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GP Singapur 2013 (Rennen)

Vettel fliegt zum Singapur-Hattrick

Sebastian Vettel - GP Singapur 2013 Foto: xpb 58 Bilder

Sebastian Vettel hat zum dritten Mal in Folge den Singapur-Grand Prix gewonnen. Mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg baute der Heppenheimer seine Führung in der WM-Wertung auf 60 Punkte aus. Erster Verfolger Fernando Alonso hielt den Schaden auf Rang 2 in Grenzen.

22.09.2013 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist nicht zu stoppen. Nach Spa und Monza hat der Heppenheimer auch das dritte Rennen nach der Sommerpause in Singapur gewonnen. Das ganze Wochenende konnte den Red Bull-Piloten niemand stoppen. Im Rennen geriet Vettel nur kurz am Start unter Druck, als Nico Rosberg einen Angriff startete. Doch nach der zweiten Kurve ließ der dreifache Weltmeister keine Zweifel mehr aufkommen.
 
Auch hinter Vettel sah es in Singapur lange nach einer langweiligen Angelegenheit aus. Doch dann wirbelte ein Crash von Daniel Ricciardo in der 33. Runde das Geschehen ordentlich durcheinander. Der Toro Rosso-Pilot war in die Bande von Kurve 18 gekracht und zwang die Rennleitung zur Neutralisierung.

Kurz nach Halbzeit mussten die Ingenieure eine Entscheidung über die Strategie treffen. Die Frage lautete: Safety-Car-Phase zum frühen Stopp nutzen und irgendwie über die Distanz retten oder weiter fahren und später zum zweiten Mal Reifen wechseln. Sebastian Vettel, Mark Webber, Nico Rosberg und Lewis Hamilton entschieden sich für die zweite Variante.

Vettel lässt sich vom Safety-Car nicht ausbremsen

Vettel fuhr von der Spitze in nur wenigen Runden locker den nötigen Vorsprung heraus, um auch nach dem zweiten Stopp die Führung nicht zu verlieren. "Das war heute wirklich harte Arbeit. Das hat sich angefühlt, als würde es ewig dauern", stöhnte Vettel trotz des leicht wirkenden Sieges. "Am Ende musste ich zum Glück nur noch den Abstand nach hinten kontrollieren."
 
Die beiden Mercedes-Piloten verzockten sich dagegen. Sie mussten sich durch die Strategie-Entscheidung Fernando Alonso und Kimi Räikkönen geschlagen geben. Alonso hatte sich schon am Start von Platz 7 auf Rang 3 geschoben. Auch Räikkönen war bis zur Safety-Car Phase von Startplatz 13 ordentlich auf dem Vormarsch.

Beide wurden während der Neutralisation (Runde 25) an die Box gerufen und legten bis zum Ziel ordentliche Rundenzeiten auf den Asphalt. Der Schlussspurt von Nico Rosberg und Lewis Hamilton auf frischeren Reifen kam zu spät. Auf den Plätzen 4 und 5 verpassten sie das Podium.

Ferrari erfindet Risiko-Strategie

"Wir mussten heute etwas erfinden", kommentierte Alonso anschließend die glückliche Strategie. "Das war riskant. Aber wir haben nichts mehr zu verlieren. Wir liegen schon so weit zurück in der WM. Und das Auto war nicht gut genug für den Sieg. Wir müssen Sebastian zum Sieg gratulieren und uns das nächste Mal steigern."

Auch Räikkönen zeigte sich nach der Zieldurchfahrt glücklich. Am Samstag war er noch von starken Rückenschmerzen ausgebremst worden: "Im Rennen habe ich den Rücken nicht gespürt. Der dritte Platz war das beste, was wir erreichen konnten. Ich konnte heute gut überholen. Das hat den Ausschlag gegeben." Das wichtigste Überholmanöver brachte den Finnen in Runde 55 an Jenson Button vorbei – außen in Kurve 14. "Das sah spektakulärer aus als es war. Ich hatte bessere Reifen und mehr Grip.

Webber-Ausfall hilft Mercedes

Bei den Silberpfeilen hingen die Mundwinkel dagegen nach unten. Eigentlich wären die Mercedes sogar noch hinter dem zweiten Red Bull von Mark Webber gelandet. Doch der Australier war mal wieder vom Technikpech befallen. Kurz vor Schluss machte wie schon in Monza das Getriebe Probleme. In der letzten Runde gab der Routinier mit brennendem Heck auf. Alonso nahm seinen Kollegen in der Auslaufrunde auf dem Seitenkasten mit zurück zu den Boxen.
 
Felipe Massa auf Rang 6 kam sowohl in der Safety-Car-Phase als auch später noch einmal zum Stopp. Trotzdem hätte er am Ende beinahe noch Hamilton überholt. Rang 7 ging an Jenson Button, der die gleiche Strategie wie Alonso und Räikkönen gefahren war, aber von den Mercedes und Massa noch eingeholt wurde. McLaren-Teamkollege Sergio Perez landete dahinter auf Rang 8.

Alle 4 deutsche Piloten in den Punkten

Neben Vettel und Rosberg kamen auch noch die beiden anderen deutschen Piloten in die Punkte. Nico Hülkenberg landete im Sauber auf Rang 9. Auch er war auf der Alonso-Taktik unterwegs und kämpfte am Ende verzweifelt mit nachlassenden Reifen. Sutil wählte die Massa-Strategie und zeigte einen schnellen Schlussspurt. Am Ende fehlten 4 Zehntel auf Landsmann Hülkenberg. Auf Rang 10 gab es immerhin noch einen Zähler.
 
In der WM-Wertung hat Sebastian Vettel seinen Vorsprung mit dem Sieg weiter ausgebaut. Vettel (247) liegt nun 60 Punkte vor Alonso (187). Rang 3 belegt Lewis Hamilton mit 151 Zählern. Das nächste Rennen findet in 14 Tagen in Korea statt.

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