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GP Spanien - Ergebnis Rennen

Vettel gewinnt Barcelona-Krimi gegen Hamilton

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 50 Bilder

Sebastian Vettel hat beim GP Spanien den vierten Sieg im fünften Rennen eingefahren. So schwer wie in Barcelona hatte es der Weltmeister in dieser Saison allerdings selten. Die beiden McLaren lieferten dem Red Bull-Piloten einen harten Kampf.

22.05.2011 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist immer noch nicht zu stoppen. Auch vom zweiten Startplatz gelang dem Red Bull-Pilot in Barcelona der bereits gewohnte Sprung auf den obersten Podiumsplatz. Seinen Vorsprung in der WM baute der Titelverteidiger nun schon auf 41 Punkte aus.

Während im Klassement die Spannung zu Wünschen übrig lässt, konnte der Formel 1-Zirkus auf der Strecke wieder einmal überzeugen. Vettel musste lange um den 14. Sieg in seiner Karriere zittern. Am Start ging er zwar an Polesetter Mark Webber vorbei, gleichzeitig schlich sich allerdings Fernando Alonso im Ferrari von Rang vier an den beiden Red Bull-Autos vorbei.

Vettel mit Verteidigungsschlacht gegen Hamilton

Zur Freude der Fans in Barcelona hielt der Lokalmatador die Führung immerhin bis zum zweiten Boxenstopp. Mit einem vorgezogenen Reifenwechsel und einer schnellen Runde konnte Vettel allerdings kampflos an seinem spanischen Kontrahenten vorbeiziehen. Als im zweiten Rennabschnitt die harten Gummis ausgepackt wurden, fiel der Spanier mit schwachen Rundenzeiten noch bis auf Rang fünf zurück.

Nachdem auch Lewis Hamilton in der 22. Runde an die Box ging, übernahm Vettel erstmals die Führung. Doch der McLaren ließ sich nicht so leicht abschütteln. Auf harten Gummis konnte Hamilton das Tempo von Vettel locker mitgehen. Rundenlang hing der McLaren im Red Bull-Heck und setzte mehrmals zum Angriff an. Am Ende allerdings erfolglos. Auf der Ziellinie trennten die beiden WM-Führenden nur 0,6 Sekunden.

Keine Red Bull-Show in Barcelona

"Das war ein hartes Stück Arbeit", stöhnte der erleichterte Sieger anschließend. "Zehn Runden vor Schluss kam auch noch die Nachricht: 'Bitte KERS nicht benutzen. Lewis hat uns das Leben wirklich schwer gemacht. Mir ist eine Tonnenlast von den Schultern gefallen, als ich über die Ziellinie gefahren bin. Es gab leider nicht die Red Bull-Show, mit der alle gerechnet haben."

Lewis Hamilton war mit Rang zwei nicht unzufrieden. "Wir müssen nicht enttäuscht sein. Es war sehr schwer, an Sebastian vorbeizukommen. Vor allem in den schnellen Kurven hatten sie einen brutalen Speed. Da konnte ich sehr genau sehen, dass sie in puncto Abtrieb einen Vorteil haben. Ich hoffe, dass wir mit den Updates in den nächsten Rennen den Rückstand aufholen."

Reifenflüsterer Button kämpft sich aufs Podium

In einem unterhaltsamen Grand Prix spielten auch die Reifen wieder ein wichtiges Thema. Während Vettel und Hamilton an der Spitze mit vier Stopps eine ähnliche Strategie wählten, ging Reifenflüsterer Jenson Button nur drei Mal an die Box. Der Engländer im McLaren war am Start bereits bis auf Rang zehn zurückgefallen, konnte sich aber dank seines Reifen schonenden Fahrstils bis auf den letzten Podiumsplatz vorkämpfen.

"Meine erste Runde war ein absolutes Disaster. Aber die Strategie ist perfekt aufgegangen", freute sich Button anschließend. "Das hat Spaß gemacht an Fernando und Mark vorbeizuziehen, als sie auf harten Reifen unterwegs waren. In der Türkei war es noch falsch, einmal weniger zu stoppen, aber heute war es genau richtig."

