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GP Singapur 2013 (Qualifying)

Vettels Pole-Poker geht auf

Sebastian Vettel GP Singapur 2013 Foto: xpb 60 Bilder

Sebastian Vettel hat sich wie erwartet die Pole Position für den GP Singapur gesichert. Im Qualifying sorgte der Weltmeister für eine unnötige Zitterpartie. Vettel verzichtete im Q3 auf einen Run um Reifen zu sparen und machte es damit spannend

21.09.2013 Tobias Grüner

Die erste Startreihe in Singapur spricht deutsch. Sebastian Vettel steht nach Spa und Monza zum dritten Mal in Folge auf der Pole Position. Am ganzen Wochenende sah es lange nach einer dominanten Vorstellung des Heppenheimers aus. Nach dem ersten Run im Q3 lag Vettel so komfortabel in Führung, dass er auf einen zweiten Run verzichtete, um einen Satz weicher Reifen zu sparen.

Doch in den letzten Sekunden der Sitzung legten die Konkurrenten plötzlich zu. Der Poker drohte schief zu gehen. Fingernägel kauend beobachtete Vettel in den Boxen das Geschehen. Vor allem Nico Rosberg machte es spannend. Am Ende fehlten nur 9 Hundertstel auf die Vettel-Zeit.

Vettel zittert sich zur Pole Position

"Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden. Aber das war ein komisches Gefühl am Ende. Das war schrecklich, den anderen zuzuschauen und nichts ausrichten zu können. Die anderen sind ständig Sektor-Bestzeiten gefahren. Zum Glück war mein letzter Sektor stark genug, um vorne zu bleiben. Das hätte aber auch schiefgehen können. Das Rennen wird sicher eine anstrengende Hitzeschlacht", schnaufte Vettel durch.
 
Konkurrent Rosberg gab sich ebenfalls zufrieden: "Sebastian war wirklich verdammt schnell hier das ganze Wochenende. Aber im Quali wurde es richtig eng. Die haben ganz schön gepokert. Die eine Zehntel hätte ich sicher irgendwo auch noch finden können. Das wäre schon witzig gewesen, wenn ich ihm hier die Pole weggeschnappt hätte. Aber Sebastian hat es auf jeden Fall verdient."
 
Erster Verfolger der beiden Deutschen ist Romain Grosjean auf Rang 3. Dem Franzosen fehlte mit 19 Hundertsteln Rückstand auch nicht sehr viel. "Nach unseren Problemen gestern kann man sich über den dritten Platz nicht beklagen. Auf dieser Strecke ist es besonders wichtig, vorne zu stehen."
 
Der Lotus-Pilot schob sich im letzten Versuch vorbei am zweiten Red Bull von Mark Webber, der von Rang 4 auf der dreckigen Seite der Startaufstellung losfährt. Schon das ganze Woche kam der Australier nicht so gut zurecht wie Teamkollege Vettel. Platz fünf ging an Lewis Hamilton im zweiten Mercedes, der sich die dritte Startreihe mit Felipe Massa im Ferrari teilt.

"Das war ein tolles Qualifying", freute sich der kleine Brasilianer. "Gestern ist gar nichts zusammengelaufen. Über Nacht haben wir alles geändert. Im dritten Training lief es immer noch nicht. Da haben wir noch einmal umgebaut. Dann lief es im Qualifying. Im Q3 habe ich eine gute Runde zusammenbekommen."

Alonso nur auf Rang 7 hinter Massa

Fernando Alonso im zweiten Ferrari startet einen Platz dahinter. Es wird interessant, ob Massa für den Spanier Platz macht, nun wo er weiß, dass er die Scuderia im Winter verlassen muss. "Wir haben schon das ganze Wochenende Probleme. Das ist aber nichts Neues", so Alonso. "Wir waren im Quali schon öfter schlecht. Wir versuchen morgen wieder in unserer starken Disziplin Plätze gutzumachen. Die Strategie ist sehr offen. Wir müssen das Rennen beenden und so viele Punkte wie möglich sammeln."

Platz 8 ging an Jenson Button im McLaren vor Daniel Ricciardo im Toro Rosso. Die Überraschung des Qualifyings hieß Esteban Gutierrez, der sich locker für das Q3 qualifizierte, dort aber mangels frischer Reifen auf eine weitere schnelle Runde verzichtete und von Platz 10 startet.
 
Nico Hülkenberg verpasste auf Rang 11 ganz knapp das Q3. 5 Hundertstel fehlten dem Rheinländer auf das rettende Ufer. Allerdings hatte Hülk im ersten Sektor kein DRS, nachdem er den Knopf aus Versehen zwei Mal gedrückt hatte. Damit gewann Teamkollege Gutierrez zum ersten Mal  in diesem Jahr das teaminterne Quali-Duell.

Räikkönen mit starken Rückenschmerzen

Mit Kimi Räikkönen verpasste noch ein weiterer prominenter Pilot das Top Ten-Finale. Auf Rang 13 war Schluss für den Iceman. Für die schwache Vorstellung gab es allerdings einen Grund. Stechende Schmerzen im unteren Rückenbereich begleiteten den Finnen auf dem welligen Stadtkurs. Ein eingeklemmter Nerv plagte Kimi. Da halfen auch Schmerzmittel vor dem Qualifying nicht viel.

"Heute Morgen war die Verletzung ziemlich schwer, da wollte ich schon das Training abbrechen. Mit der Behandlung ging es dann einigermaßen und ich bin das Qualifying mitgefahren", erklärte Räikkönen später. "Ich habe heute Morgen auf jeden Fall Zeit verloren, um mit dem Auto zu arbeiten. Jetzt steht das Auto wenigstens in der Startaufstellung und wir schauen mal wie es morgen läuft."

Zwei Plätze hinter Räikkönen startet Adrian Sutil den GP Singapur. Der Force India präsentiert sich auf dem winkligen Stadtkurs nicht konkurrenzfähig. Immerhin konnte Sutil das teaminterne Duell gegen Paul di Resta deutlich für sich entscheiden. Der Schotte flog auf Rang 17 schon in der ersten Quali-Runde durch den Rost.

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