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GP Singapur 2010 - Ergebnis Training 1

Webber knapp vor deutschem Dreierpack

Mark Webber Foto: Grüner 57 Bilder

WM-Spitzenreiter Mark Webber hat sich im ersten Training von Singapur die Bestzeit gesichert. Bei feuchten Bedingungen auf dem winkligen Stadtkurs verwies der Red Bull-Pilot Michael Schumacher auf Rang zwei. Mit Sutil und Vettel folgten dahinter noch zwei weitere Deutsche.

24.09.2010 Tobias Grüner

Der GP Singapur empfing den Formel 1-Tross wie erwartet mit Regen. Nach einem kurzen Nachmittagsschauer wollte die Piste im ersten Training am Abend einfach nicht abtrocknen. Bei 68 Prozent Luftfeuchtigkeit im schwül-warmen Singapur mussten die Piloten mehr als eine Stunde warten, bis endlich die Slicks aufgezogen werden konnten. Viele Piloten blieben aus Sicherheitsgründen sogar bis zum Ende der Session auf Intermediate-Reifen. Vor allem im ersten Sektor wollten die Pfützen am Pistenrand einfach nicht verschwinden.

Auch auf der langsam abtrocknenden Ideallinie fanden die Piloten nur wenig Grip. Rubens Barrichello beschwerte sich gleich mehrmals über Funk über mangelnde Traktion und vorschnell blockierende Bremsen. Zur Freude der Zuschauer in Singapur legten einige Piloten auf halbfeuchter Strecke wilde Drifts und Beinahe-Abflüge hin. Am Ende kamen alle Autos unfallfrei durch die Session, auch wenn teilweise nicht mehr viel Platz zwischen Reifen und Leitplanken lag.

Mark Webber mit Bestzeit

Schnellster Mann auf dem rutschigen Asphalt war am Ende Red Bull-Pilot Mark Webber. In seinem letzten Versuch schob sich der WM-Spitzenreiter im Trainingsklassement an die oberste Stelle. Die Bestzeit von 1:54.589 Minuten lag jedoch noch sieben Sekunden hinter der schnellsten Runde aus dem Vorjahr.

Webber verhinderte mit seinem Schlussspurt einen dreifachen Trainingstriumph des deutschen Lagers. Michael Schumacher verpasste seine erste Bestzeit in dieser Saison um nur eine gute Zehntel. Dabei war der Mercedes-Pilot am Freitagabend zum ersten Mal auf der winkligen Strecke in Singapur unterwegs.

Drei Deutsche unter den ersten Vier

Adrian Sutil kennt die spektakuläre Singapur-Piste dagegen schon aus den beiden Vorjahren. Mit Platz drei im ersten Training bestätigte der Force India-Fahrer wieder einmal seinen Ruf als schneller Mann unter widrigen Bedingungen. Sebastian Vettel hieß der dritte Deutsche im Spitzenquartett. Mit einer halben Sekunde Rückstand auf die Bestzeit seines Red Bull-Teamkollegen reihte sich der junge Heppenheimer auf Platz vier ein.

Der fünfte Platz von Toro Rosso-Youngster Jaime Alguersuari zeigte allerdings, dass die Zeitentabelle im ersten Test des Wochenendes mit Vorsicht zu genießen ist. Hinter Weltmeister Jenson Button auf Rang sechs kamen mit Tonio Liuzzi (Force India) und Sebastien Buemi (Toro Rosso) zwei weitere Piloten unter die ersten Zehn, die man dort am Sonntag nicht unbedingt erwarten darf.

Ferrari nicht in den Top Ten

Den Abschluss der Top Ten bildete das Renault-Duo Vitaly Petrov und Robert Kubica. Kubica blieb lange in seiner Box und wagte erst in den letzten Minuten ein paar schnelle Runden. Die gleich Taktik fuhr auch Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der sich auf Rang elf schob. Teamkollege Felipe Massa begnügte sich gar mit Rang 19.

Auf den Plätzen zwölf und 13 reihte sich im ersten Training von Singapur das Sauber-Duo ein. Kamui Kobayashi entschied den ersten Schlagabtausch mit Nick Heidfeld um ein gutes Zehntel knapp für sich. Bei seiner Rückkehr zu Sauber kam Heidfeld allerdings auf Anhieb gut in Schwung.

Sorgenfalten bei Williams

Nico Rosberg blieb auf Rang 14 knapp hinter dem Sauber-Rückkehrer. Die schlechte Platzierung sollte die Rosberg-Fans aber genauso wenig beunruhigen wie die Anhänger von Lewis Hamilton, die ihren Star erst auf Platz 18 wiederfanden. Die guten Zeiten der Teamkollegen Schumacher und Button zeigen, dass die beiden Mercedes-Autos gut zur Strecke passen.

Bei Williams sind da schon eher Sorgenfalten angesagt. Die Plätze 16 und 17 für Rubens Barrichello und Nico Hülkenberg lagen weit weg von den Punkterängen. Barrichello klagte wie erwähnt über Bremsprobleme, für Hülkenberg kam es noch schlimmer. Wie vor dem Training bekannt wurde, reiste der Deutsche mit einem lädierten Getriebe aus Monza nach Singapur. Der unplanmäßigen Wechsel kostet laut FIA-Strafkatalog fünf Plätze in der Startaufstellung.

Klien kommt noch nicht in Schwung

In den hinteren Reihen legte Timo Glock auf Platz 20 eine gute Vorstellung hin. Von den neuen Teams war nur Heikki Kovalainen im Lotus schneller als der Virgin Pilot. Rückkehrer Christian Klien, der aushilfsweise für den kranken Sakon Yamamoto im HRT-Cockpit sitzt, kam dagegen mit mehr als acht Sekunden Rückstand nur auf Rang 23.

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