Mark Webber erlebte mit Rang vier eine weitere Enttäuschung in dieser Saison. Von der Pole Position gestartet fiel der Vorjahressieger schon vor der ersten Kurve auf Rang drei zurück. Eine unglückliche Strategie kostete den Red Bull-Piloten viel Zeit, als er rundenlang hinter Alonso fest hing. Erst mit dem Wechsel auf harte Reifen kam Webber am Ferrari vorbei. Da hatte er das Fernduell gegen Button allerdings schon verloren. Webber ist damit der erste Pilot in den letzten zehn Jahren, der in Barcelona nicht von der Pole Position gewinnen konnte.

Mercedes-Duo mit Runden-Rückstand

Hinter dem enttäuschten Alonso auf Rang fünf wurde hart um die weiteren Plätze gekämpft. Hier setzten sich am Ende die beiden Silberpfeile durch. Mit einem sensationellen Start hatte sich Michael Schumacher schon in der ersten Runde von Rang zehn auf Platz sechs gekämpft. Den Platz gab er bis zum Ziel nicht mehr ab, obwohl Teamkollege Nico Rosberg von hinten drückte. Für Unbehagen im Silberlager dürfte allerdings der große Abstand zur Spitze sorgen. In Runde 55 wurde Schumi von der Spitze überrundet.

"Ich komme am Start gut vom Fleck, das hilft natürlich sich zu positionieren. Die anderen haben mir in der Mitte Platz gelassen", berichtete Schumi über seine ersten Meter. Gerüchte über mangelnde Motivation wollte der Rekordchampion dieses Mal gar nicht erst aufkommen lassen. "Der Spaß war definitiv dabei. Der war auch in der Türkei dabei. Die Balance und die Pace, die wir heute gefahren sind, waren allerdings dürftig. Insofern bin ich nicht allzu begeistert."

Auch Rosberg war eigentlich mit seinem Start zufrieden. "Der war okay. Nur hatte Michael noch ein paar bessere Kurven", berichtet der Silberpfeil-Pilot. "Es war schwierig mit der Strategie und der Funk hat nicht funktioniert. Es war also nicht einfach. Es war schon heftig, wenn man überrundet wird, obwohl wir am Wochenende Fortschritte machen wollten."

Heidfeld mit beherzter Aufholjagd

Hinter den Mercedes lief sensationell Nick Heidfeld auf Rang acht ein. Nach seinem Feuerunfall im Freien Training musste der Renault-Pilot von ganz hinten starten. Mit vielen frischen Reifensätzen lieferte der Mönchengladbacher eine beherzte Aufholjagd, die mit vier Punkten belohnt wurde. Am Ende blieb er nur vier Zehntel hinter Rosberg.

Die letzten beiden Punkteplätze gingen an die beiden Sauber von Sergio Perez und Kamui Kobayashi, die erneut mit einem guten Renntempo überzeugten. Für Adrian Sutil lief das Rennen dagegen enttäuschend. Der Force India-Pilot ging auf harten Reifen ins Rennen, doch der Poker ging nicht auf. Auf Platz 13 verlor Sutil auch das Duell gegen Stallgefährte Paul di Resta, der Zwölfter wurde.

Auch Timo Glock blieb wieder einmal ohne Punkte. Der Virgin-Pilot, der am Ende auf Platz 19 abgewinkt wurde, musste sogar lange hinter dem Hispania von Tonio Liuzzi herfahren. Der Italiener musste den Kampf gegen Virgin allerdings in der 22. Runde mit technischen Problemen aufgeben. Mit Lotus konnte Virgin nie mithalten. Heikki Kovalainen musste den Angriff auf das Mittelfeld allerdings vorzeitig aufgeben. Er krachte in Runde 48 in die Reifenstapel. Felipe Massa sorgte mit einem Defekt am Ferrari für den dritten Ausfall (Runde 58).

Untersuchung gegen Hamilton, Button, Webber und Alguersuari

Nach dem Rennen mussten die beiden McLaren-Piloten sowie Mark Webber und Jaime Alguersuari allerdings noch zur Rennleitung. Alle vier Piloten sollen unter gelben Flaggen zu schnell gewesen sein. Am Ende kam das Quartett ungeschoren davon. Die Fahrer beriefen sich als Entschuldigung für die Geschwindigkeitsunterschiede auf die frischen Reifen. Die FIA zeigte Gnade und beließ es bei einer Ermahnung..

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