben an die FIA einen dringlichen Brief geschrieben. Darin bitten sie den Weltverband von der Erhöhung der Nenngebühren abzusehen. Die sollen nach einem Plan von Bernie Ecclestone und Jean Todt dramatisch ansteigen. Auf 500.000 Euro Fixum und 7.000 Euro pro WM-Punkt. Red Bull müsste nach derzeitigem WM-Stand also bereits 2.575.000 Euro an den Verband entrichten. Bei Sauber wären es 1.207.000 Euro. Über die Nenngelder stimmt der FIA-Weltrat am Freitag (28.9.) ab. Das Problem ist, dass die Teams keine Stimme im Weltrat haben.

Schachspiel über den Wolken

Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Timo Glock haben sich die Zeit auf dem Zwölfstunden-Flug nach Singapur mit Schachspielen vertrieben. Wie sich die Zeiten ändern. Man stelle sich vor 25 Jahren Alain Prost, Ayrton Senna und Nelson Piquet beim Schachspielen vor. Die drei wären nicht mal ins gleiche Flugzeug gestiegen.

Pic sieht Rot

Charles Pic wurde in Singapur gleich doppelt bestraft. Einmal muss er eine Art sozialen Dienst für das Straßensicherheitsprogramm der FIA ableisten. Dann bekam er auf seine Rennzeit noch 20 Sekunden aufgebrummt. Der Grund für die Doppelstrafe war das Nichtbeachten der roten Flaggen im zweiten Training. Pic hatte erst bei der vierten roten Flagge verlangsamt und dabei noch mit 180 km/h den Sauber von Sergio Perez überholt.

Hamilton: Keine Fragen zur Zukunft

Lewis Hamilton spielt weiter das trotzige Kind und gibt sich einsilbig. Vor seiner Medienrunde mit den englischen Journalisten stellte er gleich einmal neue Spielregeln auf: "Verschwendet nicht Eure Zeit. Ihr braucht mich nicht nach meiner Zukunft zu fragen."

Maldonado ganz zahm in Singapur

Pastor Maldonados zweiter Startplatz überraschte das ganze Team. Williams-Mitbesitzer Toto Wolff staunte: "Platz fünf war das höchste der Gefühle." Die Superrunde des Barcelona-Siegers ließ die Williams-Strategen stundenlang über einer Taktik brüten. Maldonado wurde erst kurz vor dem Start eingeweiht. "Du darfst ihm nicht zu viel mit auf den Weg geben, sonst bringt er das durcheinander", feixte ein Teammitglied. Offenbar hatte man dem Venezolaner eingebläut, er müsse sich aus allen Zweikämpfen raushalten. Maldonado fuhr ganz zahm mit angezogener Handbremse. Ein Hydraulikdefekt brachte das unverdiente Ende. Wolff übte Selbstkritik: "Zuvor haben wir taktisch einen Fehler gemacht. Pastor ist tadellos gefahren."

Sennas dramatischer Ausfall

Die Szene ging in der Nacht von Singapur unter. Zwei Runden vor Schluss stellte Bruno Senna seinen Williams in einem Notausgang ab. Über Funk hörte der Brasilianer die eindringliche Nachricht: "Spring mit beiden Beinen aus dem Cockpit raus. Auf keinen Fall den Boden und das Auto gleichzeitig berühren." Damit war der Ausfallgrund klar. Senna stoppte mit einem KERS-Defekt.

Das härteste Rennen des Jahres

Der GP Singapur ist körperlich und mental das härteste Rennen im Kalender. Sergio Perez und Timo Glock bekamen es zu spüren. Perez musste nach dem Rennen zwei Stunden lang massiert werden. Der Mexikaner litt unter Rückenschmerzen. Timo Glock düste schnell ab, war aber völlig fertig. Der Marussia-Pilot musste gleich mit zwei Problemen kämpfen. Sein Mauerkuss hatte die hintere Spur des Autos verstellt. Glock passte daraufhin seine Fahrweise an. Der letzte Reifensatz war im Ziel 34 Runden alt. Keiner war länger mit einem Reifensatz unterwegs. "Die letzten zehn Runden waren eine Qual. Das Auto ist nur noch gerutscht."

Ersatzmann an Hamiltons Seite

Lewis Hamiltons Renningenieur Andy Latham war in Singapur nicht dabei. Der Brite blieb bei seiner Frau in England, die ein Baby erwartet. Auch bei den nächsten Rennen muss Hamilton ohne den gewohnten Mann an seiner Seite auskommen. Latham hat bereits Vaterschaftsurlaub eingereicht. Als Ersatz übernimmt Kollege Mark Temple den Job interimsmäßig.

Michibata in Buttons Unterwäsche

Die Freundin von Jenson Button, Jessica Michibata, kam am Freitag just in dem Moment an die Strecke, als ein tropischer Gewittersturm über Singapur fegte. Das japanische Model wurde einmal komplett geduscht. Im McLaren-Pavillon gab es für Michibata trockene Klamotten. Aus Mangel an Alternativen musste sie ihr elegantes Kleid gegen die feuerfeste Unterwäsche von Freund Button tauschen.

Keine Wunder bei Pirelli

Pirelli-Sportchef Paul Hembery ist auf der Suche nach einem neuen Testfahrer für 2013. Der Brite favorisiert einen Piloten mit Formel 1-Erfahrung, der mit dem Pirelli-Job zurück in die Königsklasse will. Als Beispiel nannte er Robert Kubica. Den deutschen Journalisten grinste Hembery entgegen: "Fragt mich aber nicht nach Schumacher!" Ein Medienvertreter juxte zurück: "Nicht einmal Ralf Schumacher?" Darauf Hembery trocken: "Wir können hier keine Wunder bewirken."

Alonso im Lego-Renner

Zum 500. Ferrari-Rennen mit Sponsor Shell und als Werbe-Aktion für das neue Legoland in Malaysia (Eröffnung am 15.9.) wurde in Singapur ein Ferrari-Modell aus Legosteinen in Originalgröße vorgestellt. Sechs Monate dauerte die Planung für die Konstruktion des Ferrari F150 aus der Vorsaison. In zehn Tagen wurden die mehreren hundert tausend Steinchen dann zusammengesetzt. Das Auto, das auf original Pirelli-Reifen steht, ist groß und stabil genug, dass sich Fernando Alonso ans Steuer setzen konnte.

In unserer Fotogalerie haben wir die Bilder von dem Ferrari-Modell und noch viele weitere coole Lego-Renner.

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